Ausgehend von den rechtlichen Rahmenbedingungen, den eigenen Werten und den Notwendigkeiten gilt es, ein gemeinsames Leitbild zum Kinder- und Jugendschutz zu entwickeln. Die Haltung sollte leicht verständlich kommuniziert werden, um den Standpunkt und die Verantwortung der eigenen Organisation deutlich zu machen. Dabei ist stets die Wirkung der Aussagen auf bisher unbekannte Betroffene von (sexualisierter) Belästigung oder Gewalt zu berücksichtigen.
Eine gemeinsame Haltung entwickeln
Zu Beginn des institutionellen Schutzkonzeptprozesses eine gemeinsame Haltung zum Thema Kinderschutz zu etwickeln, gibt den Planenden Orientierung und schafft Klarheit nach innen und außen.
Ein Schutzkonzept entwickeln – die gemeinsame Haltung
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Eine gemeinsame Haltung ist die Basis jedes Schutzkonzepts. Im Video zeigt Kimberly Alder, wie Organisationen Klarheit schaffen und Verantwortung übernehmen.
- Haltung sichtbar und verständlich kommunizieren: Eine klare Position gegen Gewalt und Diskriminierung sollte in Leitbildern, Informationsmaterialien und der öffentlichen Kommunikation erkennbar sein.
- Betroffenenperspektiven berücksichtigen: Bei allen Aussagen und Maßnahmen sollte mitgedacht werden, wie diese auf Betroffene wirken und ob sie Vertrauen und Unterstützung vermitteln.
- Eine Kultur des Ansprechens fördern: Organisationsstrukturen sollten so gestaltet sein, dass Unsicherheiten, Beschwerden und Grenzverletzungen offen angesprochen werden können.
- Verantwortung gemeinsam tragen: Kinderschutz ist eine Aufgabe der gesamten Organisation. Klare Zuständigkeiten und ein gemeinsames Verantwortungsverständnis entlasten Betroffene und stärken den Schutz.
Leitbild Prävention und Kindeswohl der BKJ
Mit ihrem Leitbild positionieren sich die BKJ und ihre Mitglieder gegen sexualisierte Gewalt sowie jegliche andere Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und verpflichten sich, sich aktiv und präventiv für ihren Schutz einzusetzen.