Ziel ist es, „verletzliche Stellen“ innerhalb einer Organisation sichtbar zu machen und Handlungsbedarfe zu erkennen. Geprüft wird dabei, welche Bedingungen von Täter*innen ausgenutzt werden könnten. Gleichzeitig werden auch die bereits vorhandenen Potenziale gesammelt, die es bereits beim Träger gibt. Durch das Sammeln, Auswerten und Interpretieren von Informationen lassen sich strukturelle und konzeptionelle Maßnahmen ableiten, die den Kinder- und Jugendschutz stärken.
Die Risiko- und Potenzialanalyse
Die Risiko- und Potenzialanalyse bildet die Basis für alle Schutzmaßnahmen in der Kulturellen Bildung. Mithilfe der Analyse werden sowohl analoge wie digitale Risiken, die Kinder und Jugendliche gefährden könnten, systematisch identifiziert und bewertet.
Ein Schutzkonzept entwickeln – die Potenzial- und Risikoanalyse
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Welche Strukturen fördern Schutz, welche bergen Risiken? Im Video gibt Verena Schmidt praktische Impulse für die Analyse der eigenen Organisation.
Leitfragen für die Analyse
- Bewertung der Struktur durch Haupt- und Ehrenamt: Wie nimmt wer Informations- und Entscheidungswege wahr?
- Bewertung durch junge Menschen: Wie nehmen z. B. (auch ehemalige) Teilnehmer*innen die Ansprechbarkeit von Verantwortlichen, die räumlichen Gegebenheiten oder die (digitalen) Kommunikationswege wahr?
- Identifizierung möglicher Gelegenheitsstrukturen aus der Täter*innen-Perspektive: Welche digitalen und analogen Aktivitäten/Praxisformen/Angebote/Veranstaltungen bieten sich für Täter*innen-Strategien besonders an?
- Analyse früherer Fälle: Sind Fälle bekannt? Wenn ja, welche? Was ist vorgefallen? Was lässt sich daraus ableiten?
Weitere Informationen
Dachverbandliches Schutzkonzept der BKJ : Im Dachverbandlichen Schutzkonzept der BKJ finden sich ausführliche Fragen-Kataloge zur Risikobewertung für verschiedene Ebenen und Personenkreise
https://www.bkj.de/publikation/dachverbandliches-schutzkonzept-fuer-das-handlungsfeld-kulturelle-bildung/
Selbstevaluationstool: Um Träger der Kulturellen Bildung bei der Entwicklung von Schutzkonzepten zu unterstützen, steht ein kostenfreies Selbstevaluationstool der BKJ für eine Risiko- und Potenzialanalyse zur Verfügung.
https://www.bkj.de/meldung/unterstuetzung-bei-schutzkonzepten-tool-zur-risiko-und-potenzialanalyse/
Fachbeitrag von Verena Schmidt: Risiko- und Potenzialanalyse partizipativ? – Praxisbeispiel eines Bundesverbandes
https://www.bkj.de/magazin/risiko-und-potenzialanalyse-partizipativ-praxisbeispiel-eines-bundesverbandes/