Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ) lädt zur Zukunftskonferenz Ganztag „Ziele bündeln, Zukunft gestalten – Kulturelle Bildung im Ganztag zwischen Rechtsanspruch, Kooperation und Praxis” ein.
Wie kann Ganztag künftig so gestaltet werden, dass er qualitativ stark, kooperativ und nachhaltig ist – und Kulturelle Bildung dabei eine tragende Rolle spielt?
Die BKJ-Zukunftskonferenz Ganztag bringt Akteur*innen aus Kommunen, Landes- und Bundesministerien, Verwaltung, Wissenschaft, Schule, Kultureller Bildung sowie weiteren non-formalen Bildungsbereichen, Trägerstrukturen, Verbänden und Interessenvertretungen sowie Schüler*innen und Eltern, zusammen, um genau diese Frage gemeinsam zu bearbeiten.
Zielgruppen
Die Zukunftskonferenz richtet sich an alle, die Ganztag auf unterschiedlichen Ebenen verantworten, gestalten, erforschen oder politisch rahmen – und ihn gemeinsam weiterentwickeln wollen.
Ganztag ist ein komplexes Zusammenspiel unterschiedlicher Zuständigkeiten, Logiken und Perspektiven. Die Konferenz setzt genau hier an. Sie schafft einen strukturierten Arbeitsraum, in dem
- unterschiedliche Steuerungs-, Praxis- und Forschungsperspektiven zusammengeführt werden,
- Spannungsfelder zwischen Anspruch, Umsetzung und Ressourcen sichtbar werden, ko-konstruktiv an Zukunftsbildern mitzuwirken,
- Kooperationsbedarfe zwischen formalen und non-formalen Akteur*innen klar benannt werden,
- und die Rolle Kultureller Bildung im Ganztag systematisch weiterentwickelt wird.
Im Fokus steht die Frage, wie qualitativ hochwertige, kooperative Ganztagsangebote nachhaltig und strukturell verankert werden können.
Die Konferenz ist bewusst als Arbeitstagung angelegt und folgt einer klaren Dramaturgie: Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft – Umsetzung. Die Teilnehmer*innen arbeiten in festen, heterogen zusammengesetzten Gruppen und durchlaufen gemeinsam einen mehrstufigen Prozess:
- Vergangenheit: Welche politischen, pädagogischen, wissenschaftlichen und strukturellen Entwicklungen präg(t)en den Ganztag bis heute?
- Gegenwart: Wie stellt sich Ganztag aus Sicht der unterschiedlichen Akteur*innen heute konkret dar?
- Zukunft: Welche Zielbilder eines qualitativ starken Ganztags sind realistisch und wünschenswert
- Umsetzung: Welche konkreten Maßnahmen lassen sich daraus für die Ganztagsgestalter*innen gemeinsam ableiten?
Zentral ist dabei der systematische Perspektivwechsel: Akteur*innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Schule, Trägerlandschaft und Kultureller Bildung arbeiten eng zusammen, spiegeln ihre Perspektiven gegenseitig und entwickeln daraus gemeinsame Lösungsansätze.
- ein strukturierter, moderierter Austausch zwischen Praxis, Steuerung und Wissenschaft
- ergebnisorientierte Arbeitsphasen mit Raum für offene Perspektiven
- Impulse aus Wissenschaft, Praxis und künstlerischer Begleitung
- eine gezielte Weiterentwicklung bestehender und neuer Kooperationen
- ein vertieftes Verständnis des „Systems Ganztag“
- gemeinsam entwickelte Zukunftsbilder und konkrete Maßnahmen
- übertragbare Ansätze für Steuerung, Kooperation und Praxis
- Impulse für die eigene Rolle sowie persönliche nächste Schritte
Tag 1 – Dienstag, 02. Juni 2026
| 12.00 Uhr | „Vergangenheit“ – Ankommen + Snacks Zum Einstieg werden Sie eingeladen, bei einem Mittagsimbiss Ihre Erfahrungen und Perspektiven auf Ganztag in einer „Silent Discussion“ als Rückschau sichtbar zu machen. Hier entwickeln wir ein gemeinsames Verständnis der Ausgangslage. |
| 13.00 Uhr | Begrüßung
Margrit Lichtschlag, Moderation |
| 13.10 Uhr | Keynote: Unboxing Ganztag – Potenziale Kultureller Bildung entfalten
Prof. Dr. Tom Braun, IU Internationale Hochschule |
| 14.00 Uhr | „Gegenwart“ – Gesprächsforen 1‒7 In Teil 1 „Gegenwart“ entsteht eine gemeinsame Gegenwartslandkarte mit zentralen Fragestellungen. |
| 15.00 Uhr | Pause |
| 15.30 Uhr | „Zukunft“ – Gesprächsforen 1‒7 In Teil 2 „Zukunft“ richten wir den Blick nach vorne: Welche Bedingungen braucht ein qualitativ starker Ganztag? Welche Formen von Kooperation sind notwendig? Gemeinsam entstehen erste Zukunftsbilder und Zukunftsstatements. |
| 17.30 Uhr | Zusammenführung der Ergebnisse Die Ergebnisse aus den Foren werden zusammengeführt und auf gemeinsame Schnittmengen und zentrale Zielrichtungen hin betrachtet. |
| 18.00 Uhr | Abendessen |
| 19.00 Uhr | „Konsens und Schärfung“ – Gesprächsforen 1‒7 In Teil 3 „Konsens und Schärfung“ werden die Zukunftsstatements verdichtet und geschärft. Die Foren halten gemeinsame Zielaussagen für die weitere Arbeit fest. |
| 20.00 Uhr | „Transformator vor Ort – Stimmen aus der Ganztagspraxis“ In einer 45-minütigen Liveaufzeichnung einer Sonderfolge des BKJ-Podcasts „Transformator – Der Podcast für eine kulturelle Bildungslandschaft“ bündeln wir die ersten Zwischenergebnisse der Zukunftskonferenz. Laura Vorsatz, Moderation |
Tag 2 – Mittwoch, 03. Juni 2026
| 08.30 Uhr | Ankommen |
| 09.00 Uhr | Begrüßung und Rückblick auf den ersten Konferenztag
Margrit Lichtschlag, Moderation |
| 09.15 Uhr | „Maßnahmenplanung“ – Arbeitsgruppen 1‒5 In neu zusammengesetzten Arbeitsgruppen werden aus den Zukunftsstatements konkrete Maßnahmen und erste Umsetzungsschritte entwickelt. Es sollen ein bis zwei konkrete Maßnahmen pro Arbeitsgruppe formuliert werden. |
| Flexible Kaffeepause | |
| 11.15 Uhr | Vorstellung der Maßnahmen im Plenum |
| 11.30 Uhr | Theaterperformance
Initiative LUNA PARK e. V., Berlin |
| 11.50 Uhr | Poetischer Tagesrückblick
Meike Harms, Bühnenpoetin und Poesiepädagogin |
| 12.00 Uhr | Gemeinsamer und persönlicher Abschluss
Margrit Lichtschlag, Moderation |
Gesprächsforen und Beteiligte
Alle Foren durchlaufen die einzelnen Schritte der Zukunftskonferenz. Innerhalb der Foren gibt es zwei bis drei gestaltende Akteur*innen, die mit Impulsen die Diskussion anregen und den Ablauf moderieren. In allen Foren können die Teilnehmer*innen ihre jeweilige Perspektive auf das Konferenzthema einbringen und am Ergebnis mitdiskutieren.
Ulrich Diekmann, Geschäftsführer des Sozialwerks für Bildung und Jugend in Olsberg (Nordrhein-Westfalen)
Julia Nierstheimer, Geschäftsführerin des Bundesverbands der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen e. V. (bundesweit)
Dr.in Anna-Maria Seemann, Lehrgangsleitung Akademie für Ganztagspädagogik (bundesweit)
Kerstin Hübner, Koordinatorin des IU Research Centers Kulturelle Bildung und Digitalität und Geschäftsführerin des Netzwerks Forschung Kulturelle Bildung (bundesweit)
N.N., Akteur*in der Kulturellen Bildung
Isabel Arendt, Stellvertretende Amtsleitung Schulentwicklung/Regionales Bildungsbüro bei der Stadt Heidelberg (Baden-Württemberg)
Birgit Bischer und Elvira Weber vom Ganztagsträger PaedAktiv (Baden-Württemberg)
Claudia Keuchel, Leitung, und Vera Götte, Stellvertretende Leitung, der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung Nordrhein-Westfalen
Dr. Christian Schmidt-Rost, Geschäftsführer der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Schleswig-Holstein e. V.
Prof. Dr. Jürgen Oberschmidt, Vorsitzender des Bundesverbands Musikunterricht e. V. (bundesweit)
Franziska Frahm-Fischer, Schulleiterin der Schule am Storchennest, Bad Bramstedt (Schleswig-Holstein)
Christina Biundo, Fachleiterin der Servicestelle Kulturelle Bildung Rheinland-Pfalz
Lina Zeeh, Vorsitzende des LandesSchülerRats Sachsen, und Melanie Störl, stellvertretende Vorsitzende des LandesSchülerRats Sachsen
Sarah Jäger, Mitglied des Landesjugendbeirats Rheinland-Pfalz
Peter Gebauer, Vorsitzender des Bundesverbands der Kita- und Schulfördervereine e. V. (bundesweit) und Dagmar Müller, Stellvertretende Vorsitzende des Sächsischen Landesverbands der Kita- und Schulfördervereine e. V. und des Bundesverbands der Kita- und Schulfördervereine e. V.
Dr. Tobias Grill, Grundsatzreferent Inhalte des Bundesmusikverbands Chor & Orchester e. V. (bundesweit)
Ute Barthel, Referentin für Schule, Jugendhilfe und Verein bei der Deutschen Sportjugend e. V. (bundesweit)
Kathrin Hartmann, Stellvertretende Geschäftsführerin des Deutschen Bibliothekverbands e. V. (bundesweit)
Weitere Informationen
| Datum | 2. – 3. Juni 2026 |
|---|---|
| Uhrzeit | Beginn: 12.00 Uhr (am 02. Juni); Ende: 12.30 Uhr (am 03. Juni) |
| Veranstalter | Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) |
| Ort | FMP1 (Tagungszentrum Franz-Mehringplatz 1), 10243 Berlin |
| Preis | 50,00 Euro; Für Mitglieder der BKJ, für „Bildungskommunen“ mit Schwerpunkt Kulturelle Bildung aus der gleichnamigen BMBFSFJ-Richtlinie sowie für die REAB und Fachstellen des Fachnetzwerkes entfällt bei Anmeldung der Tagungsbeitrag für jeweils eine Person. Schüler*innen und Freiwilligendienstleistende sowie Mitarbeiter*innen des BMBFSFJ und des DLR sind vom Tagungsbeitrag ausgenommen. |
| Anmeldefrist | 15. Mai 2026 |
| Weitere Informationen |
Anmeldefrist: Wir bitten um Anmeldung bis 15. Mai 2025, danach ist eine Anmeldung nach Verfügbarkeit möglich. |