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Vortrag: „Neue Allianzen kultureller Bildungskooperationen: Grundlagen auf Basis des Steuerungsmodells der Public Governance“

Prof. Dr. Herbert Schubert
Technische Hochschule Köln

Über den Vortrag am 17. März 2018 anlässlich der Tagung „Perspektiven wechseln. Chancen schaffen“ der BKJ, Remscheid.

Das Handout zum Vortrag steht hier zur Verfügung.

Vortrag: „Neue Allianzen kultureller Bildungskooperationen: Grundlagen auf Basis des Steuerungsmodells der Public Governance“ Vortrag: „Neue Allianzen kultureller Bildungskooperationen: Grundlagen auf Basis des Steuerungsmodells der Public Governance“ Vortrag: „Neue Allianzen kultureller Bildungskooperationen: Grundlagen auf Basis des Steuerungsmodells der Public Governance“ Vortrag: „Neue Allianzen kultureller Bildungskooperationen: Grundlagen auf Basis des Steuerungsmodells der Public Governance“

Fotos: BKJ | Andi Weiland

Prof. Dr. Herbert Schubert zeigte in seinem Beitrag zeitgemäße Netzwerkperspektiven für die Kulturelle Bildung auf. Er beschrieb einen Entwicklungstrend von Steuerungsformen in der Daseinsvorsorge weg von der Managementlogik hin zur Governancelogik. Aus dieser Entwicklung heraus werden neue Instrumente zur Mobilisierung zivilgesellschaftlicher Ressourcen, Energien und Ideen in Kommunen implementiert. Für den Transfer der Governancelogik in die Kulturelle Bildung empfahl Herbert Schubert den Ansatz einer interdisziplinären Kooperation anstelle monodisziplinärer Bildungsansätze.

Nur durch Verbindungen unterschiedlichster Akteure könne der Anspruch von mehr kultureller Teilhabe umgesetzt werden. In diesem Sinne verwies er auf das „soziale Dreieck“ interdisziplinärer Kooperationen nach Richard Sennett (2012), welches Vertrauen, gegenseitigen Respekt und Bindung als wichtige Faktoren für Kooperationen benenne. „Die gegenseitige Anerkennung der komplementären fachlichen Autorität fördert gegenseitiges Vertrauen und erzeugt mittelfristig Bindungen zwischen Fachkräften der Schulpädagogik und der kulturellen Bereiche. Interdisziplinäre Kooperation auf dieser Basis erhöht den Nutzen von Kindern und Jugendlichen“, so Herbert Schubert.

In der Netzwerktheorie seien nicht einzelne Akteure, sondern die Beziehungen das entscheidende Element. Für mehr Steuerung durch Beteiligung müsse die Bildungslandschaft in ein heterarchisches statt in ein hierarchisches Milieu eingebettet sein. Dies sei eine Grundvoraussetzung für das Gelingen von Bildungslandschaften und hänge stark von den Haltungen der einzelnen Akteure ab. Herbert Schubert veranschaulichte verschiedene Typen von Netzwerken:

  • „Interessennetzwerke“ empfehlen sich im Sinne des Empowerments zur Bündelung von Anliegen im Sinne strategischer Allianzen.
  • „Informationsnetzwerke“ ermöglichen die Organisation eines Austausches zwischen Sektoren. Aus Informationsnetzwerken können im zweiten Schritt Planungsnetzwerke werden.
  • „Überbrückungsnetzwerke“ dienen der Implementierung formaler Vermittlungsakteure wie zum Beispiel Koordinationsstellen, um Lücken im Netzwerk zu schließen. Dazu brauche es die Unterstützung von Schlüsselpersonen in der Kommune. Es gebe aber auch Überbrückungsnetzwerke durch informelle Vermittler*innen, die Anliegen an die Verwaltungsstrukturen herantragen.
  • Dienstleistungs- bzw. Wertschöpfungsnetzwerke als die am weitesten entwickelte Form von Netzwerken bestünden aus mehr als nur einem guten Konzeptpapier. Sie lebten vor allem von guten Beziehungen und einer gut organisierten „Logistik“.  Schlüsselpersonen dafür seien die Führungs- und Koordinationskräfte der einzelnen Einrichtungen und Ressorts, diese gelte es für die Netzwerkarbeit zu gewinnen.

Herbert Schubert konstatierte, bei einem Netzwerk der Kulturellen Bildung komme es auf die Anschlussfähigkeit zwischen Kultur, Bildung und Jugendhilfe an sowie auf die Balance der Koopkurrenz (= Dualität von Konkurrenz und Kooperation) zwischen den Trägern und Institutionen verschiedener Bereiche und auf den Nutzeneffekt für alle Beteiligten. Nur so könne auf lange Sicht ein hybrider Steuerungsmix von Verwaltungslogik, ökonomischer Effizienz und partizipativem Netzwerkmodus der Public Governance entwickelt werden.

Weitere Informationen

Handout zum Vortrag vom 17. März 2018 von Prof. Dr. Herbert Schubert [ als PDF | 15 Seiten | 4,18 MB ]

Über Prof. Dr. Herbert Schubert



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