Perspektiven wechseln.
Chancen schaffen



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Thesen: Luise Meergans über das Potenzial Kultureller Bildung Kinder- und Jugendbeteiligung umzusetzen

Luise Meergans
Bereichsleiterin Kinderrechte und Bildung
Deutsches Kinderhilfswerk e. V.


Beitrag für den Programmpunkt „Kontroversen und Spiegelungen. Kulturelle Bildungskooperationen zwischen Anspruch, Potenzial und Wirklichkeit“ zum Thema „Fangt früh an! Teilhabe und Partizipation in Zeiten ganztägiger Betreuung“ bei der Fachtagung der BKJ „Perspektiven wechseln. Chancen schaffen“ am 16. März 2018 in Remscheid

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Fotos: BKJ | Andi Weiland

Nur 16 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland kennen ihre Rechte (Kinderreport Deutschland 2018, Deutsches Kinderhilfswerk e. V.). Das ist fatal, denn nur, wer seine Rechte kennt, kann sich auch für ihre Umsetzung und Einhaltung stark machen sowie für andere eintreten. Dies ist die Basis unserer demokratischen Gesellschaft. Kulturellen und ästhetischen Bildungsprozessen wohnt also auch die Aufgabe inne, Kinderrechtearbeit zu betreiben, und zwar im vermittelnden wie im gelebten Sinne.

Partizipation rückt marginalisierte Gruppen, Kinder wie Jugendliche, Ausgegrenzte, Eingeschränkte in den Fokus von Prozessen und leistet so einen unverzichtbaren Beitrag für Chancen-, Bildungs- und Generationengerechtigkeit sowie die Basis für Demokratiebildung. Sie muss daher Einklang finden in alle Bereiche unserer Gesellschaft und von Beginn an gelebt werden.

Einer besonderen Aufgabe kommt dabei der Bereich der (frühkindlichen) Bildung und Betreuung nach. Gerade Kindertageseinrichtungen und andere frühkindliche Betreuungsformen sind Orte ersten Kontaktes mit öffentlichen demokratischen Prozessen. Wo es die Familie nicht leistet, erfahren Kinder hier erstmals Beteiligung; so wird in der frühkindlichen Bildung der Grundstein für erlebte Partizipation gelegt.

Nicht nur im frühkindlichen Bereich funktioniert Kinder- und Jugendbeteiligung oftmals zunächst nicht ohne Impulse und Begleitung von Erwachsenen. Diese jedoch müssen im Kontext von Perspektivwechsel und Machtabgabe in der Lage sein, sich von adultistischen Strukturen zu lösen. Hier steckt im Bereich der kulturellen, künstlerischen Bildung ein großes Potential - denn Perspektivwechsel und Anerkennung wie Förderung von individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen ist auch hier eine Grundvoraussetzung für gelungene Prozesse.

Im Sinne der Partizipationsförderung ist es von besonderer Bedeutung, im Bereich der kulturellen und künstlerischen Bildung den (kreativen, individuellen) Prozess in den Fokus zu rücken und diesen in seiner Bedeutung nicht hinter einer Produktorientiertheit zu vernachlässigen. Die Entwicklungen Reflexionsvermögen, Selbstwertgefühl und letztlich Selbstbefähigung sind nicht produktabhängig, sondern vielmehr Ergebnis eines Prozessen, der Kinder und Jugendliche ernst nimmt und ihnen Raum für ihren individuellen Ausdruck gibt.

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Über Luise Meergans

Zum Interview mit Luise Meergans



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