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Corona-Hilfe

Der „Shutdown“ aufgrund der Corona-Pandemie bis mindestens Anfang Mai zieht für viele Akteure der Kulturellen Bildung massive finanzielle Einbußen nach sich. Betroffen sind insbesondere Initativen, Vereine, Agenturen und Einrichtungen der außerschulischen Jugend-, Bildungs- und Kulturarbeit sowie Freiberufler*innen und Solo-Selbständige. An dieser Stelle tragen wir fortlaufend Informationen zusammen, die helfen können, die Krise zu bewältigen.

Förderpraxis und finanzielle Hilfen in Bund und Ländern

Hilfsmaßnahmen des Bundes

Das Bundeskabinett hat am 23.03.2020 ein milliardenschweres Hilfspaket zur Unterstützung von Unternehmen und Solo-Selbstständigen beschlossen.

Stand: 02.04.2020

Am 27. März 2020 sind umfassende Hilfmaßnahmen für die Wirtschaft, für soziale Dienstleister und für Bürger*innen im Bundesrat verabschiedet worden. Ziel der Bundesregierung ist es, dass die Hilfen möglichst schnell bei den Antragsteller*innen ankommen. Die wichtigsten Maßnahmen im Einzelnen finden Sie hier.

Baden-Württemberg

Der Landtag von Baden-Württemberg hat ein Soforthilfeprogramm Corona beschlossen, das sich an Soloselbständige sowie Klein- und Kleinstunternehmen auch der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie an Angehörige der Freien (auch künstlerisch-publizistischen) Berufe in Baden-Württemberg richtet.

Stand: 16.04.2020

Um deren wirtschaftliche Existenz zu sichern und Liquiditätsengpässe zu kompensieren, kann ein einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss für drei Monate gewährt werden.

Soforthilfe für den Kulturbereich

Das Programm richtet sich an:

  • Soloselbstständige wie bildende oder darstellende Künstler*innen, Musiker*innen, Kreativschaffende, Designer*innen, Architekt*innen, die mit ihrer selbstständigen Tätigkeit das Haupteinkommen oder zumindest ein Drittel des Nettoeinkommens eines Haushalts bestreiten.
  • Klein- und Kleinstunternehmen bis maximal 50 Beschäftigte wie Privattheater, privat getragene Musikensembles, private Musikschulen und Kunstschulen, private Museen, Galerien und Kunsthändler, Künstleragenturen, Kleinkunstbühnen, Soziokulturelle Zentren, Kinos, Designbüros, Aus- und Fortbildungseinrichtungen für künstlerische und publizistische Tätigkeiten. Hierunter fallen auch Institutionen in der Trägerschaft gemeinnütziger Vereine, die regelmäßig einer wirtschaftlichen Tätigkeit nachgehen. Analog zu der Empfehlung der Europäischen Kommission vom 6. Mai 2003 betreffend die Definition der Kleinstunternehmen sowie der kleinen und mittleren Unternehmen gilt als Unternehmen grundsätzlich „jede Einheit, unabhängig von ihrer Rechtsform, die eine wirtschaftliche Tätigkeit ausübt.“
  • Angehörige der Freien Berufe wie freischaffende bildende oder darstellende Künstler*innen, Kunst- und Theaterpädagog*innen, Musiker*innen, Schriftsteller*innen, Journalist*innen oder Übersetzer*innen.

Die Förderung erfolgt ohne Rechtsanspruch als einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss zunächst für drei Monate. Die Obergrenze für die Höhe der Förderung entspricht dem unmittelbar infolge der Corona-Pandemie verursachten Liquiditätsengpass oder entsprechenden Umsatzeinbruch, maximal jedoch den im Folgenden genannten Förderbeträgen:

  • 9.000 Euro für antragsberechtigte Soloselbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu fünf Beschäftigten
  • 15.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigen,
  • 30.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigen.

Die Soforthilfe wird seit dem 29. März 2020 ohne Prüfung des privaten Vermögens ausgezahlt. Es können Kosten des privaten Lebensunterhalts in Höhe von 1.180 Euro pro Monat geltend gemacht werden. Zuvor eingereichte Anträge werden angepasst.

Detaillierte Informationen zur Soforthilfe gibt es beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK)

Telefonische Beratung Medien- und Filmgesellschaft (MFG) Baden-Württemberg

Telefonnummer: 0711 -90 71 53 46 (Montag, Mittwoch und Freitag , 14.00 bis 16.00 Uhr)

Die MFG hat auch ein umfangreiche Infoangebot zur Corona-Krise für Kultur- und Kreativschaffende online gestellt.

Bayern

Die Bayerische Staatsregierung hat ein Soforthilfeprogramm eingerichtet, das sich an Betriebe und Freiberufler*innen richtet, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind. Zudem gibt es ein zusätzliches Programm für Künster*innen.

Stand: 05.05.2020

Soforthilfe Corona

Anträge können von gewerblichen Unternehmen und selbstständigen Angehörigen der Freien Berufe (bis zu 250 Erwerbstätige) gestellt werden, die eine Betriebs- bzw. Arbeitsstätte in Bayern haben.

Ab 20. April können u. a. auch wirtschaftlich tätige gGmbHs (z. B. Bildungseinrichtungen, Vereinscafés, Jugendzentren, Pflegeeinrichtungen, Frauenhäuser) mit mehr als zehn Beschäftigten Soforthilfe erhalten. Wichtig: Eine Antragseingabe vor dem 20. April 2020 führt systembedingt zur Ablehnung.

Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und beträgt:

  • bis zu 5 Erwerbstätige: 5.000 Euro,
  • bis zu 10 Erwerbstätige: 7.500 Euro,
  • bis zu 50 Erwerbstätige: 15.000 Euro,
  • bis zu 250 Erwerbstätige: 30.000 Euro.

Weitere Infos und das Antragsformular gibt es beim Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

Hilfsprogramm für soloselbstständige Künstler*innen

Am 21. April 2020 wurde ein Hilfsprogramm für Künstler*innen zur Sicherung des Lebensunterhalts und Kompensation von Honorarausfällen infolge der Corona-bedingten Schließungen von Kultureinrichtungen und Veranstaltungsausfällen beschlossen. Antragsberechtigt sind soloselbstständige Künstler*innen mit Hauptwohnsitz in Bayern (Stichtag: 01.04.2020), die eine Versicherung nach Künstlersozialversicherungsgesetz nachweisen können. Weitere Informationen gibt es beim Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.

Förderung durch das bayerische Kunstministeriums

Wenn der laufende Förderzweck (Institutionelle Förderung: Betrieb einer Kultureinrichtung wie z.B. Theater oder Sing- und Musikschulen) aufgrund der Corona-Pandemie vorübergehend (wegen temporäre Schließung etc.) nicht erreicht wird, werden nicht zu vermeidende Ausgaben (insbesondere Fixkosten wie Personalausgaben, Miete etc.) als zuwendungsfähig anerkannt und Mindereinnahmen in den laufenden Förderverfahren berücksichtigt.

Wenn das beantragte Projekt (Projektförderung: Veranstaltung, Festival etc.) aufgrund der Corona-Pandemie nicht durchgeführt werden kann gilt:                   

  • Der Zuwendungszweck wird auch erreicht, wenn das Projekt in geänderter Form – etwa unter Nutzung von virtuellen und digitalen Möglichkeiten – in einem kleineren Format oder zu einem anderen Zeitpunkt im Jahr 2020 durchgeführt wird.
  • Wenn der Zuwendungszweck aber wegen Ausfall des Projekts nicht erreicht werden kann, können beantragte Projektförderungen leider nicht bewilligt werden. Auch wenn bereits ein Bewilligungsbescheid erlassen wurde, können keine Auszahlungen mehr erfolgen, selbst wenn bereits Ausgaben geleistet wurden. Wenn Zuwendungsempfänger im Vorfeld der Pandemie bereits Fördermittel aufgrund eines Bewilligungsbescheids erhalten haben, werden diese jedoch ausnahmsweise nicht zurückgefordert.
  • Sofern dem Zuwendungsempfänger dadurch eine besondere existentielle Härte widerfährt, wird im Einzelfall eine einmalige institutionelle Förderung gewährt. Die Förderung kann maximal in Höhe der ausbleibenden Projektförderung erfolgen. Ein vollständiger Nachteilsausgleich ist nicht möglich.
  • Da bei kommunalen Antragstellern eine institutionelle Förderung grundsätzlich nicht möglich ist, ist bei Vorliegen einzelfallbezogener besonderer Härten eine Verschiebung des Projekts in das Jahr 2021 und eine Anpassung des Bewilligungszeitraums denkbar. Hierzu sollte unverzüglich Kontakt mit der Bewilligungsbehörde aufgenommen und die besondere Härte dargelegt werden.

Berlin

Das Land Berlin unterstützt die Berliner Wirtschaft mit verschiedenen Maßnahmen. Einige Töpfe sind jedoch bereits ausgeschöpft.

Stand: 15.05.2020

Soforthilfe II

Für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen können derzeit nur noch Hilfsgelder in Höhe der Bundeshilfen beantragt werden, also bis zu 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro Betriebe mit max. fünf bzw. zehn Beschäftigten. Die anfangs zusätzlich ausgezahlten 5.000 Euro aus Landesmitteln stehen inzwischen nicht mehr zur Verfügung. Vom Landeszuschuss konnten neben den laufenden betrieblichen Sach-und Finanzaufwendungen auch Personalkosten und Krankenversicherungskosten bezahlt werden. Das ist aus den jetzt noch gewährten Bundesmitteln nicht zulässig.

Weitere Informationen gibt es auf der Website der Investitionsbank Berlin (IBB)

Soforthilfe I

Auch die Beantragung von Darlehen im Rahmen der Rettungsbeihilfen Corona (Soforthilfe Paket I) ist bis auf Weiteres ausgesetzt, weil die anfangs bewilligten 100 Millionen Euro bereits mehr als ausgeschöpft sind.

Weitere Informationen gibt es auf folgender Seite der Investitionsbank.

Soforthilfe IV

Der Berliner Senat hat am 9. April 2020 ein weiteres Soforthilfepaket in Höhe von 30 Millionen Euro für kleine und mittlere Unternehmen im Medien- und Kulturbereich beschlossen, die nicht regelmäßig oder nicht überwiegend öffentlich gefördert werden und besonders hart von der Corona-Krise getroffen sind.

Die besonders hart von der Corona-Krise betroffenen Kultur- und Medienunternehmen mit i.d.R. über 10 Beschäftigten können Zuschüsse bis zu 25.000 EUR zur Überwindung einer existenzbedrohenden Wirtschaftslage beantragen. In begründeten Ausnahmefällen können bis zu 500.000 EUR beantragt werden.
Bis Freitag, 15. Mai 2020, 18:00 Uhr ist es möglich, einen Antrag zu stellen

 

Bereits bewilligten Projektförderungen und Ausschreibungen der Senatsverwaltung für Kultur und Europa

Bei Absage der Veranstaltungen aufgrund höherer Gewalt können die angefallenen Kosten als zuwendungsfähige Ausgabe anerkannt werden, ggf. sollte die Maßnahme digital durchgeführt werden oder später nachgeholt werden. Dies gilt auch, wenn bisher nur ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn bewilligt wurde.

Laufende Ausschreibungen der Kulturverwaltung

Bis auf Weiteres können Anträge wie üblich online hier eingereicht werden. Derzeit ist jedoch aufgrund von COVID-19 noch offen, ob und wann die Förderentscheidungen getroffen werden.

Weitere Informationen

Die LKJ Berlin hat eine Übersicht zu den Auswirkungen von Corona für die kulturelle Kinder-und Jugendbildung veröffentlicht.

Allgemeine Informationen für Unternehmen, also auch die der Kultur- und Kreativwirtschaft, finden Sie hier.

Weiter halten der Kulturförderpunkt Berlin und die Kulturwirtschaftsberatung Berlin Informationen bereit. Nähere Infos finden Sie hier.

Brandenburg

Brandenburgs Landesregierung hat ein Soforthilfeprogramm aufgelegt, das sich gezielt an kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler*innen richtet, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und Liquiditätsengpässe geraten sind.

Stand: 16.04.2020

Für Freiberufler*innen und Kleinunternehmen im Land Brandenburg wurde ein Soforthilfeprogramm aufgelegt. Es können Zuschüsse bei der Investitionsbank des Landes Brandenburg beantragt werden. Die Zuschüsse betragen bei bis zu  5 Erwerbstätige bis zu 9.000,- EUR, bis zu 15  Erwerbstätige bis zu 15.000,- EUR, bis zu 50 Erwerbstätige bis zu 30.000,- EUR und bis zu 100 Erwerbstätige bis zu 60.000,- EUR. Private Lebenshaltungskosten können aus dem Programm nicht bestritten werden.

Institutionell vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunstgeförderte Einrichtungen werden weiter gefördert. Auch Projekte sollen weiter gefördert werden. Hier soll das Gespräch mit den zuständigen Mitarbeiter*innen im Ministerium gesucht werden.

Bremen

Im Rahmen eines von der Senatorin für Wirtschaft aufgelegten Förderprogramms können Unternehmen in Bremen und Bremerhaven, die durch die Auswirkungen des Coronavirus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, Soforthilfen beantragen. Außerdem gibt es eine sioforthilfe für Künstler*innen.

Stand: 16.04.2020

Corona-Soforthilfe (Bundesprogramm)

Das Land Bremen gewährt Liquiditätshilfen für Soloselbstständige, Freiberuflich Tätige oder kleine Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten in Höhe der Bundeshilfen, also bis zu 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro Betriebe mit max. fünf bzw. zehn Beschäftigten. Kosten des privaten Lebensunterhalts wie die Miete der Privatwohnung, Krankenversicherungsbeiträge oder ein Unternehmerlohn können nicht durch die Soforthilfe abgedeckt werden.

Weitere Informationen und das Antragsformular gibt es bei der Bremer Aufbau-Bank (BAB).

Corona-Soforthilfe (Landesprogramm)

Kleine Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten können ein eigenes Sofortprogramm zur Abmilderung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona Krise in Anspruch nehmen. Sie können Zuschüsse für einen Zeitraum von max. drei Monaten von bis zu 20.000 Euro beantragen.

Weitere Informationen und das Antragsformular gibt es bei der Bremer Aufbau-Bank (BAB).

Hier gibt es einen Info-Ticker für Bremer und Bremerhavener Unternehmen.

Sofortprogramm zur Unterstützung freischaffender Künstler*innen

Der Bremer Senat hat am 31. März 2020 ein Sofortprogramm zur Unterstützung freischaffender Künstlerinnen und Künstler aufgrund der Auswirkungen der Coronavirus-Krise beschlossen. In dem Programm können selbständige Künstler*innen, die wegen der Coronavirus-Krise nachgewiesene Einnahmeausfälle seit dem Stichtag 18. März 2020 infolge der Absage von Veranstaltungen oder der Schließung von Einrichtungen haben, eine einmalige, nicht rückzahlbare Unterstützung in Höhe von bis zu 2.000 Euro erhalten. Es stehen Haushaltsmittel in Höhe von 500.000 Euro zur Verfügung. Wer Förderung aus dem Bundesprogramm (s. o.) bezieht, ist  von der Förderung ausgeschlossen.

Weitere Information gibt es beim Senator für Kultur.

Durch den Senator für Kultur geförderte Projekte

Für Projekte gilt:

  • Im Vertrauen auf Projekte getätigte Ausgaben werden als Vertrauensschutzregelung nicht zurückgefordert, auch wenn die Projekte nicht stattfinden können.
  • Projekte, die nach dem 19. April 2020 anberaumt sind, sollen weiter vorbereitet werden (falls möglich sollten auch alternative Termine vorüberlegt werden), bis ggf. über die Allgemeinverfügung vom 17. März hinausreichende Entscheidungen getroffen werden. Dabei weiterhin anfallende Kosten werden als Vertrauensschutzregelung nicht zurückgefordert, sollten die Projekte doch ausfallen müssen.

Durch die Senatorin fürfür Soziales, Jugend, Integration und Sport geförderte Projekte bzw. Träger

Einrichtungen, die im Auftrag der Sozialbehörde soziale Arbeit leisten, können auch weiterhin mit Entgelten und Zuwendungen durch die Sozialbehörde rechnen, wenn die Allgemeinverfügungen im Zuge der Covid-19-Pandemie sie in ihrer Arbeit hindern oder einschränken. Gehälter für festangestellte Mitarbeiter*innen, vertraglich bereits gebundene Honorarkräfte und Mieten sollen abgesichert werden. Auch Storno- oder anderweitige Ausfallkosten, zum Beispiel für abgesagte Veranstaltungen, könnten grundsätzlich abgerechnet werden, soweit die Eigenmittel des Trägers dazu nicht ausreichen.

Weitere Info gibt es in dieser Pressemitteilung.

Hamburg

Ergänzend zu den Hilfen des Bundes hat der Hamburger Senat weitere Maßnahmen für einen Hamburger Schutzschirm für Corona-geschädigte Unternehmen und Institutionen auf den Weg gebracht.

Stand: 17.04.2020

Hamburger Corona Soforthilfe (HCS)

Der Senat legt mit der Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB) ein Soforthilfeprogramm für kleine und mittlere Betriebe und Freiberufler*innen auf, die in eine existenzbedrohende Schieflage oder existenzgefährdende Liquiditätsengpässe geraten sind. Die Soforthilfe erweitert die Mittel aus dem Bundesprogramm um Landesmittel. Letzere dürfen von Soloselbsständigen auch zur Kompensation von Umsatz- und Honorarausfällen genutzt werden.

Die maximale Höhe der Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Mitarbeiter in Vollzeitäquivalenten (VZÄ). Die konkrete Höhe der Finanzhilfe bemisst sich nach dem Betrag des durch die Corona-Krise verursachten Liquiditätsengpasses in einem Zeitraum von drei Monaten.
 

Maximale Förderbeträge

Bund

Land

Summe

Solo-Selbstständige9.0002.50011.500
mehr als 1 bis 5 Mitarbeiter9.0005.00014.000
mehr als 5 bis 10 Mitarbeiter15.0005.00020.000
mehr als 10 bis 50 Mitarbeiter025.00025.000
mehr als 50 bis 250 Mitarbeiter030.00030.000


Gemeinnützige oder Non-Profit-Organisationen sind ebenfalls antragsberechtigt.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Antragstellung gibt es bei der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg).

Finanzierungssicherheit für Zuwendungsempfänger

Förderzusagen der Stadt bestehen, auch wenn die geplanten Produktionen und Projekte jetzt nicht oder in anderer Form umgesetzt werden können.

Zusätzliches Hilfspaket Kultur

Die Behörde für Kultur und Medien (BKM) hat Hilfspaket Kultur im Wert von 25 Millionen Euro geschnürt. Damit will die Behörde in Ergänzung bereits bestehender Fördermöglichkeiten finanzielle Hilfen für kulturelle Einrichtungen leisten, die durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohliche wirtschaftliche Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind. Förderfähig sind kulturelle Einrichtungen wie Privattheater oder Musik-Clubs. Im Rahmen der Prüfung des Antrags wird bewertet, ob bzw. dass die sonstigen einschlägigen öffentlichen Soforthilfen (insbesondere die Hamburger Corona Soforthilfe, ggf. Kurzarbeitergeld, Grundsicherung für Selbständige, Mietstundungen etc.) in Anspruch genommen oder zumindest beantragt wurden.

Weitere Informationewn gibt es bei der Behörde für Kultur und Medien.

Kredite für Unternehmen

 
Für Kulturinstitutionen (IFB-Förderkredit Kultur) und Sportvereine (IFB-Förderkredit Sport)  hat die IFB ein neues Fördermodul gestartet. Der Kreditrahmen soll jeweils in der Regel bis zu 150.000 Euro betragen.

In Vorbereitrung ist außerdem ein ein allgemeines Kreditprogramm (HamburgKredit-Liquidität (HKL)), das kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit einem Kreditvolumen von je bis zu 250.000 Euro ausstatten soll.

Förderung durch die Hamburgische Kulturstiftung

Die Förderzusagen der Hamburgischen Kulturstiftung bleiben bestehen. Für bereits zugesagte Projekte und Antragsteller*innen hat die Stiftung ein PDF mit den wichtigsten Informationen zur Förderung zusammengestellt.

Die Stiftung hat außerdem einen Spendenaufruf für einen Hilfsfonds für Künstler*innen in Hamburg gestartet.

Service-Hotline

Die Hamburg Kreativ Gesellschaft hat eine Service-Hotline für Kreativschaffende unter der Telefonnummer 040 - 23724965 eingerichtet.

Weitere Informationen

Hamburg.de: Hilfsmaßnahmen für Kultur und Kreativwirtschaft in Hamburg

STADTKULTUR HAMBURG: Laufend aktualisierte Informationen zum Coronavirus

Hamburg Kreativ Gesellschaft: COVID-19 – Auswirkungen auf die Kreativwirtschaft

Hessen

Das Land Hessen hat ein Soforthilfeprogramm für Unternehmen aufgesetzt, das die Mittel der Bundesregierung aufstocken soll.

Stand: 15.05.2020

Das Land Hessen stockt die Mittel der Bundesregierung mit einem eigenen Zuschuss auf. Insgesamt stehen für Solo-Selbstständige, Freiberufler*innen, Künstler*innen sowie Kleinst- und Kleinunternehmen mit bis zu 50 Mitarbeiter*innen mehr als zwei Milliarden Euro von Bund und Land zur Verfügung.

Corona-Soforthilfe

Die Corona-Soforthilfe wird als einmaliger nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt. Sie beträgt inklusive der Bundesförderung bei 

  • bis zu 5 Beschäftigten: 10.000 Euro für drei Monate,
  • bis zu 10 Beschäftigten: 20.000 Euro für drei Monate,
  • bis zu 50 Beschäftigten: 30.000 Euro für drei Monate.

Anträge können ab dem 30. März 2020 beim Regierungspräsidium Kassel und dann ausschließlich online gestellt werden. In Hessen wird nur die Stellung eines Antrages notwendig sein, um sowohl die Bundes- als auch die Landesförderung zu erhalten.

Weitere kurzfristige Liquiditätshilfe durch Darlehen

Freiberufler*innen sowie kleine und mittlere Unternehmen können im Programm Liquiditätshilfe für kleine und mittlere Unternehmen in Hessen über ihre Hausbank Nachrangdarlehen zwischen 5.000 Euro und 200.000 Euro erhalten. Dabei sind zwei Jahre tilgungsfrei. Nähere Auskunft erteilt die WIBank.

Weitere Informationen gibt es beim Hessischen Wirtschaftsministerium.

Förderprogramm zur „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“

Das Land Hessen hat am 20. April 2020 ein Förderprogramm „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit“ gestartet, um die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie für die hessische Vereins- und Kulturlandschaft abzufedern. Nähere Informationen erhalten Sie bei der hessischen Landesregierung.

Kulturpaket

Am 11. Mai 2020 hat die hessische Landesregierung ein weiteres umfassendes Unterstützungspaket verabschiedet, mit dem Künstler*innen, Festivals sowie Kultureinrichtungen und Spielstätten in den Zeiten der Einschränkungen entlastet und beim Neubeginn unterstützt werden sollen. Weitere Informationen dazu gibt es beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Ab 1. Juni 2020 können Anträge bei der Hessischen Kulturstiftung gestellt werden.

Überblick

Alle bisherigen Hilfspakete der Landesregierung und die drei Phasen des Kulturpakets sind in diesem Zeitstrahl zusammengefasst.

Mecklenburg-Vorpommern

Die Landesregierung hat sich auf die Schaffung des „MV-Schutzfonds“ verständigt. Mit einem Maßnahmenpaket von insgesamt 1,1 Milliarden Euro sollen die Unternehmen im Land unterstützt und Arbeitsplätze gesichert werden.

Stand: 22.04.2020

Soforthilfe

Das Land Mecklenburg-Vorpommern gewährt von der Coronakrise besonders geschädigten gewerblichen Unternehmen und Angehörigen der Freien Berufe einschließlich Kulturschaffender Zuschüsse zur Überbrückung des Liquiditätsengpasses. Sie können beim Landesförderinstitut beantragt werden.

Nähere Informationen finden Sie auf diesem Merkblatt .

Überbrückungsdarlehen

Für alle Unternehmen stehen 200 Mio. Euro für weitgehend zinsfreie Überbrückungsdarlehen bereit. Der Bürgschaftsrahmen des Landes wird um 400 Millionen auf 1,6 Milliarden Euro erhöht. 100 Mio. Euro werden für ein Beteiligungsprogramm bereitgestellt, mit dem sich das Land zeitweilig an Unternehmen beteiligen kann, um diese zu stabilisieren. Die verschiedenen Hilfen für Unternehmen schließen sich nicht gegenseitig aus.

Unterstützung von Vereinen, gemeinnützigen Organisationen und sozialen Einrichtungen

Das Kabinett hat am 21.04.2020 die Einrichtung eines Sozialfonds in Höhe von insgesamt 20 Millionen Euro beschlossen und damit eine Entschließung des Landtags umgesetzt. Mit den Landeshilfen sollen Vereine, gemeinnützige Organisationen, Erholungs- und Freizeiteinrichtungen für Familien, Frauenhäuser und soziale Einrichtungen der Daseinsvorsorge deren Bestand durch die Auswirkungen der Corona-Krise gefährdet sind, unterstützt werden.

Detaillierte Informationen und Kontaktadressen wurden von der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern zusammengestellt.

Rettungsring MV - schnelle Hilfen für die Wirtschaft

Damit Unternehmer*innen einen tagesaktuellen Überblick erhalten und schnell auf vorhandene Soforthilfen des Bundes und des Landes zugreifen können, haben die kommunalen Wirtschaftsförderer Mecklenburg-Vorpommerns dieses Informations- und Serviceportal geschaffen.

Niedersachsen

Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung hat eine Informationsseite online gestellt, auf der wichtige Informationen für die niedersächsische Wirtschaft und die Kontaktdaten der relevanten Ansprechpartner*innen gebündelt sind.

Stand: 23.04.2020

Nähere Informationen zum Sofort-Hilfe Programm Niedersachsen:

Das Zuschussprogramm „Liquiditätssicherung für kleine Unternehmen“ richtet sich an gewerbliche Unternehmen und Angehörige freier Berufe in Betrieben mit bis zu 49 Beschäftigten. Mit der Förderung soll Unternehmen, freiberuflich Tätigen, Soloselbständige (auch Künstler und Kulturschaffende) geholfen werden, die sich aufgrund der Coronavirus-Krise in einer existentiellen Notlage befinden.

Diese Hilfen stehen auch Startups zur Verfügung, wenn diese jünger als 5 Jahre sind. Das gilt auch wenn diese vor Ausbruch der Corona-Krise noch keine schwarzen Zahlen geschrieben haben. Voraussetzung ist im Kern ein tragfähiges Geschäftsmodell und eine positive Einschätzung der weiteren Unternehmensentwicklung. Für den speziellen Bedarf der Startups sind 5 Millionen Euro reserviert.

Das Kreditprogramm Liquiditätshilfe, über welches kurzfristig Kredite von bis zu 50.000 Euro pro Fall vergeben werden können, richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen. Eine Sicherheit muss nicht erbracht werden. Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen, die ein tragfähiges Geschäftsmodell haben und Perspektiven aufweisen, jedoch z. B. auf Grund von temporären Umsatzrückgängen im Zuge der Corona-Krise einen erhöhten Liquiditätsbedarf aufweisen, zu unterstützen.

Corona-Soforthilfe des Landes Niedersachsen mit Unterstützung des Bundes

Wenn Sie als Soloselbstständige*r oder Angehörige*r der Freien Berufe oder als kleines Unternehmen mit bis zu 49 Beschäftigten, in Folge der Covid-19- Pandemie in Ihrer Existenz bedroht sind, können Sie eine Soforthilfe bei der NBank elektronisch beantragen.

Förderprogramm Digitalbonus.Niedersachsen

Ab sofort können niedersächsische Unternehmen den Zuschuss von bis zu 10.000 Euro explizit auch für Homeoffice-, Videokonferenz- und Telemedizintechnik beantragen.

Wer einen Antrag gestellt hat, kann diese Technik umgehend beschaffen – ohne wie sonst üblich auf den Förderbescheid warten zu müssen. Insbesondere in der aktuellen Situation wird so die Beschaffung erheblich beschleunigt.

Der Digitalbonus.Niedersachsen kann bei der NBank beantragt werden. Die Investitionen müssen mindestens 5.000 Euro betragen. Der Zuschuss beträgt bis zu 50 Prozent für kleine Unternehmen und bis zu 30 Prozent für mittlere Unternehmen.

Nordrhein-Westfalen

Um Betroffenen unverzüglich zu helfen und Liquiditätsengpässe zu vermeiden, hat die Landesregierung von Nordrehein-Westfalen Soforthilfen für Kultur und Weiterbildung beschlossen.

Stand: 17.04.2020

Soforthilfe für Künstler*innen

Das am 20. März als Überbrückungshilfe angelaufene Sonderförderprogramm des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft in Höhe von 5 Mio. Euro ist inzwischen ausgeschöpft. An einer Folgelösung wird derzeit gearbeitet. Weitere Informationen gibt es beim Ministerium für Kultur und Wissenschaft.

NRW-Soforthilfe 2020

Aufgrund von Betrugsfällen mit Fake-Internetseiten und der Ermittlungen des Landeskriminalamtes (LKA) hatte das Wirtschaftministerium das Antragsverfahren und die Auszahlung der NRW-Soforthilfe 2020 vorübergehend gestoppt.

Seit dem 17. April können wieder Anträge auf Corona-Soforthilfe gestellt werden unter: https://soforthilfe-corona.nrw.de

Im Soforthilfeprogramm „NRW-Soforthilfe 2020“ sind Künstler*innen und freiberuflich tätige Dozent*innen der gemeinwohlorientierten Weiterbildung und der Politischen Bildung, die diese Tätigkeit als Haupterwerb betreiben, als Solo-Selbstständige antragsberechtigt. Die Soforthilfe darf jedoch nur für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten und Ähnliches eingestzt werden, aber nicht für private Lebenshaltungskosten.

Die Soforthilfe erfolgt im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses. Sie ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt für drei Monate:

  • 9.000 Euro für antragsberechtigte Solo-Selbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten,
  • 15.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten,
  • 25.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten

Weitere Informationen finden sich beim NRW- Wirtschaftministerium.

Kultureinrichtungen

Bereits bewilligte bzw. derzeit noch in Prüfung befindliche Förderungen in Höhe von mehr als 120 Millionen Euro werden in jedem Falle ausgezahlt – auch dann, wenn die Veranstaltungen und Projekte wegen Corona abgesagt oder verschoben werden müssen. Zusätzliche Ausnahmeregelungen sollen Veranstalter und Einrichtungen finanziell wie zeitlich entlasten: So können etwa Ausfallkosten, die durch Absagen entstehen, als zuwendungsfähige Ausgaben im Rahmen der Förderungen anerkannt werden sowie die üblicherweise bei der Ver-wendung von Fördermittel geltenden zwei-Monats-Fristen gelockert werden.

Einrichtung der Weiterbildung und politischen Bildung

Auch im Bereich der gemeinwohlorientierten Weiterbildung und politischen Bildung plant die Landesregierung, die bereits bewilligten gesetzlichen Fördermittel in Höhe von ebenfalls rund 120 Millionen Euro fortlaufend und beschleunigt auszuzahlen, auch wenn Bildungsveranstaltungen wegen der Corona-Pandemie derzeit nicht durchgeführt werden können. Dadurch soll das Risiko verringert werden, dass die Einrichtungen in akute Liquiditätsprobleme kommen.

Außerdem arbeitet das Ministerium für Kultur und Wissenschaft an einem Hilfsprogramm für die Einrichtungen, um vor allem die fehlenden Einnahmen durch den Wegfall von Kursgebühren oder Teilnehmerbeiträgen auszugleichen, die im Bereich der gemeinwohlorientierten Weiterbildung etwa ein Drittel der regelmäßigen Einnahmen ausmachen.

Kindertagesbetreuung und Ganztag

Land und Kommunen haben in gemeinsamer Verantwortung die vollständige Weiterfinanzierung der Kindertageseinrichtungen, der Kindertagespflege und der Ganztagsangebote in den Schulen unabhängig von der konkreten Inanspruchnahme zugesagt.

Weitere Informationen

Der Landesjugendring NRW wird in den nächsten Tagen auf seiner Website Antworten auf häufig gestellte Abrechnungsfragen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zusammenfassen und diese möglichst aktuell halten.

Die LKJ NRW hat Aktuelles zur Corona-Krise zusammengestellt.

Rheinland-Pfalz

Das Landeskabinett hat einen „Schutzschild für Rheinland-Pfalz“ beschlossen. Die Landesregierung will für die Bekämpfung der Corona-Pandemie und ihrer Folgen 3,3 Milliarden Euro in einer Kombination aus Bürgschaften, Barmitteln und Verpflichtungsermächtigungen bereitstellen. Außerdem wurde ein Hilfprogramm für den Kulturbereich gestartet.

Stand: 05.05.2020

Soforthilfe des Bundes

Das Soforthilfeprogramm des Bundes richtet sich an Kleinunternehmen, Soloselbstständige und Angehörige Freier Berufe aus allen Wirtschaftsbereichen, die durch Liquiditätsengpässe in Folge der Corona-Pandemie in ihrer Existenz bedroht sind.

Zukunftsfonds "Starke Wirtschaft Rheinland-Pfalz"

Unternehmen bis einschließlich 30,0 Beschäftigten wird zusätzlich ein Landesprogramm aus dem „Zukunftsfonds Starke Wirtschaft Rheinland-Pfalz“ bereitgestellt, welches über die Hausbanken beantragt wird. Es handelt sich hierbei um das Darlehensprogramm „Corona Soforthilfe Kredit RLP“. In diesem Programm wird ergänzend ein Zuschuss in Höhe von 30 % des Darlehensbetrages gewährt. Es ergänzt die Soforthilfen des Bundes und erweitert diese zudem auf Unternehmen bis zu 30 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente). Antragsberechtigt sind Soloselbstständige, Freiberufler, Unternehmen und Landwirtschaft mit Sitz in Rheinland-Pfalz.

Der Corona Soforthilfe Kredit RLPwird über die Hausbank beantragt und ist bis zum 31.03.2022 tilgungsfrei. Er gilt für

  • Solo-Selbstständige und Unternehmen bis zu 10 Beschäftigte:
    Sofortdarlehen über 10.000 Euro.
  • Unternehmen mit bis zu 30 Beschäftigte:
    Sofortdarlehen über 30.000 Euro sowie ein Zuschuss über 9.000 Euro.

Weitere Informationen gibt es bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz.

Kulturprogramm „Im Fokus. 6 Punkte für die Kultur“

Mit einem neu eingerichteten Kulturprogramm möchte das Land Rheinland-Pfalz Künstler*innen und Kultureinrichtungen stärken. Mit den Hilfsmaßnahmen soll Kultur trotz Corona stattfinden können und die rheinland-pfälzische Kulturszene während und nach Corona erhalten bleiben. Es geht darum, künstlerisches Schaffen zu fördern, Darstellungsmöglichkeiten und Veranstaltungen neu zu denken und zu etablieren und digitale Formate auszubauen.

Weitere Informationen gibt es unter https://www.fokuskultur-rlp.de/

Projektförderung des Landes

Die Förderbedingungen in Rheinland-Pfalz werden der aktuellen Situation angepasst:

  • Zuwendungsempfänger*innen erhalten ihre Förderungen auf der Grundlage ihrer Anträge, die sie bereits bis Ende Februar an das Land gestellt hatten.
  • Grundlegend ist die Verpflichtung durch Veränderungen oder Verschiebungen des Projekts einen möglichen finanziellen Schaden zu minimieren.
  • Für alle Projektförderungen des Landes wird der Bewilligungszeitraum bis zum Ende des Jahres verlängert. Damit werden die Veranstalter*innen unbürokratisch in die Lage versetzt, Veranstaltungen nicht abzusagen, sondern zu verschieben, eventuell bis zum Ende des Jahres.
  • Bei Veranstaltungen oder Projekte, die abgesagt wurden oder noch abgesagt werden müssen, soll die Förderung nicht zurückgefordert werden.
  • Bereits getätigte und nicht mehr abwendbare Ausgaben bzw. Verpflichtungen kann der Zuwendungsempfänger nun im Verwendungsnachweis als Ausgaben geltend machen.
  • Ebenso werden die institutionellen Förderungen unbürokratisch gehandhabt und so bewilligt wie im Haushaltsplan des Landes vorgegeben, damit die Liquidität dieser Einrichtungen sichergestellt ist.

Kultursommer

  • Projektverschiebungen sind bis zum Ende des Kalenderjahres möglich.
  • Projektänderung zur Minimierung des finanziellen Schadens werden unbürokratisch zugelassen.
  • Bei Projektabsagen können bereits getätigte oder nicht mehr abwendbare Verpflichtungen im Verwendungsnachweis geltend gemacht werden.
  • Zugesagte Förderung werden soweit wie möglich ausgezahlt. Sie können nun sofort abgerufen werden, die Frist „2 Monate vor Veranstaltungsbeginn“ ist aufgehoben.
  • Es wird darum gebeten, das Team des Kultursommers schnellstmöglich über geplante Änderungen von Projekten zu informieren, um die weitere Verbreitung falscher und veralteter Daten zu vermeiden oder zu korrigieren.

Weitere Informationen

Das Kulturbüro Rheinland-Pfalz der LAG Soziokultur & Kulturpädagogik Rheinland-Pfalz hat ein Corona-FAQ für die Kulturschaffenden in Rheinland-Pfalz zusammengestellt.

Saarland

Die Mittel, die das Saarland als Soforthilfe zur Verfügung gestellt hatte, sind erschöpft. Daher kann eine Soforthilfe nur noch über das Soforthilfeprogramm des Bundes beantragt werden.

Stand: 23.04.2020

Soforthilfe

Anträge auf Soforthilfe sind ab sofort nur noch über das Bundesprogramm möglich. Bereits eingegangene Anträge werden noch bearbeitet.

Weitere Informationen und das Antragsformular gibt es auf der Website der Landesregierung.

Hier hat sie außerdem ein FAQ für Kulturschaffende veröffentlicht.

Projektförderung

Kulturelle Projekte, deren Förderung das Land zugesagt hat, müssen sich nicht an eine zeitliche oder örtliche Vorgabe halten. D.h. Produktionen können nachgeholt werden oder aber ins Digitale übertragen werd

Sachsen

Das Sächsische Wirtschaftsministerium hat ein Sonderprogramm für Selbstständige und Kleinstunternehmen auf den Weg gebracht.

Stand: 26.04.2020

Soforthilfe-Darlehen „Sachsen hilft sofort“

Ab sofort können Einzelunternehmer*innen, Freiberufler*innen und Kleinstunternehmen in Sachsen das Soforthilfe-Darlehen „Sachsen hilft sofort“ beantragen. Das zinsfreie Darlehen muss drei Jahre lang nicht zurück gezahlt werden. Die bankübliche Bonitätsprüfung entfällt. Das Darlehen wird als Projektförderung durch ein zinsloses, am Liquiditätsbedarf (weiterlaufende Betriebsausgaben) für zunächst vier Monate orientiertes Nachrang-Darlehen von mindestens 5.000 Euro und höchstens 100.000 Euro gewährt. Anträge können bei der Sächsischen Aufbaubank gestellt werden.

Soforthilfe des Bundes

Zuschüsse für Soloselbständige und Kleinstunternehmen: Infos zur Corona-Soforthilfe des Bundes gibt es bei Kreatives Sachsen.

Sachsen-Anhalt

Mit dem Programm "Sachsen-Anhalt ZUKUNFT - Die Corona-Soforthilfe" unterstützen der Bund und das Land Sachsen-Anhalt bei der Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen. Die Finanzhilfe soll zur Existenzsicherung und zur Aufrechterhaltung der Betriebsfähigkeit dienen.

Stand: 24.04.2020

Corona-Soforthilfe

Gefördert werden Solo-Selbständige, Unternehmen mit bis zu 50 Erwerbstätigen sowie Freiberufler*innen.

Das Gesamtvolumen der Zuschüsse beträgt insgesamt 150 Millionen Euro. Diese werden für Unternehmen gestaffelt als einmalige nicht rückzahlbare Leistung ausgezahlt:

Unternehmen mit

  • bis zu 5 Mitarbeitern erhalten bis zu 9.000 Euro,
  • 6 bis 10 Mitarbeitern bis zu 15.000 Euro,
  • 11 bis 25 Mitarbeitern bis zu 20.000 Euro,
  • 26 bis 50 Mitarbeitern bis zu 25.000 Euro.

Detaillierte Informationen gibt es bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt.

Weitere Informationen

Das Landeszentrum Freies Theater Sachsen-Anhalt informiert fortlaufend über Tipps, Hilfen usw. in seinem Sondernewsletter Corona.

 

Schleswig-Holstein

Gemeinsam mit dem Bund will das Land Schleswig-Holstein Unternehmen und selbständige in der Coronakrise unterstützen und hat dafür verschiedene Hilfsprogramme aufgelegt

Stand: 27.04.2020

Corona-Soforthilfe

Die Bundesregierung unterstützt kleine Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten sowie Solo-Selbständige mit Soforthilfen in Höhe von bis zu 15.000 €  für drei Monate. Das Corona-Soforthilfeprogramm des Bundes wird über die Investitionsbank Schleswig-Holstein abgewickelt.

Soforthilfen des Landes

Mit einem eigenen Zuschussprogramm fördert die Landesregierung Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten. Diese können Fördergelder von bis zu 30.000 € beantragen. Die Anträge werden ebennfalls bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein gestellt.

Weitere Hilfen

Das Land Schleswig-Holstein stellt darüber hinaus auch Hilfen für Kultureinrichtungen zur Verfügung. Künstler können aus dem "Kulturhilfefonds SH" Soforthilfen in Höhe von 500,-€ beantragen.

 

 

Thüringen

Der Freistaat Thüringen hat ein Soforthilfeprogramm als Entschädigung für Klein- und Kleinstunternehmen sowie einen umfangreichen Schutzschirm für Unternehmen und Beschäftigte in der Corona-Krise aufgelegt.

Stand: 27.04.2020

Soforthilfeprogramm

Unternehmen sollen schnellen und unbürokratischen Zugang zu Krediten und Darlehen, Beteiligungen, aber auch direkte Zuschüsse bekommen.

Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft und Solo-Selbständige

Diese können bei der Thüringer Aufbaubank Soforthilfen als Zuschüsse beantragen. Solo-Selbständige und Unternehmen bis zu 5 Beschäftigte können 5.000 Euro beantragen, Unternehmen mit 6-10 Beschäftigten 10.000 Euro, Unternehmen mit 11-25 Beschäftigten 20.000 Euro sowie Unternehmen mit 26-50 Beschäftigten 30.000 Euro.

Soforthilfe für gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen

Ergänzend gibt es ein Soforthilfeprogramm für privatrechtlich organisierte gemeinnützige Thüringer Einrichtungen sowie Träger aus den Bereichen Jugend, Soziales, Kunst und Kultur, Bildung, Sport und Medien aufgelegt, das sich an diejenigen richtet, die von der Soforthilfe des Bundes und des Freistaats Thüringen bislang nicht erfasst werden.

Nähere Informationen erhalten Sie auf den Seiten der GFAW – Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschafts- förderung des Freistaats Thüringen mbH.

Auch Kreative Deutschland, der Bundesverband der Kultur- und Kreativwirtschaft Deutschland, bietet einen laufend aktualisierten Überblick über Hilfsangebote in den einzelnen Bundesländern.

Allgemeine Hinweise für Selbstständige mit Verdienstausfällen

1. Verdienstausfälle dokumentieren

Grundsätzlich ist es ratsam, Verdienstausfälle zu dokumentieren. Sammeln Sie Verträge, Auftragsbestätigungen, Mails, Briefe, Kurznachrichten etc., mit denen Sie nachweisen können, welche Aufträge Sie erhalten und wieder verloren haben. Das Landeszentrum Freies Theater Sachsen-Anhalt (LanZe) hat eine Vorlage für die Dokumentation von Verdienstausfällen (Excell-Tabelle) aufgrund der Absage von Veranstaltungen erarbeitet.

2. Vermindertes Einkommen der KSK melden

Mitglieder der Künstlersozialkasse (KSK) sollten dieser ihr zu erwartendes vermindertes Einkommen  melden. Damit sinken die monatlichen Beitragszahlungen. Der Versicherungsschutz bleibt im laufenden Jahr auch dann bestehen, wenn das Mindesteinkommen von 3.900 Euro jährlich nach aktueller Einschätzung nicht erreicht werden kann. Hier geht es direkt zum Antragsformular (PDF). Hier gibt es weitere Hinweise der KSK zu den Folgen der Corona-Pandemie.

3. Entschädigung des Verdienstausfalls durch Quarantäne

Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) einem Tätigkeitsverbot bzw. einer Quarantäne unterliegt und einen Verdienstausfall erleidet, ohne krank zu sein, erhält grundsätzlich eine Entschädigung. Auch Selbstständige und Freiberufler*innen erhalten den Verdienstausfall ersetzt. Der Antrag muss innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Einstellung des Tätigkeitsverbots oder Ende der Quarantäne gestellt werden. Zuständig sind je nach Bundesland die Gesundheitsämter oder die Bezirksregierungen. 

4. Unterstützung durch Verwertungsgesellschaften

Über die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) können Inhaber*innen eines Wahrnehmungsvertrags eine einmalige Soforthilfe in Höhe von 250 Euro beantragen, wenn sie durch virusbedingte Veranstaltungsabsagen Honorarausfälle erlitten haben.

Wortautor*innen und Verleger*innen haben die Möglichkeit über den Sozialfonds der VG Wort ein zinsloses Darlehen bis max. 1.000 Euro beantragen beantragen. Für den Antrag sind Angaben zu Einkünften und Vermögenslage notwendig.

Die VG Bildkunst bringt in Kürze so viele Ausschüttungen wie möglich auf den Weg. Einmalige Sonderzahlungen über das Sozialwerk werden momentan geprüft.

Die GEMA  hat ein Corona-Nothilfe-Programm für GEMA-Mitglieder auf den Weg gebracht. Je nach seiner persönlichen Betroffenheit durch die Corona-Pandemie können Mitglieder Übergangshilfen von bis zu 5.000 Euro beantragen.

Die Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger stellt einen Hilfetopf über 50.000 Euro für alle in Not geratenen Theaterschaffenden zur Verfügung. Gezahlt werden 500 Euro Sofort-Ausfall-Ausgleichszahlung pro Person. Enzelheiten und Informationen zum Antrag gibt es unter gdba(at)buehnengenossenschaft.de.

 

Gefördert durch

Zur Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) ist der Dachverband für Kulturelle Bildung in Deutschland.