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Weltweite Verständigung über Kulturelle Bildung: 3. UNESCO-Weltkonferenz

29.02.24

Bild: BKJ

Im Februar fand in Abu Dhabi die 3. UNESCO Weltkonferenz zur kulturellen und künstlerischen Bildung statt. Die BKJ war dabei, vertreten von der Vorsitzenden Prof.in Dr.in Susanne Keuchel als einzige zivilgesellschaftliche Vertreterin aus Deutschland. In einem Fachgespräch hat sie gemeinsam mit Roman Luckscheiter, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission, im Nachgang die Ergebnisse vorgestellt.

An der Weltkonferenz haben Vertreter*innen aus 125 Staaten teilgenommen. Der Austausch zwischen zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und Regierungsvertreter*innen war leider nur in geringem Maße möglich und leider nicht in dem Maße, wie das 2010 bei der 2. Weltkonferenz in Seoul der Fall war.

Ein Ergebnis der Konferenz ist die Verabschiedung des „Framework for Culture and Arts Education“ – ein UNESCO-Rahmenwerk über Kulturelle Bildung im 21. Jahrhundert. Es betont zum ersten Mal auf Weltebene, wie wichtig es ist, dass formale, nicht-formale und informelle Kulturelle Bildung zusammenwirken und auch politisch und strategisch zusammen gedacht werden müssen.

In der Vorstellung der Ergebnisse wurde die Wichtigkeit der im Framework verankerten regelmäßigen Staatenberichte zur Umsetzung des Framework betont, die auf freiwilliger Basis für die UNESCO erstellt werden sollen. Das könne zum ersten Mal zu einem regelmäßigen Monitoring von Entwicklungen in der Kulturellen Bildung weltweit führen.

Deutlich wurde im internationalen Vergleich, so Susanne Keuchel, dass das übliche konzeptionelle Verständnis von Kultureller Bildung überdacht und erweitert werden müsse, z. B. durch eine stärkere Beachtung indigener kultureller Ausdrucksformen, die in vielen von Kolonialismus geprägten Ländern, eine zunehmend wichtige Rolle spielen.

Hervorgehoben wurden auch die Ansätze aus verschiedenen Staaten, die eine wichtigere Rolle der jungen Menschen selbst bei der konzeptionellen Weiterentwicklung von kulturellen Bildungsangeboten vorsehen und diese dort selbst entscheiden sollen, welche Form von Kultureller Bildung sie sich vorstellen und wünschen.

Anlässlich des Fachgesprächs zu den Ergebnissen der 3. UNESCO Weltkonferenz zur kulturellen und künstlerischen Bildung sagt die BKJ-Vorsitzende Prof.in Dr.in Susanne Keuchel zusammenfassend:

Wir begrüßen außerordentlich, dass die UNESCO-Weltkonferenz zur kulturellen und künstlerischen Bildung neben dem Curricularen den wichtigen Stellenwert non-formaler Bildung unterstreicht. Mit der gleichberechtigten Anerkennung non-formaler und informeller kultureller Bildung werden endlich auch postkoloniale und indigene Perspektiven integriert. Das ist eine gute Nachricht für Gleichberechtigung und Diversität und ein wichtiger Schritt für eine weltweite Verständigung. Dass auch zivilgesellschaftliche Akteure in Side Events auf dieser Konferenz eingebunden wurden, ist ebenfalls positiv hervorzuheben. Zivilgesellschaft ist die grundlegende Basis zum Ausbau kultureller Bildungslandschaften. Es wäre daher zu wünschen, dass bei einer kommenden Weltkonferenz künftig wieder die gesamte Breite der Zivilgesellschaft beteiligt wird.

Prof.in Dr.in Susanne Keuchel, BKJ-Vorsitzende

In englischer Sprache ist das Framework hier veröffentlicht. Sobald die deutsche Version veröffentlicht ist, informieren wir auf unserer Website und im BKJ-Newsletter.

Viele der im Nachgang der Weltkonferenz angesprochenen Themen und Dimensionen der Kulturellen Bildung werden im neuen BKJ-Positionspapier „Europäische und weltweite Perspektiven. Grenzen überschreiten im Denken und Handeln“ aufgegriffen und dafür Handlungsempfehlungen gegeben.

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