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VS fordert Solidarität und veröffentlicht Handreichung für Kulturschaffende in der Corona-Krise

18.03.20

Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS in ver.di) fordert neben einer Notfallkasse für existentiell bedrohte Kulturschaffende und -betriebe auch eine Senkung des KSK-Mindestverdienstes für 2020.

„In Zeiten einer so außergewöhnlichen Krise wie der durch Covid-19 sieht man, wie finanziell fragil der Kultursektor in Deutschland ist. Die Kulturbranche und die öffentliche Hand müssen nun solidarisch zusammenstehen und kurz- und mittelfristige Hilfestellungen geben, damit der Kulturbereich nicht irreparabel beschädigt wird.“

Lena Falkenhagen, Bundesvorsitzende des Verbands deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS in ver.di)

Handlungsempfelungen

Für eine erste Orientierung hat der VS eine Handreichung verfasst, die Schritte für Schriftsteller*innen und andere Kulturschaffende in Krisensituationen enthält. Die Empfehlungen umfassen nicht nur eine Anleitung für die Ausfalldokumentation und weitere Tipps für Betroffene, sondern auch zahlreiche konkrete Vorschläge für die öffentliche Hand, Auftrageber*innen, Verlage, Verwertungsgesellschaften, Vereine, Leser*innen und Medien, wie sie freiberufliche Kulturschaffende entlasten und unterstützen können.

Der VS ist auch an die Künstlersozialkasse (KSK) herangetreten. „Ein flächendeckend von Verdienstausfällen geprägtes Jahr darf nicht normal in die Betrachtung des Mindestverdienstes in der KSK eingerechnet werden. Sonst verlieren selbständige Künstlerinnen und Künstler noch ihre geförderte soziale Absicherung durch die KSK“, betont Lena Falkenhagen. Die Bundesvorsitzende des VS rät: „Kulturstaatsministerin Grütters sicherte schnelle Hilfe auch für Freiberuflerinnen und Freiberufler zu. Wie viel Geld zur Verfügung steht und wie die Gelder verteilt werden, ist noch unklar. Wir empfehlen daher die Selbstdokumentation der Ausfälle. So kann man seine Verluste im Zweifel nachweisen.“

Der VS fordert:

  • Eine Notfallkasse des Bundes für existentiell bedrohte freie Kulturschaffende und -betriebe, nicht nur für Schriftsteller*innen;
  • Öffentliche Gelder im Kulturbereich müssen weiterfließen, auf Rückforderungen bei ausgefallenen Veranstaltungen sollte verzichtet werden;
  •  Reduzierung oder Aussetzung des Mindestverdienstes zur Berechnung der Mitgliedschaft in der KSK.

Der VS unterstützt die Forderungen der ver.di:

  • Vorübergehende unbürokratische Absenkung der Sozialversicherungsbeiträge;
  • Senkung der oder Verzicht auf Einkommenssteuer-Vorauszahlungen.

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