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„Seoul Agenda“ auf dem Prüfstand: Internationale Konferenz zieht Bilanz und fordert konkrete Schritte

07.11.19

180 Expert*innen aus 47 Ländern berieten vom 28. Oktober bis zum 1. November 2019 in Frankfurt, ob die Ziele der „Seoul Agenda“ der UNESCO von 2010 erreicht wurden und mehr Jugendliche weltweit Zugang zu Angeboten Kultureller Bildung haben.

Sie kamen zu dem Schluss: Dies ist in den meisten Ländern nicht der Fall, in manchen hat sich die Situation verschlechtert, in anderen entwickeln sich Projekte, die jedoch nur wenigen zugänglich sind. Der Präsident der World Alliance for Arts Education (WAAE), Robin Pascoe, forderte unter großem Beifall die UNESCO und ihre Mitgliedsstaaten auf, die kulturelle Bildung wieder auf ihre Tagesordnung zu setzen, die Entwicklung seit 2010 valide zu untersuchen und nächste Schritte, u. a. mit einer weiteren UNESCO-Weltkonferenz nach Lissabon 2006 und Seoul 2010 einzuleiten. In einer Grußbotschaft versprach der stellvertrende Generaldirektor für Kultur der UNESCO, Ernesto Ottone Ramirez, dass sich seine Weltorganisation wieder mehr um die Kulturelle Bildung kümmern wolle.

Highlights lieferten die UNESCO-Schule „Albert-Schweitzer“ Offenbach, die Frankfurter Lessing-, Schiller- und Ernst-Reuter-Schulen sowie die mit begeistertem Beifall belohnte Performance der brasilianischen Jugend-gruppe „AfroRaiz“ im Rahmen der „KinderKulturKarawane“, deren Thema die existentielle Gefährdung des Regenwalds und des Weltklimas war. Einhellig war die Konferenz der Überzeugung, dass Kulturelle Bildung einen dringend benötigten Beitrag zu den 17 Nachhaltigkeits-Zielen der UN leistet. Auf diesen Zusammenhang wies auch die BKJ-Vorsitzende Prof.in Dr.in Susanne in einer Rede hin.

Für die World Alliance for Arts Education (WAAE) hatten der BVTS (Bundesverband Theater in Schulen) und das Schultheater-Studio Frankfurt die Konferenz veranstaltet. Gefördert wurde sie vom Land Hessen, von der Stadt Frankfurt, von der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ), vom den Stiftungen Bertelsmann und Mercator sowie von FraPort. Weitere Partner waren der Deutsche Kulturrat, die Deutsche UNESCO-Kommission und der Deutsche Musikrat.

Weitere Informationen

Konferenz-Website

Ansprechperson

Joachim Reiss

Bundesverband Theater in Schulen

Mail: waae.conference@gmail.com

Beteiligtes BKJ-Mitglied

Bundesverband Theater in Schulen

Bundesverband Theater in Schulen

Der Bundesverband Theater in Schulen (BVTS) ist die Dachorganisation der Landesverbände, Institutionen und Multiplikator*innen, die in den Bundesländern für Theater in der Schule tätig sind. Er fordert und fördert die deutschlandweite Etablierung des Schulfaches Theater. Er setzt sich dafür ein, dass in allen Schulstufen und -formen neben dem Fach Theater auch Theaterprojekte als Sprech-, Bewegungs-, Tanz- und Musiktheater oder Performance angeboten werden.

Kontakt

Bundesverband Theater in Schulen e. V.
c/o Iris Eisermann
Stadtweg 40
90453 Nürnberg
Telefon +49 (0) 911 - 631 25 36
Mail info@bvts.org
Web www.bvts.org

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