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Musikrat unterstützt Forderung der Landeswirtschaftsminister*innen nach besserer Unterstützung von Kulturschaffenden

Pauschalbetrag von 1.000 Euro statt Grundsicherung

17.04.20

Die Corona-Soforthilfen des Bundes sind für viele Kulturschaffende, freiberufliche Pädagog*innen und andere Soloselbsständige nur bedingt passfähig, da das Geld nicht für private Lebenshaltungskosten, sondern lediglich für laufende Betriebskosten eingesetzt werden darf. Die Wirtschaftministerkonferenz hat nun vorgeschlagen, auch Umsatzeinbrüche mit einem monatlichen Pauschalbetrag auzugleichen. Der deutsche Musikrat fordert eine schnelle Umsetzung des Vorschlags. 

Die Konferenz der Landeswirtschaftsminister*innen hat sich laut Süddeutscher Zeitung einstimmig dafür ausgrsprochen, dass alle Berufe, die „ihre Dienstleistung außer Haus und beim Kunden erbringen“ und nicht angestellt sind, einen monatlichen Pauschalbetrag von 1.000 Euro erhalten, wofür sie lediglich nachweisen müssen, dass sie „coronabedingt substantielle Umsatzeinbrüche“ von mindestens 50 Prozent haben. Betriebskosten sollen zusätzlich bezuschusst werden.

Nur das Land Baden-Württemberg gewährt im Alleingang bereits jetzt den freien Kulturschaffenden, wie auch Angehörigen anderer freier Berufe, einen monatlichen Pauschalbetrag von 1.180 Euro aus Landesmitteln. Ähnliche Programme in Berlin, Hamburg und Nordrhein-Westfalen sind inzwischen ausgelaufen.

Der Deutsche Musikrat hat nun an die Ministerpräsident*innen und die Bundesregierung appelliert, den Beschluss der Wirtschaftsministerkonferenz umzusetzen:

„Nach den aktuellen Beschlüssen der Bundesregierung muss von einem Stillstand des Konzertlebens bis mindestens zum Sommer ausgegangen werden. Wenn jetzt nicht unbürokratisch den Soloselbstständigen geholfen wird, entstehen für diese Kulturschaffenden existenzielle Notlagen und unser Kulturleben wird auf Jahre hinaus nachhaltigen Schaden erleiden.“

Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrats

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