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26.11.2018 /// Susanne Keuchel: „Den gesellschaftlichen Wandel mitgestalten“

Der Dachverband der Kulturellen Buildung muss sich verändern, um die Heterogenität der Gesellschaft innerhalb seiner Strukturen widerspiegeln zu können, sagt die Direktorin der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW im Interview. Seit dem 10. November 2018 ist Prof. Dr. Susanne Keuchel Vorsitzende der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ).

Poträt von Prof. Dr. Susanne Keuchel. Foto: Uwe Schinkel BKJ: Worin sehen Sie die zentralen Herausforderungen, denen sich der Dachverband für Kulturelle Bildung in den nächsten Jahren stellen muss?

Susanne Keuchel: Eine Kernaufgabe wird es sein, den gesellschaftlichen Wandel mitzugestalten. Mit Blick auf die immensen Herausforderungen, die sich hieraus ergeben, wird es für den Dachverband unumgänglich sein, sich  insgesamt gesellschaftspolitischer aufzustellen.

BKJ: Sie haben betont, der Mehrwert der Kulturellen Bildung liege in ihrem spielerischen Umgang mit Werten und Normen, der kein „richtig“ oder „falsch“ kenne. Wenn zielgerichtete Wertevermittlung und Demokratieerziehung nicht Sache der Kulturellen Bildung ist, wie kann sie dennoch für demokratische Werte und den gesellschaftlichen Zusammenhalt wirksam sein?

Susanne Keuchel: Zielgerichtete Wertevermittlung halte ich generell für problematisch, da Werte und Demokratieverständnis immer mit der Entwicklung einer eigenen Haltung einhergehen. Hier hat die Kulturelle Bildung den Vorteil, dass sie einen künstlerischen Experimentierraum bietet, wo eben kein „richtig“ oder „falsch“ vorgegeben wird. Hier werden vielmehr das Ausprobieren und das Reflektieren gefördert, die als Grundlage für die Entwicklung einer eigenen Haltung dienen. Eigenes „Erfahren“ und „Erleben“ führen zu einer nachhaltigeren Wertepositionierung, als wenn ein Dritter von außen den  „richtigen“ Weg vorgibt.

BKJ: Die Gesellschaft wird heterogener und die Formen bürgerschaftlichen Engagements wandeln sich. Wie muss sich ein Verband verändern, der den Anspruch erhebt die gesellschaftliche Wirklichkeit widerzuspiegeln und unterschiedlichsten Menschen Raum zur Mitwirkung zu bieten?

Susanne Keuchel:Wir müssen zum einen offen sein für neue Formen des bürgerschaftlichen Engagements, insbesondere bei Jugendlichen, die heutzutage ganz oft andere Wege gehen. Dies bedeutet, dass auch wir als Verband offen sein müssen für ganz neue Wege in der Zusammenarbeit. Zugleich müssen wir noch viel bewusster darauf achten, dass wir die Heterogenität der Gesellschaft auch innerhalb der Verbandstrukturen widerspiegeln. Es gilt Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, die u.a. beeinflusst werden von Alter, Geschlecht, Migration oder Beeinträchtigungen in den Blick zu nehmen und diese innerhalb der Verbandsstruktur einzubinden.

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Foto: Uwe Schinkel


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