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31.08.2018 /// Freiwilligendienste sind für alle da: Bundesjugendministerin würdigt Engagement in Kultur

Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey besuchte die Auftakt- und Abschlussveranstaltung der Freiwilligendienste Kultur und Bildung in Magdeburg und richtete im Rahmen eines bunten Bühnenprogrammes persönliche Worte an die neuen und ehemaligen Freiwilligen des FSJ Kultur, FSJ Ganztagsschule und BFD Kultur und Bildung in Sachsen-Anhalt. Sie würdigte außerdem die Arbeit des Landesverbandes für Kulturelle Bildung für mehr Chancengerechtigkeit in den Freiwilligendiensten.

Freiwilligendienste sind für alle da: Bundesjugendministerin würdigt Engagement in Kultur am 31.08.2018 in Magdeburg; Foto: BKJAm 31. August blickten die Freiwilligen des FSJ Kultur, FSJ Ganztagsschule und BFD Kultur und Bildung im Rahmen der Auftakt- und Abschlussveranstaltung in Magdeburg auf ihren Freiwilligendienst zurück. In den vergangenen zwölf Monaten haben sie Kultur- und Bildungseinrichtungen unterstützt und eigenständig Projekte verwirklicht. Dabei konnten sie Erfahrungen sammeln und persönliche Netzwerke aufbauen, die ihren weiteren Lebensweg bereichern werden. Dabei wurden sie von der .lkj) – Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e. V. begleitet, die sich dafür einsetzt, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, von einem Freiwilligendienst zu profitieren. Gemeinsam mit der Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey hieß sie außerdem die Freiwilligen, die am 1. September ihr Engagementjahr beginnen, herzlich willkommen.

Giffey: „Wir wollen Freiwilligendienste umfassend ausbauen“

Die Bundesjugendministerin wies in ihrer Ansprache an die 250 Gäste aus Kultur, Bildung und Politik auf die besondere Bedeutung freiwilligen Engagements hin. „Ich finde es gut, wenn junge Menschen sich für mehr interessieren als sich selbst. Die Freiwilligen begeistern sich und andere für kulturelle Angebote. Ob Museum, Theater oder Musikschule – mit ihrer Arbeit tragen sie zu Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit bei. Jeder, der sich in Deutschland freiwillig engagieren will, soll dazu die Möglichkeit bekommen. Dafür wollen wir die Freiwilligendienste umfassend ausbauen und attraktiver gestalten. Das Bundesfamilienministerium erarbeitet derzeit dazu ein umfangreiches Konzept, das wir im Herbst vorlegen werden“, so Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey in Magdeburg.

Nach der öffentlichen Debatte der letzten Wochen um einen Pflichtdienst hatte sich auch Bundeskanzelerin Angela Merkel bereits für den Ausbau der Freiwilligendienste ausgesprochen. Die BKJ begrüßt das und fordert zugleich, die zivilgesellschaftlichen Zentralstellen aus FSJ, FÖJ und BFD in diesen Prozess als Partner einzubinden.

Die Freiwilligendienste Kultur und Bildung, wie beispielsweise das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) Kultur oder der Bundesfreiwilligendienst (BFD) Kultur und Bildung, bieten Menschen jeden Alters die Möglichkeit, sich für ihren Lebensweg zu orientieren und sind gleichzeitig Räume gesellschaftlicher Mitbestimmung. Alle Interessierten sollen – unabhängig von ihren Fähigkeiten und Hintergründen – ganz selbstverständlich an diesen Angeboten teilnehmen und davon profitieren können.

Dafür setzt sich die .lkj) Sachsen-Anhalt, landesweiter Träger für die Freiwilligendienste Kultur und Bildung, gemeinsam mit dem bundesweiten Trägerverbund unter dem Dach der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) ein.

Noch viel zu tun, bis Freiwilligendienste inklusiv sind

Es ist aber noch viel zu tun, bis die Freiwilligendienste Kultur und Bildung ein inklusives Programm genannt werden können. So haben derzeit in den kulturellen Jugendfreiwilligendiensten 93 Prozent der Freiwilligen ein Abitur, nur 7 Prozent sind Real- oder Hauptschüler*innen. In einer Zielvereinbarung haben sich die Träger dazu bekannt, marginalisierten Gruppen verstärkt Zugang zu den Freiwilligendiensten zu ermöglichen. „Wir haben uns im Rahmen der inklusiven Öffnung konkrete Ziele und Maßnahmen für die nächsten zwei Jahre gesetzt und wollen eine umfassende Öffnung in den Bereichen Arbeit mit Freiwilligen und Einsatzstellen, auf Seminaren und in der Öffentlichkeitsarbeit bewirken, um eine Chancengleichheit in den Formaten zu ermöglichen“, berichtet Christian Tischer, pädagogische Koordination der Freiwilligendienste bei der .lkj) Sachsen-Anhalt. Dieser Prozess setzt Selbstreflexion und einen kritischen Blick der Verantwortlichen auf sich und die eigene Verflochtenheit in Privilegien und Macht voraus.

Doch auch Veränderungen von Rahmenbedingungen und Strukturen sind notwendig. „Wenn Freiwilligendienste inklusiver und diverser werden sollen, so wie es die Regierungsparteien im Koalitionsvertrag angekündigt haben, dann muss die Bundesregierung jetzt Wort halten und die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Freiwillige verbessern. Dazu gehört, dass Freiwillige grundsätzlich die Option haben sollten, ein FSJ oder einen BFD in Teilzeit machen zu können. Freiwillige müssen frei über ihr Taschengeld in voller Höhe verfügen können, egal, ob sie in einer Bedarfsgemeinschaft leben, Geflüchtete sind oder auf anderweitige Transferleistungen angewiesen sind. Erst damit wird ihr Engagement vollumfänglich anerkannt. Freiwillige mit Behinderungen müssen ebenso selbstverständlich mitgedacht werden, wenn es um ihren persönlichen Assistenzbedarf und somit um ihr Recht auf Teilhabe geht. Auch benötigen wir externe Ombudsstellen, an die sich Freiwillige wenden können, wenn sie von Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen sind.“, betont Prof. Dr. Gerd Taube, Vorsitzender der BKJ.

Weitere Informationen

Video-Beitrag des BMFSFJ zum Besuch von Ministerin Giffey in Magdeburg (YouTube)

Bundeskanzlerin plädiert für Ausbau der Freiwilligendienste (28.08.2018)

Freiwilligendienste Kultur und  Bildung


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