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19.09.2017 /// Bundesministerin Barley: FSJ bundesweit um digitale Inhalte und Komponenten ergänzen // Jetzt für das FSJ_digital bewerben

Zum Auftakt der Bewerbungsphase für das FSJ_digital besuchte die Bundesfamilienministerin gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin im September die neue Senior*innen-Redaktion des Offenen Kanals „OK54“ in Trier. Für das FSJ_digital können sich Freiwillige* aller Dienstformen aller Träger noch bis 30. November 2017 bewerben.

Besuch der Bundesjugendministerin Dr. Kararina Balrey und der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer beim OK 54 zum Auftakt des FSJ_digitalZeitgleich mit dem Besuch der Bundesministerin startet der Bewerbungszeitraum für das FSJ_digital – zum ersten Mal bundesweit. Zehn Wochen lang können sich Freiwillige* aller Träger für dieses Add-on eines FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) oder FÖJ (Freiwilliges Ökologisches Jahr) bewerben.

 

100 Freiwillige* können in diesem Jahrgang von einer Projektförderung von max. 1.000 Euro, technischer Unterstützung, einem Zuwachs an Medienkompetenz und ihrer Vermittlung profitieren.

„Das FSJ_digital ist ein Erfolgsprojekt – nicht nur wegen des großen Ansturms auf die Plätze“, sagt Bundesfamilienministerin Dr. Katarina Barley. „Mit den verschiedenen Projekten, wie hier in Trier, hatten wir die Gelegenheit, unterschiedliche Ansätze und Konzepte zu testen. Dabei ist deutlich geworden: Durch den Einsatz von digitalen Medien können sich Organisationen vor Ort ganz neue Zugänge erschließen. Auf der anderen Seite können die Freiwilligen ihre Fähigkeiten in diesem wichtigen Bereich erweitern. Eine klassische Win-win-Situation also. Unser Ziel ist es jetzt, dass wir das Freiwillige Soziale Jahr bundesweit um digitale Inhalte und Komponenten ergänzen. Denn das FSJ_digital steigert die Attraktivität der Freiwilligendienste und ist für alle Beteiligten eine große Chance “, so Dr. Katarina Barley weiter.

Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz Malu Dreyer (links im Bild) und Bundesjugendministerin Dr. Katarina Barley„Das FSJ_digital ist eine gelungene Weiterentwicklung des klassischen Freiwilligen Sozialen Jahres. Junge Menschen sammeln neue, wertvolle Erfahrungen und bilden sich weiter. Der Umgang mit Medien, aber auch der kritische Blick auf sie, nimmt in der digitalen Welt einen hohen Stellenwert ein. Unabhängige und gut recherchierte Nachrichten sind das Gegengewicht zu Fake News und Propaganda im Netz“, erklärte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Es sei zudem schön zu sehen, wie junge Menschen ihre Fähigkeiten, die sie ganz selbstverständlich in der digitalen Welt lernen, hier an die ältere Generation weitergeben. „Dafür möchte ich dem offenen Kanal herzlich danken“, so die Ministerpräsidentin weiter. Bürgermedien seien eine ideale Plattform, um den verantwortungsvollen Umgang mit Medien zu lernen und sich auszuprobieren.

Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) und das Kulturbüro Rheinland Pfalz bieten das FSJ_digital an, damit digitale Inhalte in den Jugendfreiwilligendiensten ihren Platz finden, Medienkompetenz als pädagogisches Ziel in der pädagogischen Begleitung verankert wird und digitales Engagement mehr Anerkennung bekommt. Außerdem werden durch die FSJ_digital-Projekte Freiwillige* weitergebildet, die die neuerworbenen Medienkompetenzen dann in ihren Einsatzstellen anwenden und diese und ihre Besucher*innen langfristig und nachhaltig auf unterschiedlichen Ebenen bereichern.

„Im 21. Jahrhundert muss die digitale Medienbildung integraler Bestandteil der Kulturellen Bildung sein, denn digitale Kommunikations-, Kunst- und Spielformen bestimmen unseren Alltag. Die digitale Welt ist mobil, vernetzend und basiert auf der Partizipation der Nutzer*innen. Somit ermöglichen digitale Projekte neue Formen von Teilhabe. Deswegen macht sich der Dachverband der kulturellen Kinder- und Jugendbildung für das FSJ_digital stark. Denn in diesem Experimentierfeld können die Freiwilligen die vielfältigen Möglichkeiten digitaler Kommunikation und Sozialisation erleben. Das FSJ_digital ist eine notwendige Antwort auf die Herausforderungen der Digitalisierung und für die BKJ ein weiterer Schritt, die Medienbildung in der Kulturellen Bildung zu stärken“, betont Prof. Dr. Gerd Taube, Vorsitzender der BKJ.

Damit Wissen und Fertigkeiten im Umgang mit digitaler Technik auch weiterhin gemeinwohlorientierten Einrichtungen zu Gute kommen und auch als Teil von Engagement mehr Anerkennung bekommen, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) die Förderung des FSJ_digital nach zwei Erprobungsjahrgängen für ein weiteres Jahr bis zum Sommer 2018 auf ganz Deutschland ausgeweitet.

Die Zwischenergebnisse der beiden Projektjahre zeigen, dass sich die bewährte Struktur eines Freiwilligendienstes in besonderem Maße als Umsetzungsebene für das Lernen und Handeln in der digitalen Welt eignet und sich digitales und analoges Engagement gegenseitig befruchten. Mit rund 100.000 jungen Menschen, die jedes Jahr einen Freiwilligendienst im Inland absolvieren, bieten sie ein großes Potenzial für die digitale Agenda der Bundesregierung. Diese Voraussetzungen sollten genügen, um nach dem kommenden Jahrgang eine bundesweite und langfristige Förderung von Projekten mit digitalen Inhalten in den Freiwilligendiensten zu etablieren.

Weitere Informationen

Informationen und Bewerbungsmöglichkeit für das FSJ_digital

Informationsflyer zum FSJ_digital

Bewerbungen sind bis zum 30. November 2017 möglich.

Bis 2018 setzt das Kulturbüro Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft Freiwilligendienste Rheinland-Pfalz und in Kooperation mit der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ) das FSJ_digital bundesweit um. Es wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend als Pilotprojekt gefördert.

Das Kulturbüro Rheinland-Pfalz kooperiert als Mitglied im Trägerverbund Freiwilligendienste Kultur und Bildung mit der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V. (BKJ).

Von 2015 bis 2017 wurde das FSJ_digital bereits in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt umgesetzt. In Rheinland-Pfalz war das Kulturbüro Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit der Landesarbeitsgemeinschaft Freiwilligendienste Rheinland-Pfalz dafür zuständig und in Sachsen-Anhalt der DRK Landesverband Sachsen-Anhalt e. V., in Kooperation mit dem DRK-Generalsekretariat.

Das FSJ_digital geht auf eine Initiative der SPD-Bundestagsfraktion zurück, sie fand Eingang in den Koalitionsvertrag für die Legislaturperiode, die in diesem Monat zu Ende geht, und ist Bestandteil der digitalen Agenda der aktuellen Bundesregierung.


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