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Leistung Freiwilliger anerkennen: Freie Fahrt für alle Freiwilligen!

27.08.19

Angesichts der Einführung kostenloser Bahnfahrten für Bundeswehrsoldat*innen fordert die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung freie Fahrt für alle, die einen Freiwilligendienst leisten. Und das nicht erst kürzlich. Bereits anlässlich mehrerer Petitionen Freiwilliger und dem Aktionstag #freiefahrtfuerfreiwillige jährlich am 5. Dezember macht sich die BKJ dafür stark, dass das Engagement Freiwilliger durch vergünstigte oder kostenfreie Tickets für den ÖPNV ermöglicht und anerkannt wird.

Um die Einrichtungen zu erreichen, in denen der Freiwilligendienst stattfindet, sind die meisten Freiwilligen in ihrem Bundesland auf Bus und Bahn angewiesen. Die Fahrtkosten stellen bei einem Taschengeld von maximal 400 Euro oft eine große Herausforderung dar. In Hessen und Berlin waren die Forderungen der Freiwilligen beispielsweise erfolgreich: Freiwillige in Hessen können seit 2017 das landesweite Schülerticket nutzen, Berliner Freiwillige können seit August dieses Jahres für einen Euro täglich die Verkehrsmittel des gesamten Verkehrsverbundes nutzen. Kostenfrei sind die Fahrten aber bislang noch nicht, Vergünstigungen gibt es bisher nicht flächendeckend.

Soldat*innen in Uniform können ab dem 1. Januar 2020 alle Züge der Deutschen Bahn für dienstliche und private Fahrten in der zweiten Klasse kostenfrei nutzen. Als Grund führt das Verteidigungsministerium an, die Sichtbarkeit von Soldat*innen in der Gesellschaft erhöhen zu wollen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich hinter das Vorhaben kostenloser Bahnfahrten für Soldat*innen gestellt. „Das sind Menschen, die tagtäglich einen Dienst für uns alle leisten“, verkündete der Regierungssprecher, und diese kostenfreien Bahnfahrten seien eine Möglichkeit, „Anerkennung und Dankbarkeit dafür zu zeigen”.

Wir fragen: Warum nicht auch freie Fahrt für Freiwillige? Freiwilliges Engagement junger Menschen ist eine unverzichtbare Stütze der Gesellschaft und ein wichtiger Treiber für gesellschaftliche Veränderungen. Freiwillige fordern seit Jahren freie Fahrt, damit sie sich trotz des geringen monatlichen Taschengeldes weiterhin für das Gemeinwohl einsetzen können.

Ein erstes Zeichen setzte Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey bereits im Dezember 2018, als sie ihr Konzept für den Ausbau der Freiwilligendienste vorstellte, in dem es u. a. hieß, dass Freiwilligen ein Zuschuss zu Fahrtkarten für den ÖPNV gezahlt werden soll. Mit der Meldung vom 22. August 2019, in der sie sich öffentlich für die Forderung „Freie Fahrt“ aussprach, heißt es nun: „Mit der Deutschen Bahn werde ich darüber sprechen, wie kostenfreie Bahnfahrten auch für die 80.000 Freiwilligendienstleistenden im Jahr ermöglicht werden könnten.“ Für die BKJ ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend jetzt gefordert, dieser Forderung Taten folgen zu lassen, um ebenfalls ein gesellschaftlich sichtbares Zeichen der Anerkennung zu setzen und freie Fahrt bei Bus und Bahn für Freiwillige zu ermöglichen.

Weitere Beiträge zu diesem Thema

Position des Bundesarbeitskreis FSJ „Freie Fahrt – auch für Freiwillige!“ (29.08.2019)

Stellungnahme des Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)

Interview des Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider des Paritätischen Gesamtverbands in der NOZ

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