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Kulturelle Jugendbildung in der Jugendpolitik fest verankern

19.06.20

In einer Stellungnahme fordert der Vorstand der BKJ die Bundesjugendpolitik auf, die kulturelle Jugendbildung durch die European Youth Work Agenda als jugendpolitisch-relevantes Feld in ganz Europa zu verankern.

Die aktuelle Krise hat zahlreiche Einschränkungen für die Rechte und Interessen junger Menschen in Europa mit sich gebracht, deren Konsequenzen noch nicht absehbar sind. Damit Jugend in Europa eine Zukunft hat, sind jetzt eine Vielzahl von Maßnahmen notwendig.

Die kulturelle Jugendbildung erreicht mit ihren vielfältigen Arbeits-, Angebots- und Organisationsformen junge Menschen in allen Ländern Europas. Für ein Europa, das die jungen Menschen, ihre Wünsche und Bedürfnisse ernst nimmt, ist es relevant, dass sich die Jugendlichen über Ländergrenzen hinweg, partizipativ und kreativ, auch mittels künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten, austauschen können, gemeinsam Ideen entwickeln und Gemeinschaft mitgestalten. Als nicht expliziter Bereich von Youth Work erfährt die kulturelle Jugendbildung auf europäischer Ebene aber kaum jugendpolitische Bedeutung. Und doch bringt sie sich aktiv ein, um z. B. die aktuelle europäische Jugendstrategie zu unterstützen, heißt es in der Stellungnahme des Vorstands der BKJ.

Die geplante European Youth Work Agenda, die im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft durch das Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend angestoßen und vor Ende 2020 beschlossen werden soll, bietet nun der bundesdeutschen Jugendpolitik die Möglichkeit, die kulturelle Jugendbildung in die jugendpolitischen Strategien der EU-Mitgliedsstaaten einzubeziehen.

„Kulturelle Teilhabe und Kulturelle Bildung dürfen in jugendpolitischen Strategien der EU, wie jetzt der European Youth Work Agenda, nicht fehlen. Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung mit ihren landes- und bundesweiten Fachorganisationen und Verbänden aller Kunst- und Kultursparten ist bereit, hierfür Mitverantwortung zu übernehmen“, so Prof.in Dr.in Susanne Keuchel, Vorsitzende der BKJ.

Auch die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) hat sich zur Weiterentwicklung von Youth Work im Rahmen einer European Youth Work Agenda positioniert.

Das Bundesjugendkuratorium fordert in seinem Zwischenruf „Jugendpolitik in Europa jetzt stärken“, die Verantwortung der EU-Ratspräsidentschaft in Bezug auf die Jugendpolitik wahrzunehmen, damit junge Menschen mehr Gehör finden, sie stärker an den europäischen und bundespolitischen Beratungen zum Weg aus der Krise beteiligt werden und die Möglichkeit erhalten, ihre Zukunft aktiv mitzugestalten.

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