Leichte SpracheGebärdensprache
  1. BKJ – Verband für Kulturelle Bildung
  2. Nachrichten
  3. JuCo-Studie: Jugendliche wollen in der Krise nicht nur als Schüler*innen wahrgenommen werden

Nachricht

JuCo-Studie: Jugendliche wollen in der Krise nicht nur als Schüler*innen wahrgenommen werden

22.05.20

© Universitätsverlag Hildesheim

Wie erleben Jugendliche die Corona-Krise? Ein Forschungsteam der Universität Hildesheim und der Goethe-Universität Frankfurt hat in einer bundesweiten Studie Jugendliche ab 15 Jahren befragt. Es haben sich etwa 6000 Jugendliche in sehr kurzer Zeit an der bundesweiten Studie „JuCo“ beteiligt, um von ihren Erfahrungen und Perspektiven während der Corona-Krise zu berichten.

Die regel Beteiligung an der Umfrage werten die Forscher*innen als Signal und Auftrag, die Ergebnisse der Studie möglichst schnell der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Zwei Ergebnisse heben Sie besonders hervor:

„Jugendliche wollen nicht nur auf die Rolle als Homeschooler*in reduziert werden.“

Tanja Rusack, Universität Hildesheim

Viele der befragten Jugendlichen beklagen, dass ihr veränderter Lebensalltag und ihre Sorge kaum wahrgenommen werden. In den Diskussionen rund um die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen fühlen sie sich auf ihre Rolle als Schüler*innen (bzw. Auszubildende oder Studierende) reduziert – die funktionieren sollen.

„Die Jugendlichen sehen nicht, dass sie mit ihren Anliegen Gehör finden, die Beteiligungsformate von jungen Menschen scheinen nicht krisenfest.“

Johanna Wilmes, Goethe-Universität Frankfurt am Main

Die jungen Menschen hätten zudem den Eindruck, dass gegenwärtig die Erwachsenen allein entscheiden, wie sie in der Corona-Krise ihren Alltag zu gestalten haben. Die Jugendlichen hätten die Befragung deshalb genutzt, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. „Dies sehen wir auch daran, wie viele Jugendliche die Freitextfelder ausgefüllt haben, die es auch im Fragebogen gibt“, berichtet Anna Lips aus der Auswertungsarbeit. „Schon daran kann abgelesen werden, wie groß das Bedürfnis ist, gehört zu werden.“

Über den Forschungsverbund  „Kindheit – Jugend – Familie in der Corona-Zeit“

Der Forschungsverbund „Kindheit – Jugend – Familie in der Corona-Zeit“ setzt sich zusammen aus dem Institut für Sozial- und Organisationspädagogik an der Stiftung Universität Hildesheim und dem Institut für Sozialpädagogik und Erwachsenenbildung an der Universität Frankfurt in Kooperation mit der Universität Bielefeld. Entstanden sind darin bisher die bundesweite Studie „JuCo“ zu den Erfahrungen und Perspektiven von jungen Menschen während der Corona-Maßnahmen sowie die bundesweite Studie „KiCo“ zu den Erfahrungen und Perspektiven von Eltern und ihren Kindern während der Corona-Maßnahmen. Aktuell gehören zum Forschungsteam Sabine Andresen, Anna Lips, Renate Möller, Tanja Rusack, Wolfgang Schröer, Severine Thomas, Johanna Wilmes.

  • Corona-Krise
  • Partizipation

Mehr Nachrichten

  • 18.04.24
  • Neuerscheinung

Veränderte Zivilgesellschaft! – Neue Förderlogiken?

Die Studie betrachtet, inwiefern die Förderlogiken einem sich wandelnden Engagement noch gerecht werden. Die Autor*innen verweisen unter anderem auf die vielen

 ...

  • 12.03.24
  • Neuerscheinung

Toolkit: Improvisationstheater für die nicht-formale (internationale) Bildung

Das englische Toolkit „Improv Theatre for Non-formal Education“ bietet eine Reihe von Übungen und Aktivitäten, die vom Improvisationstheater abgeleitet sind und

 ...

Diese Seite teilen:

 

Gefördert vom

Zur Internetseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) ist der Dachverband für Kulturelle Bildung in Deutschland.