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Hilfspaket der Bundesregierung für Selbständige: Kulturbereich will Mittel-Verteilung selbst organisieren

19.03.20

Der Deutsche Kulturrat begrüßt, dass ein spezielles Hilfspaket für Solo-Selbständige und kleine Unternehmen geschaffen werden soll. Er fordert einen angemessenen Anteil für den Kulturbereich und bietet seine Strukturen an, um die Verteilung der Mittel zu organisieren und damit die öffentlichen Verwaltungen zu entlasten.

Der Deutsche Kulturrat war am 18. März 2020 an Gesprächen mit Arbeitsminister Hubertus Heil, Wirtschaftsminister Peter Altmaier und Kulturstaatsministerin Monika Grütters beteiligt und hat in dem Gespräch auf die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Kultur- und Kreativwirtschaft verwiesen. Der Kultur- und Kreativwirtschaft sind 256.000 Unternehmen zu zurechnen. Daneben sind rund 600.000 Selbständige, einschließlich der Künstler*innen, in der Kultur- und Kreativwirtschaft tätig. Darunter sind rund 340.000 sogenannte Mini-Selbständige mit einem Umsatz unter 17.500 Euro/Jahr.

Die Situation der freiberuflichen Künstler*innen und anderer Selbständiger aus dem Kultur- und Medienbereich ist extrem angespannt. Es ist deshalb sehr gut, dass jetzt Hilfsgelder von der Bundesregierung zur Verfügung gestellt werden, so der Deutsxche Kulturrat. Wichtig werde sein, die Mittel zielgerichtet und trotzdem schnell und unbürokratisch an die notleidenden Selbständigen im Kulturbereich zu bringen. Bei der Verteilung der Mittel sollte an bestehende und bewährte Strukturen im Kultur- und Medienbereich, die über Erfahrung in der Ausschüttung von Summen an Kreative verfügen, angeknüpft werden.

„Im Kulturbereich ist die Not sehr groß, wie sehr viele Hilfsgesuche, die uns tagtäglich erreichen, belegen. Wir bitten die Bundesregierung eindringlich einen entsprechenden Anteil der Nothilfegelder für Solo-Selbständige und kleine Unternehmen aus dem Kulturbereich zu reservieren. Wir bieten an, über die Strukturen des Kulturbereiches uns aktiv an der Verteilung der Mittel zu beteiligen und damit die öffentlichen Verwaltungen zu entlasten.“

Olaf Zimmermann, Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates

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