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g3-Methode: Prozessleitfäden für die Arbeit in heterogenen Gruppen

23.01.20

g3  – das steht für „gemeinsam gesellschaft gestalten!“. Die Stiftung Genshagen hat im Rahmen von insgesamt fünf KIWit-Denkwerkstätten insgesamt sechs von der Innovationsmethode Design Thinking inspirierte Prozessleitfäden für die Arbeit in heterogenen Gruppen entwickelt.

Warum braucht es die g3-Methode?

Immer öfter zeigt sich, dass komplexe Herausforderungen in Kultur oder Politik nicht mehr von einzelnen Personen oder Interessengruppen befriedigend bewältigt werden. Nicht nur das Spektrum der Bedürfnisse nimmt stetig zu, auch die traditionellen Formen der Entscheidungsfindung werden zunehmend infrage gestellt.

Im Kunst- und Kulturbereich wird intensiv an der Frage gearbeitet, wie die gesamte Bevölkerung besser erreicht und stärker in die inhaltlichen Auseinandersetzungen einbezogen werden kann. Anerkannte Studien belegen, dass diverser aufgestellte Teams oftmals kreativer, effektiver und somit auch erfolgreicher arbeiten. So stellt sich die Frage, wie Kulturinstitutionen Öffnung und Teilhabe entsprechend konstruktiv gestalten können.

Was kann die g3-Methode?

Die g3-Methode ist ein konkreter Vorschlag, wie Öffnung und Teilhabe unmittelbar angegangen werden können. Sie ist:

  • kostenlos, da sie keiner professionellen Moderation bedarf.
  • geeignet für die Beteiligung unterschiedlichster Menschen in beliebig großen, heterogenen Gruppen.
  • niedrigschwellig und einfach, so dass man ohne Einführung oder Fortbildung direkt loslegen kann.
  • effizent, da jeder Workshop in nur einer Stunde zu konkreten Ergebnissen führt.
  • bedarfsorientiert sowohl im Ganzen, als auch einzeln und in vielfältiger Kombination einsetzbar.
  • praxisnah durch zentrale Themen wie Bedürfnisklärung, Ideenentwicklung und Prototypengestaltung und -vertestung.

Für wen ist die g3-Methode gedacht?

Die g3-Methode ist ein Angebot für alle Menschen, die mit kulturellen Institutionen oder Projekten zu tun haben und konkrete Antworten auf konkrete Fragen entwickeln möchten. Darüber hinaus scheinen die vorliegenden Prozessleitfäden bestens geeignet für andere Themenfelder aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.

Wichtig ist, dass die g3-Methode an keiner Stelle als fertiges Produkt zu begreifen ist, sondern vielmehr als Einladung zur konstruktiven Mitarbeit erlebt werden möchte. Zugleich muss eingeräumt werden, dass die Methode noch nicht vollständig barrierefrei ist, da fehlende Sprachkenntnisse, körperliche oder geistige Beeinträchtigungen eine aktive Teilnahme erschweren. Doch im besten Fall mag jede Anwendung in der Praxis weiterführende Ideen oder Perspektiven eröffnen und so ist jede Rückmeldung ausdrücklich erwünscht.

Ansprechperson

Moritz von Rappard

Stiftung Genshagen

Mail: rappard@stiftung-genshagen.de

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