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Europäische Studie zu den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Jugendarbeit

11.01.21

Wie wirkt sich die COVID-19-Pandemie auf junge Menschen und auf die Jugendarbeit aus? Erste Antworten auf diese Frage liefert das europäische Forschungsnetzwerk RAY. Die Antworten lassen erkennen, vor welch großen Herausforderungen die Jugendarbeit derzeit steht. An der Umfrage wurden die Aussagen von 560 Fachkräften und von 378 jungen Menschen ausgewertet.

Starker Einfluss auf Jugendarbeit

Wichtige Kernaussagen der Umfrage sind:

  • 70 Prozent der Jugendarbeiter*innen geben an, dass die Pandemie ihre Arbeit stark beeinflusst hat.
  • 54 Prozent der jungen Menschen geben an, dass die Pandemie ihren Zugang zu Aktivitäten und Projekten stark beeinflusst hat.
  • Fast alle Bereiche von Jugendarbeit sind von der Pandemie stark betroffen: Räumlichkeiten und Orte (69 Prozent), Methoden (52 Prozent), zeitliche Abläufe (47 Prozent) und Instrumente der Jugendarbeit (46 Prozent).
  • 40 Prozent der Jugendarbeiter*innen geben an, dass sie mehr als die Hälfte ihrer momentanen Aktivitäten als komplett von Ausfall oder Absage bedroht sehen.
  • 74 Prozent der beteiligten Organisationen geben an, dass sie ihre Büros zeitweise schließen mussten. 20 Prozent sagen, dass dies auch in der Zukunft passieren kann. Budgets sind stark betroffen, Arbeitszeit ist gekürzt worden und Freiwilligenaktivitäten haben abgenommen.
  • Für weniger als die Hälfte aller Organisationen stand strukturelle Unterstützung zur Verfügung, 30 Prozent geben an, dass die Unterstützung nicht angemessen war und 20  Prozent bezeichnen sie als absolut unangemessen.
  • Ein Schlüsselaspekt von Jugendarbeit in Zeiten von Corona ist die Verlagerung von Angeboten in den digitalen Raum. 17 Prozentgeben an, dass ihre gesamte Jugendarbeit bereits in den digitalen Raum transferiert wurde.

Ergänzt haben die Forscher*innen ihre Umfrage-Ergebnisse durch eine wissenschaftliche Literatursichtung u. a. von ersten Studien zur Lage junger Menschen während der Covid-19-Pandemie. In den Studien wird deutlich, dass die Pandemie massive Auswirkungen auf die psychische Verfassung junger Menschen hat. Einige Studien verweisen auf die dringende Notwendigkeit der Beteiligung von jungen Menschen an der Erarbeitung und Entwicklung von Gegenmaßnahmen und Strategien zur Bekämpfung und Eindämmung der Pandemie. Junge Menschen müssen hierfür in politische Prozesse und in die Entscheidungsfindung angemessen eingebunden werden.

Über RAY

RAY steht für „Research-based Analysis and Monitoring of European Youth Programmes“ – und damit für die wissenschaftliche Begleitung der beiden EU-Programme Erasmus+ JUGEND IN AKTION und Europäisches Solidaritätskorps. 36 Nationale Agenturen arbeiten mit europäischen Forschungseinrichtungen im RAY-Netzwerk zusammen. Durch die wissenschaftliche Begleitung will das Netzwerk zuverlässige Erkenntnisse über die Prozesse und Wirkungen der-non formalen Bildung gewinnen.

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