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Europäische Perspektiven auf Diversität

Multinationales Fortbildungskonzept hinterfragt Denkgewohnheiten und Handlungsmuster in der Kulturellen Bildung

16.10.19

Enten aus Lego
Enten aus Lego

Mehr europäisches Bewusstsein, transkulturelles Verständnis und grenzüberschreitende Zusammenarbeit: Dazu soll ein multinationales Fortbildungskonzept beitragen, dass die BKJ und ihr Partner Creativity, Culture and Education (CCE) aus England im Rahmen der Konferenz „Every duck is different“ vom 16. bis zum 18. Oktober 2019 im Dortmunder U vorstellen.

Die fünftägige multinationale Fortbildung „Europe in Perspective“ richtet sich sowohl an Lehrkräfte als auch an Kulturschaffende und kann von Fortbildungseinrichtungen und anderen Interessierten in ganz Europa kostenfrei genutzt werden. Lehrer*innen, Künstler*innen und Kulturpädagog*innen, die vor Ort die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Kulturpartnern vorantreiben, werden durch die Fortbildung dazu ermutigt, eine diversitätsbewusste, europäische und transkulturelle Perspektive in ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einfließen zu lassen. Auch werden sie dazu angeregt, Austauschprojekte von Schulen oder Kultureinrichtungen zu nutzen, um jungen Menschen grenzüberschreitende Bildungserfahrungen zu ermöglichen und ein differenziertes Europabild zu vermitteln. Die Vorsitzende der BKJ, Prof.in Dr.in Susanne Keuchel, erklärte:

„Eine Intensivierung der Vernetzung der Kulturellen Bildung innerhalb Europas ist wichtig, ebenso wie eine deutsche Beteiligung, um unser Verständnis von ganzheitlicher Kultureller Bildung in die grenzüberschreitenden Fachdiskurse einzubringen. Mit ihrer Beteiligung an der Entwicklung eines multinationalen Fortbildungskonzepts hat die BKJ hierzu einen Beitrag geleistet und sie wird sich auch künftig aktiv für eine ‚Europäisierung‘ von Akteuren und Strukturen der Kulturellen Bildung einsetzen.“

In diesem Sinne gilt es nun, die im Rahmen des dreijährigen Projekts „Europe in Perspective“ begonnene europaweite Kooperation verschiedener Akteure im Bereich der Kulturellen Bildung, weiter zu festigen. So nutzen verschiedene Fortbildungseinrichtungen aus ganz Europa die Konferenz in der UZWEI des Dortmunder U, um weitere bilaterale oder auch multilaterale Fortbildungen für Kulturakteure und Lehrer*innen zu verabreden. Auch das Netzwerk von Mitarbeiter*innen in Kultur- und Bildungsministerien, die in europäischen Ländern für Kulturelle Bildung zuständig sind (ACEnet), nutzt die Konferenz, um über Strategien nachzudenken, wie das Thema „Europa“ in der lokalen Kooperation von Schule und Kultur gestärkt werden kann.

Aus der Komfort-Zone holen

Paul Collard von der International Foundation Creativity, Culture and Education (CCE), der für die Entwicklung und Erprobung des Trainingskonzepts mitverantwortlich war, sagt:

„Während des Trainings haben wir die Denkweisen der Teilnehmer*innen hinterfragt, oder das, was wir als Denkgewohnheiten bezeichnet haben. Die Lehrer*innen und Kulturschaffenden müssen selbst entscheiden, wie sie als Expert*innen in ihren Ländern und unter ihren Arbeitsbedingungen vor Ort unseren Ansatz in ihrer täglichen Praxis innerhalb und außerhalb der Schule umsetzen können. Wir haben sowohl versucht, neue Denkweisen zu erforschen, die es ihnen ermöglichen, dies effektiv zu tun, als auch die Teilnehmer*innen aus ihrer Komfort-Zone zu locken und viel Raum zur Reflektion zu bieten.“

Das Fortbildungsprogramm „Europe in Perspective – Transnational Training on Diversity in Cultural Learning” kann unter www.europe-in-perspective.eu ab sofort online eingesehen werden. Sowohl einzelne Module als auch die komplette Fortbildung können kostenlos heruntergeladen und genutzt werden. Eine deutschsprachige Fassung ist in Vorbereitung.

Förderer

Das Projekt „Europe in Perspective“ wird von der Stiftung Mercator und im Rahmen des Programms Erasmus+ Jugend in Aktion von der Europäischen Union gefördert.

Ansprechperson

Porträt von Rolf Witte

Rolf Witte

Leitung Kulturelle Bildung International

Fon: +49 (0) 21 91 - 794 - 391Mail: witte@bkj.de

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