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Essayreihe zur Corona-Krise: Visionen für die Kulturpolitik der Zukunft ­

14.05.20

Die Kulturpolitische Gesellschaft (kupoge) hat einen Diskurs über neue Leitbilder für die Kulturpolitik angestoßen. In einem Aufruf wurden Expert*innen aus dem Kulturbereich eingeladen, in kurzen Essays Visionen und Gedanken zum Umgang mit der Krise zu formulieren.

Mehr als 40 Texte werden nun in Etappen auf der Webseite des Verbandes veröffentlicht. Daraus soll ein langfristiger Dialog über zukunftsweisende Leitbilder einer neuen Kulturpolitik entstehen. Ein weiterer Austausch soll auf Social Media-Plattformen unter den Hashtags #neueKulturpolitik und #coronaessays stattfinden.

Dr. Tobias J. Knoblich, der Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft, hatte zuvor gemeinsam mit dem Geschäftsführenden Vorstand eine Stellungnahme zur Corona-Pandemie (PDF) veröffentlicht, die den Essays als Diskussionsgrundlage dient. Sein darin enthaltener 10-Punkte-Plan verbindet Forderungen für kulturpolitisches Handeln nach der Krise mit der Einladung zur Reflexion zukunftsweisender Handlungsweisen.

„Derzeit blicken und steuern wir alle ins Ungewisse. Ausgang und Folgen der globalen Pandemie können in keiner Weise abgeschätzt werden und treffen auch Kulturakteure hart. Die Forderungen nach finanziellen Schutzschirmen und Hilfeleistungen von Bund, Ländern und Kommunen für das Feld der Kultur sind in Diskussion oder werden bereits umgesetzt. Was definitiv noch zu kurz kommt, ist eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Folgen. Nicht nur der Kulturbereich selbst steht vor einem Wandel, die Krise hat bereits jetzt absehbare Einflüsse auf die politische Kultur und die demokratischen Grundrechte.“

Barbara Neundlinger und Dr. Henning Mohr, Geschäftsleitung der Kulturpolitischen Gesellschaft e. V.

Daran anknüpfend stellen die Essays im Stile einer „Kulturpolitik als Gesellschaftspolitik“ neue gesellschaftliche Leitbilder zur Diskussion, ohne dabei lediglich einen Forderungskatalog im Sinne eines Lobbyings – etwa für mehr finanzielle Mittel – aufzumachen. Sie sollen vielmehr auch dazu dienen, die gesellschaftliche Relevanz des Kulturbereichs zu unterstreichen und diese Systembedeutung wieder stärker im Bewusstsein zu verankern.

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