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Digitaler Zirkus und Corona-Diaries: Konzeptideen für Onlineprojekte

19.05.20

Flyer "Online-Musikprojekte: Konzepte und Idee für Workshopgruppen"
Flyer "Online-Musikprojekte: Konzepte und Idee für Workshopgruppen"

Die Materialien von app2music enthalten inhaltliche Grundideen, Arbeitsanweisungen an die Teilnehmer*innen sowie Abläufe und Hilfestellungen zur verwendeten Technik. Dabei beschränken sich die Projekte nicht auf das Thema Musikapps oder das Musizieren an sich: Ideen für Hörspiele mit Nähe zum Theater, ein digitales Zirkusprojekt mit Tanzeinlagen oder Corona-Tagebücher, in denen es nicht nur ums Schreiben, sondern auch die Interpretation von Texten geht, finden sich nun auf der Website von app2music_DE.

Teil der Konzepte ist, dass Kinder und Jugendliche möglichst stark in die Produktionsprozesse, aber auch in kreative Prozesse, einbezogen werden. Die Soundbearbeitung soll z. B. nicht etwa von professionellen Musiker*innen in Heimarbeit finalisiert werden, sondern Kinder und Jugendliche werden an möglichst vielen Prozessschritten beteiligt. Die Konzepte zeichnen sich auch dadurch aus, dass möglichst wenige technische Geräte genutzt werden müssen und eher etablierte Zugänge (beispielsweise die Plattform Discord) integriert sind.

In Video-Chat-Konferenzen von Bündnispartner*innen aus dem Förderprogramm app2music_DE sind diese Konzepte für onlinebasierte kollaborative Musikprojekte für Kinder und Jugendliche entstanden. Denn durch die Schließungen von Kultur- und Bildungseinrichtungen in der Corona-Krise müssen viele Kulturschaffende nach Alternativen suchen, um mit ihrer Arbeit für Kinder und Jugendliche weitermachen zu können und wussten zunächst nicht wie.

Die Corona-Krise zeigt: Wir können vieles auch anders machen. Damit verbunden ist, andere Verhaltensweisen erlernen, Technologien anders nutzen und das alles in so einer Art Probelauf. In der Isolation wird deutlich, wie wir Menschen um uns brauchen, mit denen wir interagieren können. Technologien, denen eine isolationistische Wirkung zugeschrieben wird, werden jetzt auch als Erfahrungsräume wahrnehmbar, die auf viele unterschiedliche Weisen soziale Interaktion ermöglichen. Die sinnlich-körperliche Intensität, die zunächst in Games beobachtbar wurde, zeigt sich nun auch in vielen anderen kommunikativen Handlungsmöglichkeiten digitaler Form.

Die Workshop-Konzepte sollen Künstler*innen, Musikvermittler*innen und Pädagog*innen dazu anstiften, eigene Projekte zu realisieren und ihre Entscheidungen bezogen auf den interaktiven, künstlerischen Gruppenprozess zu reflektieren.

app2music_DE ist Programmpartner bei „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF).

  • Corona-Krise
  • Medienbildung
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