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Deutscher Kulturrat: 11 Forderungen für die Koalitionsvereinbarung

04.10.21

Anlässlich der bevorstehenden Koalitionsvereinbarungen hat der Deutsche Kulturrat 11 Forderungen verfasst. Aus der Perspektive der Kulturellen Bildung lohnt ein näherer Blick auf die folgenden drei Forderungen aus dem Papier, die anschlussfähig sind zu den von den Fachorganisationen Kultureller Bildung aufgestellten Forderungen:

Digitalisierung gerecht gestalten: Neben dem Ausbau der technischen Infrastruktur sei es v. a. wichtig die Digitalisierung als Kultur- und Medienthema zu betrachten. Der Zugang zur kulturellen Medienbildung müsse verbessert, Fachkräfte in Kultur und Medien qualifiziert werden.

Die BKJ unterstützt die Forderung nach kultureller Medienbildung. Außerdem fordert sie in diesem Zusammenhang, die Potenziale der Digitalisierung für Bildung, Inklusion und kreative Prozesse und damit für eine umfassende Teilhabe von Kindern und Jugendlichen zu nutzen. Es brauche einen „Digitalpakt 2.0 Kultur.Jugend.Gerecht“ sowie die Einrichtung einer Enquête-Kommission „Digitalallianz (Zivil-)Gesellschaft“.

Bürgerschaftliches Engagement schätzen: Engagement sei wichtig im Kulturbereich. Das gelte für das breite Amateurschaffen in den verschiedenen künstlerischen Sparten, für die Fördervereine, die Kultureinrichtungen unterstützen, ebenso wie für die Vereine und Verbände, die die Interessen ihrer Mitglieder bündeln und für Kunst und Kultur öffentlich eintreten. Hierfür müssten die Rahmenbedingungen verbessert werden.

Die BKJ fordert unter dem Titel „Ehrenamt und Freiwilliges Engagement anerkennen und unterstützen“ ebenso bessere Rahmenbedingungen, eine Förderung der analogen und digitalen Infrastruktur sowie weniger Bürokratie für die Vereine.

Europa mitgestalten und internationale Verantwortung übernehmen: Der Deutsche Kulturrat fordert, im Koalitionsvertrag einen Akzent auf die europäische und internationale Kulturpolitik zu setzen.

Die BKJ fordert für die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik, dass die Fachorganisationen der Kulturellen Bildung mit einer politisch gewollten und akzeptierten Rolle als zivilgesellschaftliche Mittlerorganisationen neben den klassischen Mittlerorganisationen offiziell anerkannt, gestärkt und in die Entwicklung von Strategien der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik eingebunden werden müssen.

Die BKJ ist Mitglied im Deutschen Kulturrat.

Weitere Informationen

11 Forderungen des Deutschen Kulturrates für die Koalitionsvereinbarung (Oktober 2021)

Forderungen der Fachorganisationen Kultureller Bildung (März 2021)

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