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Corona-Pandemie bedroht Existenzen im Jugend-, Bildungs- und Kulturbereich

AdB und Kulturrat fordern Unterstützung für Akteure

11.03.20

Wie der Arbeitskreis deutscher Bildungstätten mitteilt, häufen sich in Jugendbildungsstätten, in Akademien, bei Vereinen und Organisationen der Jugend- und Bildungsarbeit die Absagen von Veranstaltungen: Internationale Begegnungsmaßnahmen finden nicht statt, Seminare fallen aus, Fortbildungen müssen abgesagt werden. Viele Schulen, Vereine und andere Kooperationspartner haben für die nächsten Wochen ihre Teilnahme an Seminaren und Schulungen bereits abgesagt.

Für die Einrichtungen bedeuten diese Ausfälle enorme wirtschaftliche Verluste. Auch wenn viele Zuwendungsgeber Entgegenkommen signalisiert haben, bleibt auf Seiten der zivilgesellschaftlichen Träger ein finanzieller Verlust, der von den Einrichtungen selbst nicht aufgefangen werden kann.
 
Der Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V. (AdB), Fachverband für über einhundert Bildungsstätten, Bildungswerke, Akademien, Heimvolkshochschulen und Internationale Begegnungsstätten, fordert die Bundesregierung auf, mit ihren Maßnahmepaketen zur Abmilderung der Folgen von COVID-19 insbesondere auch die zivilgesellschaftlichen Akteure der Jugend- und Bildungsarbeit zu unterstützen. Deren wichtige Arbeit für die demokratische Bildung von Jugendlichen und Erwachsenen dürfe nicht gefährdet werden.
 
Bund, Länder und Kommunen seien gefordert, die bestehenden Möglichkeiten des Haushaltsrechts auszuschöpfen und ihre Förderregularien anzupassen, damit öffentlich geförderte Jugend- und Bildungseinrichtungen nicht in ihrer Existenz gefährdet werden.

„Akteure der Kinder- und Jugendbildung brauchen besondere Unterstützung der Bundesregierung, da sie einen wichtigen Beitrag für das demokratische Miteinander in unserer Gesellschaft leisten. Die Bundesregierung ist gefordert Schaden von Trägern und Einrichtungen abzuwenden!“

Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten e. V.

Der Deutsche Kulturrat fordert derweil, dass Einnahmeausfälle durch abgesagte Aufführungen oder Veranstaltungen bzw. zurückgegebene Tickets bei öffentlichen Kultureinrichtungen von den öffentlichen Händen, vor allem den Ländern und Kommunen, kompensiert werden. Auch der Bund soll gegebenenfalls einspringen. Auch privatwirtschaftliche Kultureinrichtungen, deren Existenz von den Erlösen aus Ticketverkäufen abhängt, brauchen laut Kulturrat Unterstützung. Hier sei besonders die Kultur- und Kreativwirtschaftsförderung von Bund und Ländern gefragt.

Freiberufler*innen brechen Einnahmen weg

Große Sorgen macht dem Deutschen Kulturrat die Situation freiberuflicher Künstler*innen und anderer Selbständiger aus dem Kultur- und Medienbereich. Mit der Absage von Aufführungen, Tagungen, Veranstaltungen usw. droht ein erheblicher Teil von deren Einnahmen wegzubrechen. Das könne sehr schnell existentielle Auswirkungen haben. Erforderlich sein nun  ein gemeinsamer Notfallfonds von Bund und Ländern, der rasch und unbürokratisch betroffenen Künstler*innen aus der Not hilft. Ein solcher von Bund und Ländern zusammen getragener Notfallfonds sollte bei der Kulturstiftung der Länder und der Kulturstiftung des Bundes gemeinsam eingerichtet werden. Beide Stiftungen seien sehr erfahren mit der Vergabe von öffentlichen Mitteln und könnten auch gut zusammenarbeiten.

Wir fordern daher den Vorsitzenden der Kulturministerkonferenz Staatsminister Bernd Sibler und Kulturstaatsministerin Monika Grütters MdB auf, schnell zu reagieren und einen Notfallfonds einzurichten.

Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann

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