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Bildungseinrichtungen als Lern- und Lebensorte auch in der Krise?

13.01.21

Nach dem Jahreswechsel und der weiterhin andauernden Schließung von Kitas und Schulen fragen Politiker*innen und Journalist*innen, wie die Bildungseinrichtungen als Lern- und Lebensort jetzt wieder zugänglich gemacht werden sowie Begleitung von Bildung auch jenseits von Curricula ermöglichen können, damit alle Kinder und Jugendlichen die Bildungschancen und Teilhabemöglichkeiten erhalten, auf die sie ein Recht haben. Es müsse Ziel sein, die Bedürfnisse junger Menschen im Besonderen zu berücksichtigen statt pragmatische Entscheidungen aus 2020 zu wiederholen.

In einem Interview bei Radio Bremen/buten un binnen am 6. Januar 2021 äußerte die Bremer Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) „Wir müssen auch dafür Sorge tragen, dass Kindern grundsätzlich ein gutes Aufwachsen ermöglicht wird. Und deshalb, glaube ich, ist es wichtig, dass wir ihnen den Zugang und die Teilhabe zu Bildung in Kitas und Schulen ermöglichen.“ Ihr sei es wichtig, dass Kinder schnell wieder in Kitas und Schulen zurückkehren, damit die Zukunft der Kinder und Jugendlichen nicht noch weiter beschnitten werde.

In der Rubrik „Schule in der Corona-Krise“ erschien am 7. Januar 2021 in der Wochenzeitung „Die Zeit“ Nr. 2/2021 unter dem Titel „Fürs Leben“ ein Kommentar, in dem sich die Autorin dafür ausspricht, dass Schüler*innen während der andauernden Schulschließung auch im Januar 2021 weniger abfragbares Wissen brauchen sondern Begleitung, um ihren Alltag kreativ zu bewältigen. Kinder und Jugendliche würden sich nach Schule als einem Ort für Begegnung mit Freund*innen und Lehrer*innen sehnen. Der Kommentar wirft Fragen danach auf, ob sich die Situation für Kinder und Jugendliche aus dem Frühjahr 2020 nun wiederhole oder ob Kitas und Schulen die Priorität zuerkannt wird wie noch 2020 versprochen. Gehe es wirklich um die Kinder oder um eine pragmatische Krisenbewältigung, heißt es dort. Die Sorge um verpasste Bildungs- und Lebenschancen bestehe weiterhin. Und: „In diesem Schuljahr muss es um mehr gehen als um Curricula und einen überkommenen Bildungskanon. Viele Schulen haben sich gewandelt, sind Lern- und Lebensort zugleich, eine Heimat für Kinder. Schulen sind Fenster zur Welt, haben Zeit für Ausflüge in die Natur, Platz für Kultur und Kunst, Theater und Musik. Und auch wenn das Singen gerade nicht erlaubt ist, es bleibt genug, was in der Schule demnächst dringend wieder erlaubt sein sollte.“

Weitere Informationen

Position „Kulturelle Bildung an und mit Schulen − Jetzt erst recht!“, BKJ, 2020

Position „Gemeinsame Initiative für eine Zukunftsallianz für die Jugend“, BKJ, 2020

  • Corona-Krise

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