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Nachricht

Raus aus dem Krisenmodus und Kooperationen wieder ermöglichen

Position der LKJ Baden-Württemberg

27.05.20

Das aktuelle Kooperationsverbot mit außerschulischen Partnern müsse schnellstmöglich aufgehoben werden. Das geht aus der Position der LKJ Baden-Württemberg unter dem Titel „Kulturelle Jugendbildung im Corona-Krisenmodus“ hervor. Das sei notwendig zugunsten der kulturellen Teilhabe von Kindern und Jugendlichen, ihrer Ausdrucksmöglichkeiten, der Erfüllung des Bildungsauftrags und zur Fortführung und Weiterentwicklung der Kooperationsstrukturen zwischen Schule und Kita mit Akteur*innen der Kulturellen Bildung und ihrer Netzwerke.

Der BKJ-Mitgliedsverband benennt in seiner Position die strukturellen Probleme der kulturellen Jugendbildung, die in der Corona-Krise überdeutlich sichtbar werden. Das sei vor allem die fragile finanzielle Situation. Denn die Mehrheit der Einrichtungen, Institutionen und Vereine im Feld der kulturellen Jugendbildung sei auf Projektförderungen und Einnahmen aus Teilnahmebeiträgen, Kursgebühren, Eintritten und Kooperationsverträgen angewiesen. Ihre Existenz sei massiv bedroht, ebenso die der freiberuflichen Künstler*innen, Theater- und Medienmacher*innen, Musiker*innen, Kulturpädagog*innen etc. Finden die Angebote nicht statt, haben sie keine Einkünfte.

Schlussendlich stehe zu befürchten, dass durch die Krise die notwendigen Weiterentwicklungen im Feld nicht stattfinden und die fragilen Strukturen dem aktuellen Druck nicht standhalten. Die kulturelle Jugendbildung, so der Wunsch des Verbandes, soll in stabile und solide Strukturen überführt und langfristig abgesichert werden, denn Kulturelle Bildung sei ein nicht verhandelbarer Teil der Allgemeinbildung.

Gleichzeitig zeige die Krise aber auch die große Kreativität der Akteure Kultureller Bildung, denn sie haben schnell digitale Lösungen für kulturelle, künstlerische und kreative Angebote entwickelt. Neue Formate Kultureller Bildung im digitalen Bereich konnten so entstehen, für die es auch nach der Krise ein Fortgang und adäquate Fördermöglichkeiten geben müsse. Besonders relevant seien auch die kulturellen Bildungsangebote im realen Raum, die schnell infektionsschutz-konform umgesetzt wurden und Teilhabe- und Bildungsmöglichkeiten für Kinder- und Jugendliche unabhängig vom Elternhaus und gemeinsam mit Gleichaltrigen schaffen. Bei der schrittweisen Öffnung der Schulen und Kindertagesstätten müsse dieses Potenzial der Kulturellen Bildung genutzt werden. Es dürfe nicht nur um die Sicherung von Übergängen, Abschlüssen und Wissensvermittlung in den Kernfächern gehen. Der kulturelle und ästhetische Bildungsauftrag müsse ebenso erfüllt werden.

Weitere Positionen der Kulturellen Bildung in der Corona-Krise

Position „Bedrohte Infrastruktur Kultureller Bildung schützen – Fachkräfte, Einrichtungen und Angebote absichern“ der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V.

Diskussionspapier „Kulturelle Bildung an und mit Schulen − Jetzt erst recht!“ der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e. V.

Umfrageergebnis zu Folgen der Corona-Krise in der kulturellen Kinder- und Jugendbildung

Positionspapier „Bildung quer denken – Vielfalt verankern“ des Bundesverbandes der Jugendkunstschulen und kulturpädagogischen Einrichtungen e. V. (bjke)

Aufruf „Gegenwart ist die Vergangenheit der Zukunft – Spiel & Theater als produktive Kräfte in der Krise“ der BAG Spiel & Theater

Interview „Kulturelle Teilhabe in der Corona-Krise: Was jetzt nötig ist“ mit der BKJ-Vorsitzenden Prof.in Dr.in Susanne Keuchel

Auswirkungen der Corona-Krise auf den Jugendkulturaustausch

Alle Nachrichten zur Corona-Krise im Überblick

Weitere Informationen zum BKJ-Mitglied:

Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Baden-Württemberg

Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Baden-Württemberg

Als Dachverband vertritt die LKJ Baden-Württemberg die politischen Interessen der kulturellen Kinder- und Jugendbildung auf Landesebene. Sie formuliert fachlich-politische Positionen und ist Ansprechpartner der Landesregierung. Mit großer Resonanz initiiert die LKJ Modellvorhaben und führt zahlreiche kulturelle Projekte an Schulen und außerschulischen Einrichtungen durch. Die Förderung von Kooperation und Vernetzung ist dabei von großer Bedeutung. Die LKJ ist auch Träger des Freiwilligen Sozialen Jahres in der Kultur (FSJ Kultur) in Baden-Württemberg.

Kontakt

LKJ Baden-Württemberg e. V.
Rosenbergstraße 50
70176 Stuttgart
Telefon +49 (0) 7 11 - 95 80 28 10
Fax +49 (0) 7 11 - 95 80 28 99
Mail info(at)lkjbw.de
Web www.lkjbw.de

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