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50 Jahre deutsch-japanische Fachkräfteprogramme

Ein Grund zu Feiern – auch in der Kulturellen Bildung

13.11.23

Jana Borkamp, Abteilungsleiterin Kinder und Jugend im BMFSFJ, während ihres Grußwortes im Rahmen des Festaktes.
Jana Borkamp, Abteilungsleiterin Kinder und Jugend im BMFSFJ, während ihres Grußwortes im Rahmen des Festaktes, Bild: Rolf Witte

Auch nach 50 Jahren regelmäßiger Zusammenarbeit sehen Fachkräfte der verschiedensten Bereiche der Kinder- und Jugendhilfe aus Deutschland und Japan immer wieder neue Themen und Herausforderungen, für deren Bearbeitung ein intensiver Austausch über die unterschiedlichen Ideen und Ansätze zur Umsetzung in beiden Ländern fruchtbar genutzt werden kann. Dies ist eine der Erkenntnisse, die im Rahmen einer Fachkonferenz und einer Jubiläumsfeier zum deutsch-japanischen Studienprogramm für Fachkräfte der Jugendhilfe herausgearbeitet und bekräftigt wurden.

Auch viele Mitgliedsorganisationen der BKJ aus den Bereichen der Theater-, Musik-, Tanz-, Kunst-, Spiel- und Museumspädagogik sowie die Jugendkunstschulen haben dieses Studienprogramm in den letzten Jahrzehnten genutzt, welches auf deutscher Seite vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und auf japanischer Seite vom Ministerium für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie (MEXT) finanziell unterstützt wird. So waren auch bei der Jubiläumskonferenz und –feier am 9. und 10. November 2023 im Japanisch-Deutschen Zentrum Berlin einige ehemalige Teilnehmer*innen der Studienprogramme aus dem Bereich der Kulturellen Bildung anwesend. Sie berichteten übereinstimmend von sehr nachhaltig prägenden Erlebnissen, Erfahrungen und fachlichen Anregungen, die auch lange zurückliegende Studienprogramme in beiden Ländern bewirkt haben. Diese Programme dauern jeweils zwei Wochen und ermöglichen dadurch sehr vertieften fachlichen Austausch sowie ein intensives persönliches Kennenlernen von neuen Fachpartner*innen. Daraus entstehen persönliche Kontakte, die oft lange tragfähig sind und auch immer wieder zu fachlichem Austausch in kleinerem Rahmen genutzt werden, wenn es z.B. darum geht, die Fachliteratur in Deutschland durch Gastbeiträge mit der Perspektive japanischer Expert*innen zu bereichern.

Für die in koordinierender Funktion am deutsch-japanischen Studienprogramm beteiligte BKJ brachte Rolf Witte, Leitung des Bereichs Kulturelle Bildung International, in einem kurzen Interview im Rahmen der Konferenz u.a. zum Ausdruck, wie bereichernd und hilfreich der fachliche Austausch zu aktuellen Entwicklungen in der Medienpädagogik ist. Auch hob er die wichtige Rolle der die Fachkräfte jeweils begleitenden Dolmetscher*innen hervor. Sie sorgen jeweils zwei Wochen am Stück dafür, dass in den beiden Muttersprachen tatsächlich fachlich differenziert konzeptioneller Erfahrungsaustausch ohne Sprachbarrieren stattfinden kann.

Im Rahmen des Festaktes zu 50 Jahren deutsch-japanischem Studienprogramm bedankte sich Jana Borkamp, Abteilungsleiterin Kinder und Jugend im BMFSFJ, im Namen des Ministeriums bei allen so kontinuierlich, motiviert und engagiert mitwirkenden Partnerorganisationen der Kinder- und Jugendhilfe aus beiden Ländern, sowie bei den alle Programme koordinierenden Partnern IJAB, Fachstelle für Internationale Jugendarbeit auf deutscher Seite und NIYE (National Institution for Youth Education) auf japanischer Seite.

Auf diese Dankesworte folgte ein kurzer filmischer Gruß einer Fachkräftegruppe des BKJ-Mitglieds BAG Spielmobile e. V., die zwei Tage vor Beginn der Jubiläumsfeierlichkeiten zu einem Studienprogramm nach Japan aufgebrochen und gerade in Kobe angekommen waren. So konnten sie trotz der großen Distanz zumindest digital in Berlin präsent sein. Sie ließen dabei deutlich erkennen, mit welch großer Motivation sie in dieses fachlich sehr bereichernde, aber gleichzeitig auch herausfordernde Fachprogramm eingestiegen sind.

 

Ansprechpartner

Rolf Witte

Leitung Kulturelle Bildung International

Telefonnummer: +49 2191 - 934 82 58E-Mail-Adresse: witte@bkj.de

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