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2.500 Jugendliche und Akteure der Kinder- und Jugendarbeit bei Demo in Berlin

21.09.23

Bild: BKJ

Jugendliche, Jugendverbände und Zentralstellen der Freiwilligendienste sind gemeinsam für eine starke Kinder- und Jugendpolitik auf die Straße gegangen. Ein erfolgreicher Tag für den Zusammenhalt. Und ein Appell an die Politik, damit Zukünfte nicht platzen.

Am 20. September 2023, dem Weltkindertag, wurde im Bundestag der Haushalt 2024 beraten. Ein breites Bündnis aus Verbänden der Kinder- und Jugendarbeit sowie der Träger der Freiwilligendienste hatte unter den Mottos „Damit Zukünfte nicht platzen...“ und „Kürzt uns nicht weg!“ zu Demonstrationen in Berlin aufgerufen, um auf die drohenden Mittelkürzungen aufmerksam zu machen.

Parallel hatte im Bundestag der Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den Haushaltsentwurf (Einzelplan 17) beraten. Darin enthalten: Kürzungen. Im Sommer hatte die Bundesregierung den Entwurf für den Haushalt 2024 veröffentlicht – mit einem enormen Sparkurs für die Kinder- und Jugendarbeit von bis zu einem Fünftel. In den Freiwilligendiensten könnte sogar ab 2024 bis zu einem Drittel der Plätze wegfallen.

Über 2.500 Menschen waren dabei. Die Bundesvereinigugn Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) war mit Mitgliedsverbänden (u. a. LKJ Sachsen, Deutsche Bläserjugend, Deutsche Chorjugend und BDAT), den Mitarbeiter*innen sowie mit Freiwilligen und Einsatzstellen aus den Freiwilligendiensten Kultur und Bildung bei den Demonstrationen vertreten.

Die BKJ-Vorsitzende hielt zum Auftakt der Demo am Berliner Hauptbahnhof eine Rede vor der versammelten Menge. Im Schulterschluss mit den anderen Jugendverbänden – Deutscher Bundesjugendring, Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe, Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten, Bundesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendeinrichtungen, GEMINI und Deutsche Sportjugend – steht die BKJ ein für eine starke Kinder- und Jugendpolitik.

Alle Akteure warnen dringlich vor den Konsequenzen, die die Kürzungen letztlich für die Kinder und Jugendlichen bedeuten. Die Vorsitzende der BKJ, Prof.in Dr.in Susanne Keuchel, äußert sich anlässlich der Demonstration wie folgt:

Kinder und Jugendliche haben stark zurückstecken müssen in der Pandemie. Jetzt den Rotstift bei der Infrastruktur der Kinder- und Jugendhilfe – und damit auch der Kulturellen Bildung – anzusetzen, ist ein absolut falsches politisches Signal an die nächste Generation! Kinder und Jugendliche brauchen für ein gutes Aufwachsen Räume für Kreativität, den eigenen Ausdruck, für Aushandlungsprozesse und Mitgestaltung ‒ dies umso mehr angesichts aktueller multipler Krisen. In Zeiten wie diesen sind Kinder und Jugendliche auf verlässliche und tragbare Strukturen der Kinder- und Jugendarbeit angewiesen. Statt zu kürzen, ist es Aufgabe der Bundesregierung mit dem Förderinstrument Kinder- und Jugendplan diese Strukturen nicht nur sicherzustellen, sondern zum Wohle der jungen Menschen auch zu stärken.

Prof.in Dr.in Susanne Keuchel, Vorsitzende der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ)

Weitere Informationen

Eindrücke von den Demonstrationen auf Social Media unter den Hashtags #zukünfteschaffen und #kuerztunsnichtweg

Beitrag in der Berliner Zeitung (20.09.2023) „Kein Geld für Jugendliche: Mittel für Jugendarbeit sollen um fast ein Fünftel gekürzt werden“

Beitrag im RBB, Abendschau (20.09.2023) (ab Min 02:20) „Jugendverbände protestieren gegen Sparpläne des Bundes“

Beitrag in Volksstimme (21.09.2023) „Bald jede dritte Stelle weg? Sachsen-Anhalter protestieren in Berlin gegen geplante Kürzungen bei Freiwilligendiensten“

Beitrag Tagesspiegel (19.09.2023) „‚Vollzeit für gerade einmal 400 Euro‘: Drohende Kürzungen bei Freiwilligendiensten – Demo in Berlin“

Nachricht (BKJ) „Verlässliche und tragbare Strukturen der Kinder- und Jugendarbeit unerlässlich“ (15.09.2023)

Beitrag (BKJ) „Bedeutung und Funktion des Kinder- und Jugendplans (KJP) und der KJP-geförderten Infrastrukturen der Kulturellen Bildung“ (15.09.2023)

Nachricht (BKJ) „Bundeshaushalt 2024 kürzt Kinder- und Jugendplan und Freiwilligendienste“ (07.07.2023)

Position „Kürzungen am Kinder- und Jugendplan (KJP) des Bundes abwenden – bundeszentrale Infrastruktur der Kinder- und Jugendhilfe bewahren und stärken! Aufruf an die Jugendpolitiker*innen und die Haushaltspolitiker*innen im Bundestag“ (Juli 2023)

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