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Studie „MiKADO-Musik“: Nachwuchsmangel an Musikschulen
Neuerscheinung • 05.01.26

Studie „MiKADO-Musik“: Nachwuchsmangel an Musikschulen

veröffentlicht:
Logo mit dem Schriftzug MiKADO MUSIK in Grün; das K wird durch ein Bündel farbiger Holzstäbchen gebildet, die an das Spiel Mikado erinnern.
Deutscher Musikrat

Bis zum Jahr 2035 werden rund 14.700 Musikschulkräfte in den Ruhestand gehen. Dem stehen lediglich etwa 4.000 Absolvent*innen der Instrumental- und Vokalpädagogik sowie der Elementaren Musikpädagogik gegenüber. In der Folge könnten in den kommenden zehn Jahren rund drei Viertel der frei werdenden Stellen nicht mit qualifizierten Musikschullehrkräften besetzt werden.

Angesichts einer konstant steigenden Nachfrage bedeutet dies, dass künftig mindestens 500.000 Schüler*innen keinen Musikschulunterricht mehr erhalten könnten.

Zu diesen alarmierenden Ergebnissen kommt die im November 2025 veröffentlichte Studie „MiKADO-Musik“ („Mangel an Nachwuchs im Künstlerisch-Pädagogischen Bereich an Ausbildungsinstituten in Deutschland und Österreich“). Die Studie zeigt, dass der Nachwuchsmangel auf mehrere sich gegenseitig verstärkende Faktoren zurückzuführen ist – darunter unzureichende Vergütung und anspruchsvolle Arbeitszeiten.

Neben der Analyse der Problemlage formuliert die Studie auch Handlungsempfehlungen. Dazu zählen unter anderem der Ausbau von Praktikums- und Mentoring-Programmen sowie die Stärkung studienvorbereitender Ausbildungen an Musikschulen, um mehr Nachwuchs für den Beruf zu gewinnen.

Die „MiKADO-Musik“-Studie wurde auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft der Leitenden pädagogischer Studiengänge (ALMS) und des Ausschusses Künstlerisch-Pädagogische Studiengänge der Rektorenkonferenz der Musikhochschulen (RKM) durchgeführt. In einem breit angelegten Crowd-Research-Projekt mit über 50 Forschungsgruppen beteiligten sich zahlreiche Musikhochschulen, Studieninstitutionen und der Verband deutscher Musikschulen (VdM).

Die Studie erscheint 2026 in der Online-Zeitschrift „üben & musizieren. research“. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse ist bereits auf der Website des Deutschen Musikrats als PDF verfügbar.

Zur Studie

Eine Kooperationsprojekt mit den BKJ-Mitgliedern:

Logo Verband deutscher Musikschulen

In den öffentlichen gemeinnützigen Musikschulen, die als kommunale Bildungseinrichtungen von Städten, Landkreisen und Gemeinden getragen bzw. verantwortet sind, werden an bundesweit rund 4000 Standorten über 1,4 Millionen Kinder, Jugendliche und Erwachsene von ca. 39 000 Fachlehrkräften im gesamten Spektrum des Musizierens unterrichtet. Die Arbeit der Musikschulen vollzieht sich in den Dimensionen von Bildungspolitik sowie von Jugend-, Kultur- und Sozialpolitik. Der Verband deutscher Musikschulen (VdM) ist der Fach- und Trägerverband dieser 932 Musikschulen; er arbeitet eng mit den Kommunalen Spitzenverbänden zusammen und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus dem Programm „Kulturelle Jugendbildung“ des Kinder- und Jugendplans des Bundes gefördert. Zentrale Aufgaben des VdM sind die Erarbeitung und Aktualisierung des Strukturplans für Musikschulen, der Rahmenlehrpläne für den Musikschulunterricht, von Grundsatzpapieren, Richtlinien und Empfehlungen, die Initiierung, Entwicklung und Erprobung neuer musikpädagogischer Modelle und Projekte, von Fort- und Weiterbildungen bis hin zur Veranstaltung von Symposien und Tagungen.

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Der Deutsche Musikrat repräsentiert die Interessen von rund 15 Millionen musizierenden Menschen und ist der weltweit größte Dachverband der Musik. Er wirkt mit seinen Mitgliedsverbänden und -institutionen, zahlreichen Persönlichkeiten des Musiklebens sowie seinen Projekten und Fördermaßnahmen als Ratgeber und Kompetenzzentrum für Politik und Zivilgesellschaft. Ziel ist es, Bürger*innen – gleich welcher sozialen oder ethnischen Herkunft – den Zugang zur Welt der Musik zu ermöglichen. Finanziert wird er aus Zuwendungen des Bundes, der Länder, einzelner Kommunen, Stiftungen, privater Sponsoren und Mäzene. Der Deutsche Musikrat ist Mitglied in der Deutschen UNESCO-Kommission sowie im Europäischen und Internationalen Musikrat und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten.

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