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Sorge um „Kultur macht stark“ vor Haushaltsaufstellung
BKJ Politik • 30.03.26

Sorge um „Kultur macht stark“ vor Haushaltsaufstellung

veröffentlicht:
Das Bild zeigt das deutsche Logo Kultur macht STARK Bündnisse für Bildung mit buntem und lila Text auf weißem Hintergrund.
BMBF

Die aktuelle und dritte Förderphase des seit 2013 erfolgreich durchgeführten Bundesprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ endet im kommenden Jahr.

Bisher gibt es keinerlei Zusage des nunmehr zuständigen Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) für eine vierte Förderphase – obwohl das Programm überaus erfolgreich wichtige bildungspolitische Ziele sowie gesetzliche Verpflichtungen der Bundesregierung erfüllt.

„Kultur macht stark“ wirkt 

53.000 Projekte für Kinder und Jugendliche in Risikolagen wurden seither umgesetzt und damit gut 1,5 Millionen junge Menschen erreicht. Allein in der dritten Förderphase seit 2023 haben 4.000 Bündnisse Angebote in über 90 Prozent der Kreise und kreisfreien Städte machen können.

Die wissenschaftliche Begleitevaluation attestiert zudem die Wirkung des Programms für mehr Bildungsgerechtigkeit.

Max Bayer, der im BKJ-Programm „Künste öffnen Welten“, seit 8 Jahren das Projekt „Miteinander Gegenkentern“ umsetzt, beschreibt es so:

Seit acht Jahren erreichen wir mit „Kultur macht stark“ jährlich bis zu 160 Kinder und Jugendliche, die durch klassische Angebote oft nicht erreicht werden. Unsere niedrigschwelligen Kulturprojekte auf dem Wasser und an Land sind in dieser Form einzigartig und nur durch die Förderung möglich. Ohne sie würden diese Bildungsräume im Kiez ersatzlos wegfallen – und bestehende Ungleichheiten weiter verstärken.

Max Bayer, Interkulturelles Beratung- und Begegnungscentrum (IBBC) e. V., Berlin

Fortführung muss bereits im Haushalt 2026 sichtbar werden

Damit das Programm mit all seiner Infrastruktur nahtlos ab 2028 fortgeführt werden kann, braucht es eine Zusage, die sich bereits im kommenden Bundeshaushalt, dessen Entwurf vor der Sommerpause vorliegen wird, abbilden muss. Auch eine Förderrichtlinie müsste zu diesem Zeitpunkt veröffentlicht werden mit dem Interessenbekundungsverfahren für künftige Programmpartner.

Sollte es keine weitere Förderphase geben, würden unzählige Angebote für junge Menschen wegbrechen, Angebote, die sie in besonderer Weise fördern, ihnen Zugänge zu Lernen und Kompetenzaufbau ermöglichen sowie die für ihre Persönlichkeitsentwicklung und auch Gesundheit so notwendigen Erfahrungen von Selbstwirksamkeit vermitteln.

Besonders in der angespannten gesellschaftlichen Situation, vor dem Hintergrund von Armutsbetroffenheit sowie einem Rückgang von Freizeit- und Bildungsangeboten – auch und gerade in ländlichen Räumen – wäre ein Ende von „Kultur macht stark“ ein eklatanter Rückschritt für Bildungschancen.

Weitere Informationen

Stellungnahme der Programmpartner (8.12.2025): „Kinder und Jugendliche fördern – Zukunftsperspektiven schaffen. ‚Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung‘ (2028 – 2033) jetzt sichern“

Stellungnahme der Programmpartner in Kurzform auf Instagram (BKJ)

Zahlen, Daten, Fakten (BMBFSFJ) 

Kampagne „Kultur macht stark“ vor Ort auf Instagram (Spielmobile e. V.)

Forderungspapier ,,Kultur macht stark IV“ auf Instagram (BMCO Verband)