Gut jedes siebte Kind in Deutschland ist armutsgefährdet. Das entspricht laut statistischem Bundesamt etwa 2,2 Millionen Kindern und Jugendlichen.
Wenn das Geld knapp ist, fehlen meist auch altersgerechte Bildungschancen, ebenso wie kulturelle und soziale Teilhabe. In der neuen kubi-Ausgabe No. 28 „Eintritt frei? – Chancen, Stärken, Jugend.“ zeigen wir, wie Kulturelle Bildung soziale Ungleichheiten mitdenken und Orte schaffen kann, an denen junge Menschen Schamgefühle ablegen und Zusammenhalt erfahren.
Klassismuskritische Perspektiven machen sichtbar, dass Kinderarmut nicht allein eine Frage materieller Ressourcen ist, sondern Ausdruck struktureller Ungleichheitsverhältnisse, die auch Kulturelle Bildung prägen.
Francis Seeck, Professor*in Soziale Arbeit
In einem Fachbeitrag weist Francis Seeck klassismuskritische Perspektiven auf Kulturelle Bildung auf und verdeutlicht die Diskriminierungsdimension von Kinderarmut.
Praxisbeispiele zeigen, wie kulturelle Teilhabe mit niedrigschwelligen Angeboten gelingen kann: Sei es über den Kooperationspartner Schule im internationalen Kontext mit Art Testers in Finnland, in der Theater-AG in Bremen-Walle, einem der ärmsten Stadtviertel in Deutschland oder als mobiles Angebot in einer Geflüchtetenunterkunft.
Im Gespräch mit Paula Wenning, Fachreferentin für Kinderarmut und Familienrecht beim Kinderschutzbund Bundesverband erfahren wir, was Kinderarmut in Deutschland bedeutet.
Das kubi – Magazin für Kulturelle Bildung, herausgegeben von der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ), lädt dazu ein, kritisch zu reflektieren, wie gesellschaftspolitische Themen unserer Zeit und Kulturelle Bildung Hand in Hand gehen können. Das Magazin erscheint mit wechselnden Themen 3 x jährlich im Newsletter-Format.