Im Beitrag „Beteiligung braucht Haltung: Machtkritische Kulturelle Bildung an der Schnittstelle Sozialer Arbeit“ untersucht Joanna Sinoplu, von der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung NRW, Machtverhältnisse im Kontext der Partizipation von Kindern und Jugendlichen in der Kulturellen Bildung, insbesondere in der kulturellen Kinder- und Jugendarbeit als Teilbereich der Sozialen Arbeit.
Im Zentrum steht Adultismus als Ausdruck strukturell verankerter Ungleichheiten zwischen Erwachsenen und jungen Menschen. Auf gesellschaftlichen Vorstellungen von Kindheit, Jugend und Erwachsensein beruhend, trägt Adultismus wesentlich zur Diskriminierung von Kindern und Jugendlichen bei. Die kritische Reflexion adultistischer Strukturen ist sowohl für die Kulturelle Bildung als auch für die Soziale Arbeit bedeutsam, um Machtasymmetrien zu erkennen und sie zu reduzieren.
Der Artikel von Joanna Sinoplu plädiert dafür, Partizipation nicht auf die Auswahl von Themen und Materialien oder auf den Erwerb methodischer Kompetenzen zu beschränken. Er fordert vielmehr eine grundlegende Haltungsveränderung von Fachkräften, die ein vorurteilssensibles Arbeiten an den eigenen Vorstellungen vom Kind- und Erwachsensein sowie kontinuierliche Selbstreflexion einschließt.
Der Beitrag ist Teil des neuen Dossiers der Wissensplattform Kulturelle Bildung Online zum Thema „Soziale Arbeit und Kulturelle Bildung im Dialog“.