Wie kann Kulturelle Bildung einer zunehmenden Einflussnahme der extremen Rechten im Kulturbereich begegnen? Und wie stärkt sie zugleich demokratische Praxis? Mit diesen Fragen setzt sich der neue Beitrag von Bünyamin Werker „Kulturelle Bildung und Demokratie – Möglichkeiten einer wehrhaften Praxis Kultureller Bildung gegen die Einflussnahme der extremen Rechten“ auf der Wissensplattform Kulturelle Bildung Online auseinander. Ausgehend von der zunehmenden gesellschaftlichen Präsenz der extremen Rechten betrachtet Bünyamin Werker Kulturelle Bildung als einen Raum, in dem demokratische Praxis gestaltet, erfahren und ausgehandelt werden kann.
Als Beispiele für eine „wehrhafte Praxis“ stellt Werker Rap-Projekte und künstlerische Erinnerungsarbeit an Gedenkstätten vor. Diese können Jugendliche dabei unterstützen, Demokratiekompetenzen und Ambiguitätstoleranz zu entwickeln, Erinnerungskultur aktiv mitzugestalten sowie kritisches Denken und Selbstwirksamkeit zu stärken. Zugleich nimmt der Beitrag die Verantwortung von Fachkräften und Einrichtungen in den Blick und plädiert dafür, Kulturelle Bildung nachhaltig als Aufgabe von Politik und Zivilgesellschaft abzusichern.
Der Beitrag ist Teil des Dossiers „radikal – widerständig – streitbar?! Kulturelle Bildung als soziale und gesellschaftspolitische Praxis“. Das Dossier widmet sich der Frage, wie Kulturelle Bildung Gestaltungs- und Diskursräume im Sinne einer gesellschaftspolitischen Praxis eröffnen kann. Dabei geht es um drei Schwerpunkte: die Grundlagen einer emanzipatorischen und menschenrechtsbasierten Idee von Kultureller Bildung, selbst- und machtkritische Perspektiven auf Kulturelle Bildung sowie Einblicke in widerständige Bildungsprozesse und deren Beitrag zu individueller und gesellschaftlicher Transformation.
Den kompletten Beitrag auf der Wissensplattform Kulturelle Bildung Online lesen:
Die Wissensplattform Kulturelle Bildung Online ist ein Projekt in Trägerschaft der vier bundesweit relevanten Fachstrukturen für Kulturelle Bildung: der Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW, der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel, der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung sowie dem Institut für Kulturpolitik der Stiftung Universität Hildesheim. Kulturelle Bildung Online | kubi-online richtet sich an eine Fachöffentlichkeit von Theoretiker*innen und Praktiker*innen der Kulturellen Bildung, Wissenschaftler*innen und Student*innen.