Frühkindliche Bildungsangebote, Mitbestimmungsmöglichkeiten in der Gemeinde, in der Schule oder im Verein: Wie gut ein Kind seine Rechte wahrnehmen kann, entscheidet sein Wohnort. Wie Kinderrechte im Alltag konkret verwirklicht werden, ist von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich. Das zeigt der „Kinderrechte-Index 2025“ des Deutschen Kinderhilfswerkes in einem umfassenden Vergleich der Länder.
Auf Basis der UN-Kinderrechtskonvention und mithilfe von 101 Indikatoren zeichnet der Kinderrechte-Index ein konkretes und differenziertes Bild der Umsetzung. Dabei stehen sechs Kinderrechte im Mittelpunkt:
- Recht auf Beteiligung
- Recht auf Schutz
- Recht auf Gesundheit
- Recht auf einen angemessenen Lebensstandard
- Recht auf Bildung
- Recht auf Ruhe und Freizeit, Spiel und Erholung sowie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben
Das Papier dient damit als Instrument, insbesondere für Landesregierungen, die Stärken und Schwächen ihrer Kinder- und Jugendpolitik zu überprüfen und gezielt zu verbessern. Für die Studie wurden eigene Analysen zu Rahmenbedingungen, wie Gesetzen, Institutionen, Netzwerken und politischen Programmen durchgeführt sowie Daten anhand einer repräsentative Umfrage unter 3.218 Kindern und Jugendlichen in den Bundesländern erhoben.
Der „Kinderrechte-Index 2025″ setzt sich zusammen aus dem zusammenfassenden Studienbericht, sechs Analysepapieren zu den Teilindizes, Steckbriefen zu den Ergebnissen der einzelnen Bundesländer sowie einer Beschreibung zur Methodik.