Das 2025 verabschiedete UBSKM-Gesetz ist wichtig, denn es legt unter anderem fest, dass Schutzkonzepte zu gewährleisten sind, „insbesondere in Einrichtungen, die der Beaufsichtigung, Betreuung, Erziehung oder Ausbildung von Kindern und Jugendlichen dienen oder deren Aufgaben und Ziele in vergleichbarer Weise Kontakt zu Kindern und Jugendlichen beinhalten“ (UBSKMG 2025 §1 (1) 1.). Allerdings benötigen Schutzkonzepte, die tatsächlich Wirkung entfalten sollen, Zeit, Ressourcen und eine gute Implementierung.
Bisher bildet sich diese Aufgabe, die mit dem Gesetz allen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe, damit auch den Trägern der Kulturellen Bildung, auferlegt wird, nicht in Mitteln und Möglichkeiten ab.
Damit Kinder – und Jugendschutzmaßnahmen nachhaltig verankert werden können, fordert die BKJ in ihrer Stellungnahme „UBSKM-Gesetz als wichtiger Aufschlag: BKJ fordert nachhaltige Verankerung von Kinder- und Jugendschutzmaßnahmen“ vom 26. Februar 2026 daher:
- Förderprogramme zur Schutzkonzeptentwicklung und für Präventionsmaßnahmen
- Verbindliche Zeitleisten und transparente Kriterien
- Beratungsstellen für die Kulturelle Bildung und Kinder- und Jugendarbeit
Die BKJ setzt sich seit Jahren für präventive, beteiligungsorientierte Strukturen ein und beschäftigt sich in ihrem Fachausschuss Prävention und Kindeswohl beständig mit dem Thema. Der Fachausschuss hat ein „Dachverbandliches Schutzkonzept für das Handlungsfeld Kulturelle Bildung“ entwickelt, welches viele Träger als Handreichung in der Entwicklung ihrer eigenen Schutzkonzepte unterstützt.
Derzeit unterstützt die BKJ mit dem Förderprogramm „Start2Act“, gefördert durch die Europäische Union, Träger der Kulturellen Bildung bei Sensibilisierungsmaßnahmen sowie der Entwicklung und Implementierung von Schutzkonzepten. Ein 2025 von der BKJ durchgeführtes Beratungsprogramm, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), hat gezeigt, dass Träger einen hohen Bedarf an kostenfreien, niedrigschwelligen und ressourcenorientierten Beratungen zu Schutzkonzepten haben.