Künstliche Intelligenz ist für Kinder und Jugendliche heute ein selbstverständlicher Teil ihres Alltags – nicht nur für Hausaufgaben oder Recherche, sondern auch als Ansprechpartner für persönliche Sorgen und Gefühle. Die Fachzeitschrift BzKJAKTUELL 1/2026, herausgegeben von der Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz (BzKJ), greift diese Entwicklung auf und beleuchtet Chancen, Risiken und Schutzbedarfe im Umgang mit KI-Chatbots.
Im Fokus steht dabei, dass Jugendliche Chatbots nicht nur zur Informationssuche nutzen, sondern auch emotionale Bindungen entwickeln. Diese parasozialen Beziehungen können entlastend wirken, bergen jedoch Risiken wie Abhängigkeit, einseitige Kommunikation und die Verringerung zwischenmenschlicher Kontakte.
Ein zentraler Beitrag von Kommunikationswissenschaftler Fabian Sauer (mecodia Medienkompetenz) betrachtet die KI-Nutzung aus Sicht des Kinder- und Jugendmedienschutzes und formuliert Empfehlungen für die medienpädagogische Praxis. Für eine sichere Nutzung müssen drei Ebenen zusammenspielen: informierte Kinder und Jugendliche, begleitende Eltern und Fachkräfte sowie verlässliche Rahmenbedingungen, die sicherstellen, dass in Krisensituationen echte Ansprechpersonen erreichbar bleiben.
Ergänzt wird die Ausgabe durch Einblicke in Praxisangebote wie „krisenchat“ sowie durch aktuelle Entwicklungen im Jugendmedienschutz.
Insgesamt macht die BzKJ deutlich, dass Fachkräfte in der Jugendarbeit Kinder und Jugendliche aktiv begleiten, über Chancen und Risiken aufklären und den Zugang zu verlässlichen Unterstützungsangeboten sichern sollten.