Gerechte Bildungschancen entstehen vor Ort. In Städten, Landkreisen und Gemeinden entscheidet sich, ob Bildungsangebote Menschen in allen Lebensphasen erreichen, ob Übergänge gelingen und ob Bildung zu mehr Teilhabe, Zusammenhalt und Zukunftsfähigkeit beiträgt. Gute Bildung stärkt dabei nicht nur den Einzelnen, sondern ganze Regionen, und macht Kommunen attraktiv für Familien, Fachkräfte und Unternehmen. Genau hier setzt die bundesweite, von Mai bis November 2026 laufende Kampagne „Kein Platz für Zufall“ des Fachnetzwerks für kommunales Bildungsmanagement an.
Kampagne kommt zur richtigen Zeit
Bildungsgerechtigkeit entsteht selten durch unkoordinierte Einzelmaßnahmen, deren Erfolg dem Zufall überlassen bleibt. Kommunen brauchen eine zielgerichtete, gut abgestimmte Bildungssteuerung, die verlässliche Daten, Erfahrungswissen und die Kooperation von Verwaltung, Schulen, Jugendhilfe, Trägern und Zivilgesellschaft zusammenführt. So lassen sich Belastungen und Brüche in Bildungswegen erkennen, Prioritäten klären, Ressourcen gezielter einsetzen und Wirkung besser überprüfen, beispielsweise beim Ganztag, an Bildungsübergängen, bei Teilhabe oder der Fachkräftesicherung. Die Kampagne macht sichtbar, dass Kommunen hier wirksam ansetzen können, und flankiert damit die Bundeskonferenz Kommunales Bildungsmanagement 2026, die sich am 16. und 17. Juni 2026 in Berlin ebenfalls der Frage widmet, wie Kommunen allen Menschen – unabhängig von Herkunft, sozialem Hintergrund oder Lebenslage – bessere Bildungschancen ermöglichen können.
Stimmen aus der Praxis
Vom Bildungsmanager bis zur Landrätin: Die Testimonials der Kampagne www.kein-platz-fuer-zufall.de geben der kommunalen Bildungssteuerung eine Stimme und zeigen konkret, wie Kommunen Bildungschancen verbessern können – praxisnah und anschlussfähig.
Als Fachstelle Kulturelle Bildung im kommunalen Bildungsmanagement ist auch die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) Teil der Kampagne. Wie Kulturelle Bildung systematisch Teil von vernetzten Bildungslandschaften wird und damit zu Bildungsgerechtigkeit beiträgt, zeigen in den kommenden Wochen verschiedene Beispiele.
Zur Kampagne „Kein Platz für Zufall“
Fachnetzwerk unterstützt Kommunen bundesweit
Das Fachnetzwerk für kommunales Bildungsmanagement berät und begleitet Kommunen beim Aufbau einer gut abgestimmten Bildungssteuerung und bei der Weiterentwicklung ihrer Bildungslandschaft. Ziel ist es, Kommunen als attraktive Lebensorte mit guten und gerechten Bildungschancen für alle zu gestalten. Im Fachnetzwerk unterstützen acht regionale Entwicklungsagenturen und fünf thematisch ausgerichtete, bundesweit tätige Fachstellen Kommunen mit passgenauem Fach- und Praxiswissen. Die BKJ unterstützt als eine solche Fachstelle Kommunen dabei, kommunale Bildungslandschaften mit dem Schwerpunkt Kulturelle Bildung aufzubauen.
Gefördert wird das Fachnetzwerk durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), das sich im Rahmen der Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement seit 2014 für eine Stärkung kommunaler Steuerungsstrukturen in der Bildung engagiert.