Die BKJ ruft dazu auf, sich bis zum 16. Juli 2026 an der öffentlichen Konsultation der EU-Kommission zur Jugendstrategie nach 2027 zu beteiligen. Die EU-Jugendstrategie 2019-2027 definiert den Rahmen für die jugendpolitische Zusammenarbeit innerhalb der EU in den drei Kernbereichen Beteiligung, Begegnung und Befähigung. Ihr Ziel ist es, das soziale und gesellschaftliche Engagement junger Menschen zu stärken sowie politische Entscheidungen und deren Auswirkungen auf junge Menschen stärker zu berücksichtigen.
Die aktuelle EU-Jugendstrategie endet 2027, und die Vorbereitungen für ihre Nachfolge haben bereits begonnen. Mit der öffentlichen Konsultation möchte die Europäische Kommission unterschiedliche Meinungen und Erfahrungen sammeln, um die zukünftige Ausrichtung der europäischen Jugendpolitik weiterzuentwickeln. Alle EU-Bürger*innen und Organisationen sind dazu aufgerufen, sich an der Konsultation zu beteiligen und ihre Perspektiven einzubringen. Für Akteur*innen aus der Kulturellen Bildung bietet das die Möglichkeit, ein stärkeres Engagement der EU im Bereich der Kulturellen Bildung einzufordern und Kulturelle Bildung als notwendiges Handlungsfeld in der EU-Jugendpolitik zu platzieren.
Die BKJ spricht sich dafür aus, dass sich die Europäische Union künftig stärker im Bereich der Kulturellen Bildung engagiert. Dazu gehören insbesondere ein intensiverer fachlicher Austausch zwischen den Mitgliedstaaten sowie eine gezielte Förderung kultureller Bildungsprojekte. Die BKJ hat sich darüber hinaus in der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) an einem Positionspapier zur EU-Programmgeneration beteiligt und fordert darin eine politikfeldübergreifende und multidimensionale EU-Kinder- und Jugendpolitik – auch angesichts politisch und finanziell veränderter Bedingungen.
Weitere Informationen
Hintergrundbeitrag von Kathrin König (BKJ) „Zwischen Freiraum und Funktionalität: Was die neue Erasmus+-Generation für die Kulturelle Bildung bedeutet“ (2026)