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Kultur und Musik weiterhin an 3. Stelle: Erste Ergebnisse aus dem Freiwilligensurvey 2024
Neuerscheinung • 04.12.25

Kultur und Musik weiterhin an 3. Stelle: Erste Ergebnisse aus dem Freiwilligensurvey 2024

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Die zentralen Ergebnisse des 6. Deutschen Freiwilligensurveys liegen vor: Das freiwillige Engagement ist im Vergleich zu 2019 leicht gesunken. Dennoch bleibt das Engagementniveau auch im Jahr 2024 bemerkenswert hoch – und das trotz der umfassenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens während der Corona-Jahre 2020 bis 2022 sowie eines sich beschleunigenden gesellschaftlichen Wandels.

Kultur und Musik weiterhin bedeutender Engagementbereichh

Der Bereich Kultur und Musik gehört nach wie vor zu den drei wichtigsten Feldern freiwilligen Engagements – hinter Sport sowie dem sozialen Bereich. Dennoch zeigt sich seit 2019, wie in den anderen Bereichen auch, ein leichter Rückgang: 2024 engagieren sich weniger Menschen in Kultur und Musik als noch vor fünf Jahren (von 8,6 Prozent im Jahr 2019 auf 6,3 Prozent im Jahr 2024).

Junges Engagement

Junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren sind im Kulturbereich überdurchschnittlich aktiv: 7,1 Prozent dieser Altersgruppe engagieren sich hier – deutlich mehr als in der Gesamtbevölkerung (3,1 Prozent).

Auch das Engagementpotenzial ist bei jungen Menschen besonders stark ausgeprägt. Zwei Drittel der aktuell nicht Engagierten in dieser Altersgruppe zeigen grundsätzlich Interesse daran, sich künftig freiwillig zu beteiligen. Zudem geben 16 Prozent der 14- bis 29-Jährigen an, ihr Engagement innerhalb der kommenden zwölf Monate ausweiten zu wollen.

Vereine bleiben wichtigste Struktur des Engagements

Vereine sind weiterhin die zentrale Säule für freiwilliges Engagement – auch für junge Menschen. Allerdings engagiert sich die Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen häufiger zusätzlich in selbst organisierten Formaten, etwa in Initiativen, projektbezogener Arbeit, Nachbarschaftshilfe oder Selbsthilfegruppen.

Zugang zu Engagement

Personen mit niedrigerer Schulbildung beteiligen sich nach wie vor seltener am freiwilligen Engagement als Menschen mit höherer Schulbildung. Wie bereits im Vierten Engagementbericht (BMFSFJ 2025) aufgezeigt, hängen diese Unterschiede maßgeblich mit ungleichen Zugangschancen zusammen. Der Bericht benennt Hürden und Schwellen, die insbesondere bestimmten Gruppen die Aufnahme und Ausübung freiwilligen Engagements erschweren. Diese Hürden tragen dazu bei, dass gesellschaftliche Ungleichheiten auch im freiwilligen Engagement reproduziert werden. 

Gleichzeitig zeigt sich jedoch: Auch Menschen mit mittlerer oder niedriger Schulbildung bringen eine hohe Bereitschaft mit, sich künftig freiwillig zu engagieren. Daher besteht weiterhin deutlicher Handlungsbedarf, um Zugangschancen zu verbessern und Hemmnisse abzubauen.

Über den Freiwilligensurvey

Der Deutsche Freiwilligensurvey (FWS) ist seit 1999 die Grundlage für die Berichterstattung zur Entwicklung des freiwilligen Engagements. Der Bericht basiert auf der mit über 27.000 Befragten größten Datenerhebung zu dem Thema und liefert alle fünf Jahre ein umfassendes Bild der Entwicklung der Zivilgesellschaft. Der Kurzbericht zum 6. Deutschen Freiwilligensurvey wurde im November 2025 vorgelegt, der Hauptbericht folgt Mitte 2026.

Pressemeldung (BMBFSFJ), 14.11.2025: „Bericht zur Lage von Engagement und Ehrenamt veröffentlicht“

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