Die Förderung des internationalen Freiwilligendienstes kulturweit durch das Auswärtige Amt wird 2027 auslaufen. Hintergrund sind Haushalts-Einsparungen, die die Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik betreffen.
Seit 2009 konnten mit dem Programm der Deutschen UNESCO-Kommission junge Menschen aus Deutschland einen Freiwilligendienst in eng mit Deutschland verbundenen Bildungs- und Kultureinrichtungen weltweit absolvieren, etwa in Goethe Instituten, beim Pädagogischen Austauschdienst oder in Welterbestätten. Seit 2015 konnten zudem junge Menschen aus dem Ausland über das Programm kulturweit die Arbeit von Bildungs- und Kultureinrichtungen in Deutschland kennenlernen. Über 6.500 Menschen haben bisher teilgenommen. Das Programm steht für internationale Kompetenz, Zusammenarbeit und Verständigung in einer stark vernetzen Welt.
In ihrer Pressemitteilung bedauert die Deutsche UNESCO-Kommission das Auslaufen der Förderung und hebt die Bedeutung des Programms für internationale Kooperation und Weltoffenheit junger Menschen hervor. Gleichzeitig betont sie, dass die in 17 Jahren entstandenen Netzwerke und Erfahrungen auch künftig für die internationale Kultur- und Bildungspolitik wertvoll bleiben.
In der Pressemitteilung des Deutschen Kulturrats „Nicht euer Ernst? kulturweit droht das Aus“ vom 09. März 2026 kritisierte dessen Geschäftsführer Olaf Zimmermann das Ende der Förderung von kulturweit massiv und begründet: „Gerade in Zeiten, in denen nationalistische Ideen weltweit zunehmen, in denen die Gefahr eines weltweiten Krieges wieder näher rückt, ist die internationale Kompetenz und kulturelle Begegnung junger Menschen unterschiedlicher Herkunft von zentraler Bedeutung.“