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European Youth Forum: pauschale Social-Media-Verbote gefährden Teilhabe
Neuerscheinung • 07.07.26

European Youth Forum: pauschale Social-Media-Verbote gefährden Teilhabe

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In vielen Ländern Europas gibt es derzeit Debatten oder auch konkrete Vorhaben bestimmte Altersgrenzen für Social Media Plattformen einzuführen. Das European Youth Forum warnt vor den möglichen Folgen pauschaler Social-Media-Verbote für junge Menschen. Im neuen Artikel „Europe’s social media ban debate risks silencing the very people it claims to protect“ betont die Autorin Lauren Mason, dass soziale Medien für viele junge Menschen weit mehr seien als Unterhaltungsplattformen. Sie dienten als zentrale Orte, um sich zu informieren, zu diskutieren, mit Organisationen sowie Gleichaltrigen in Kontakt zu treten und eine politische Identität zu formen. 65 Prozent aller 15- bis 24-Jährigen nennen Social Media als ihre Hauptinformationsquelle. 

Mit pauschalen Verboten besteht die Gefahr, dass ausgerechnet diejenigen vom digitalen öffentlichen Raum ausgeschlossen werden, deren Perspektiven in politischen Debatten ohnehin kaum sichtbar sind: etwa Jugendliche, die Teil der LGBTQIA+ Community sind, Jugendliche mit Behinderungen, Geflüchtete, oder junge Menschen die schlecht angebunden in ländlichen Räumen leben. Würden sie den Zugang zu Social Media Plattformen verlieren, könnten ihre Möglichkeiten zur politischen Teilhabe und zur freien Meinungsäußerung erheblich eingeschränkt werden.

Statt pauschaler Verbote fordert das European Youth Forum eine stärkere Regulierung der Plattformen selbst. Notwendig seien Maßnahmen gegen manipulative Designmechanismen, suchtfördernde Funktionen, schädliche Inhalte und intransparente Empfehlungsalgorithmen sowie die konsequente Umsetzung bestehender EU-Regelungen wie des Digital Services Act. Diese Maßnahmen würden Nutzer*innen von Social Media aller Altersgruppen zugute kommen. Ziel müsse es sein, digitale Räume sicherer zu gestalten, ohne junge Menschen aus demokratischen Prozessen und Debatten auszuschließen.

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