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Eurochild-Report 2025: So steht es um Kinderrechte in der EU
Neuerscheinung • 09.01.26

Eurochild-Report 2025: So steht es um Kinderrechte in der EU

veröffentlicht:
Illustration eines Kindes auf einer Wolke, das ein großes zusammengerolltes Papier hält, darunter ein weiteres Kind mit einer Schere, mit Text über Kinderrechte und Eurochilds Bericht 2025 über Kinder in Not in ganz Europa.
Eurochild

Der aktuelle Eurochild-Bericht „Unequal Childhoods: Rights on paper should be rights in practice“ nimmt die Rechte und Lebenssituationen von Kindern und jungen Menschen bis 18 Jahren in der EU in den Blick. Er basiert auf Bewertungen von 84 Eurochild-Mitgliedern, darunter auch die BKJ, und Mitwirkenden in 36 Ländern. 

Trotz der in einigen Ländern erzielten Fortschritte sind Kinderarmut und soziale Ausgrenzung in Europa nach wie vor zu hoch. Der mangelnde Zugang zu grundlegender Unterstützung und anhaltende Diskriminierung beeinträchtigen weiterhin ohnehin bereits stark benachteiligte Kinder. […] Die europäischen Staats- und Regierungschefs müssen ihre Kräfte mit der Zivilgesellschaft bündeln, um die Rechte jedes Kindes in Europa und darüber hinaus zu schützen und zu fördern.

Tanya Ward, Präsidentin von Eurochild

Der 2025 veröffentlichte Flagship-Report zeigt deutlich, dass die Umsetzung der Kinderrechte in Europa weiterhin durch erhebliche strukturelle Lücken geprägt ist. Trotz der rechtlichen Verpflichtungen aus der UN-Kinderrechtskonvention fehlt es in den meisten Ländern an systematischen und institutionell verankerten Qualifizierungsangeboten für Fachkräfte und Entscheidungsträger*innen. Kinder selbst erhalten häufig nicht genügend Informationen über ihre Rechte. Angebote für Kinder und Jugendliche sind oft zivilgesellschaftlich getragen, während staatliche Maßnahmen nach wie vor unzureichend bleiben.

Gleichzeitig bergen digitale Entwicklungen, wie der Einsatz von KI, die Verbreitung sexualisierter Gewalt im Netz oder Cybermobbing zunehmende Risiken für Kinder, auch wenn einige Länder positive Schritte zur Verbesserung der Online-Sicherheit unternommen haben. Darüber hinaus gewinnen rechte und rechtsextreme Bewegungen in mehreren Staaten an Einfluss und gefährden insbesondere die Rechte marginalisierter Gruppen wie LGBTQI+-Jugendlicher sowie junger Menschen mit Flucht- oder Migrationserfahrungen. Insgesamt verdeutlicht der Bericht, dass erheblicher Handlungsbedarf besteht, um Kindern in Europa ein sicheres und gerechtes Aufwachsen zu ermöglichen. 

Zum vollständigen Eurochild-Report 

Mehr über das europäische Netzwerk:

Logo Eurochild

Mit 224 Mitgliedern in 42 Ländern ist Eurochild das größte Netzwerk von Organisationen und Einzelpersonen, die mit und für Kinder in Europa arbeiten. Die Mitglieder des Netzwerks setzen sich für eine Gesellschaft ein, in der alle Kinder und Jugendliche ein gutes Aufwachsen erfahren und in der ihnen Respekt entgegengebracht wird. Es strebt positive Veränderungen insbesondere für von Armut und Benachteiligung betroffene Kinder an. Eurochild wurde 2004 gegründet und arbeitet eng mit der Europäischen Union zusammen, da der Schutz der Rechte von Kindern zu den Zielen und Werten der EU gehört.

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