Der kürzlich erschienene elfte Bildungsbericht führt erneut vor Augen, wie eng Bildungschancen in Deutschland mit der sozialen Herkunft verbunden sind. Am 15. Juni 2026 hatten Bund und Länder gemeinsam mit dem DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation den nationalen Bildungsbericht „Bildung in Deutschland 2026“ vorgestellt (Pressemitteilung BMBFSFJ).
Wer über Bildungsgerechtigkeit spricht, darf nicht allein auf Schule schauen. Die entscheidenden Weichen werden häufig schon deutlich früher gestellt. Bildungsbiografien entwickeln sich über viele Jahre hinweg und werden von einer Vielzahl unterschiedlicher Bildungsorte geprägt.
Für die Kulturelle Bildung ergibt sich daraus ein klarer Auftrag. Dominik Eichhorn (BKJ) ordnet in seinem Beitrag „Bildungsungleichheit mit Kultureller Bildung begegnen: Frühe Bildung, Ganztag, Kindzentrierung“ den Bildungsbericht für die Kulturelle Bildung und ihre Einbindung in Bildungslandschaften ein. Deutlich wird: Bildungsgerechtigkeit entsteht dort, wo Bildungsorte nicht nebeneinanderstehen, sondern miteinander wirken.