In seiner aktuellen Stellungnahme fordert der Deutsche Kulturrat das Bundesbildungsministerium auf, die Fortführung von „Kultur macht stark“, wie im Koalitionsvertrag angekündigt, zu sichern. An die Abgeordneten richtet der Deutsche Kulturrat die Forderung, in den Haushaltsverhandlungen zum Bundeshaushalt 2027 die entsprechenden Mittel in mindestens bisheriger Höhe bereitzustellen und ab 2028 durch Verpflichtungsermächtigung zu sichern.
Der Erfolg von „Kultur macht stark“ müsse fortgeführt werden, denn der Handlungsbedarf, Kindern und Jugendlichen aus Risikolagen den Zugang zu außerschulischer kultureller Bildung zu ermöglichen und damit ihre Teilhabechancen zu erhöhen, sei weiterhin hoch.
Daher fordert der Deutsche Kulturrat weiterhin, dass die Förderrichtlinie für die nächste Förderphase ab 2028 noch in diesem Jahr veröffentlicht wird, um einen sogenannten Förderknick zu vermeiden. Die Auswahl der Programmpartner für die nächste Förderphase soll, so der Deutsche Kulturrat, auch zukünftig durch eine unabhängige Jury erfolgen. Außerdem sollen der Bürokratieabbau sowie Verwaltungsvereinfachungen vorangetrieben werden.
Die Stellungnahme beinhaltet zusätzlich Anregungen zur inhaltlichen Ausgestaltung einer neuen Förderphase, die sich auf Bildungsübergänge richten, auf Projekte in ländlichen Räumen, auf die Beiträge der Projekte für einen qualitativ gut ausgestalteten Ganztag, zur Stärkung von Medienkompetenzen und von Geschlechtergerechtigkeit. Schutzkonzepte sollen weiterhin Bestandteil der Projekte sein, benötigten aber die entsprechenden Ressourcen.