Autor: Katharina Hennecken
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Schutzkonzepte in der Kulturellen Bildung: Nähe gestalten, Grenzen sichern
Nähe, Körperlichkeit und kreative Freiheit gehören zur Praxis Kultureller Bildung. In der Prävention sexualisierter Gewalt sind sie Fluch und Segen zugleich, meint Kimberly Alder. Im Interview erklärt sie, worauf Fachkräfte achten können. Kimberly Alder ist Expertin für Prävention und Intervention bei Machtmissbrauch, sexualisierter Belästigung und Gewalt. Für das BKJ-Programm „Start2Act“…
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Digitale Aspekte der Partizipation in Präventionsprojekten und -prozessen in der Kulturellen Bildung
Digitale Räume sind längst zum selbstverständlichen Teil jugendlicher Lebenswelten geworden. Wie können Kulturelle Bildung und Prävention zum Schutz junger Menschen in diesen Räumen zusammengedacht werden, ohne in Alarmismus oder unkritische Euphorie zu verfallen? Von Christian Grüner Christian Grüner ist Pädagoge, Mediator, Fachkraft für Prävention und Intervention in der Arbeit mit…
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Wenn Kinder mitentscheiden: Wie Prävention in Kunstschulen wirken kann
Was brauchen Kinder, um sich sicher zu fühlen? Am besten erfährt man das, indem man sie fragt. Der Landesverband der Kunstschulen Niedersachsen zeigt, wie Beteiligung einer ganzen Organisation nutzen kann. Die Kinder sitzen am Tisch, lauschen und haben Papier vor sich liegen, um große Seifenblasen auf Papier zu zeichnen. In…
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Partizipation in der Schutzkonzeptentwicklung – Mitbestimmung und Teilhabe von Beginn an mitgedacht
Partizipation ist nicht nur eine wesentliche Grundlage der Kulturellen Bildung, sondern ebenso wichtig für die Präventionsarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Welche konkreten Beteiligungsmöglichkeiten gibt es und wie können typische Herausforderungen praxisnah bewältigt werden? Von Vera Sadowksi Vera Sadowski ist Erziehungswissenschaftlerin und unterstützt mit „Sicher(l)Ich“ Vereine, Organisationen und Unternehmen bei der…
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Die Signale des Körpers lesen: Wie Tanz Kindern hilft, Grenzen zu setzen
Wie fühlt sich Sicherheit im eigenen Körper an? Die 12-jährige Jana* und die 11-jährige Nina* berichten vom Projekt „Mein Körper gehört mir – Nähe und DisTanz“ Ganztag ihrer Schule. Mit tanz- und theaterpädagogischen Methoden lotete die Berliner Tanz- und Theaterpädagogin Mara Atkins gemeinsam mit ihren Teilnehmer*innen die körperliche Wahrnehmung von…
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Each one teach one: Peer-to-Peer als partizipativer Ansatz
Partizipation ist ein Grundmerkmal bei adis. Der Verein setzt sich für Empowerment und Antidiskriminierung ein. In den Rap- und Hip-Hop-Tanzworkshops des Projekts TALK lernen Jugendliche voneinander und bestimmen mit ‒ und das auch beim Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt. In einer Schulung zum Kinder- und Jugendschutz geht es gerade um Verhaltenstipps…
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Scheuklappen verlieren, Unerwartetes gewinnen
Jede Musikschule braucht ein passendes, gemeinsam getragenes Schutzkonzept, findet Manuel Peitzker. Der Musikschulleiter und sein Kollegium haben erfahren: Der Prozess lohnt sich – für Prävention gegen sexualisierte Gewalt und für die Kommunikationskultur der Musikschule. Manuel Peitzker leitet die Musikschule Nienberge e. V. und ist zudem Vorstandsmitglied des Landesverbands der Musikschulen…
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Sexualisierte Gewalt mit Kindern oder Jugendlichen thematisieren – Was kann das bewirken?
Künstlerische Arbeit – so gut und achtsam sie auch ist – ist kein Ersatz für Schutzkonzepte, aber sie kann ein entscheidender Bestandteil davon sein. Sie schafft Räume, in denen Kinder Selbstvertrauen, Empathie und Mut entwickeln – zentrale Voraussetzungen, um sexualisierte Gewalt zu erkennen, zu benennen und ihr entgegenzutreten. Von Christine…
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Guter Ganztag für alle überall
Wie kann die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung gelingen? Gemeinsam mit dem Fachnetzwerk für kommunales Bildungsmanagement hat sich die REAB Niedersachsen bundesweit auf die Suche nach Antworten auf diese Frage gemacht. Die Publikation „Guter Ganztag für alle überall“ versammelt Praxisbeispiele, Erfahrungsberichte und Handreichungen, die zeigen, wie konkrete…
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Für ein paar Stunden die Welt vergessen
Ein Containerdorf als Kunstraum: In Lückerath malen geflüchtete Kinder, erzählen ohne Worte und finden Halt. Kunst ist hier mehr als Ablenkung oder ein schönes Extra – sie schafft Platz für Gefühle und Selbstvertrauen. Jeden Dienstag um halb drei, wenn die Kunst ins Containerdorf kommt, ist das ein Highlight. Dann laufen…
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Kinderarmut und Klassismus – eine vergessene Diskriminierungsdimension
Pädagogisches Handeln ist stets politisch, dies gilt auch für Kulturelle Bildung. Eine klassismusreflexive Perspektive ermöglicht es, Machtverhältnisse zwischen Fachkräften, Kindern und Eltern sichtbar zu machen und klassistische Ausschlüsse zu hinterfragen. Von Francis Seeck Francis Seeck ist Professor*in für Soziale Arbeit mit Schwerpunkt Demokratie- und Menschenrechtsbildung an der Technischen Hochschule Nürnberg…
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Eintritt frei für kulturelle Teilhabe – auf Finnisch
Kulturelle Teilhabe in Finnland ist ungleich verteilt und stark abhängig von sozioökonomischen und geografischen Faktoren. Welche Strategie es im Land gibt, Kultur in den Alltag junger Menschen zu integrieren und Angebote zugänglich, statt nur verfügbar zu machen, zeigt der Beitrag. „Zu laute Töne und ansonsten auch schlecht!“, findet eine 14-jährige…
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Eine Bühne für das, was die Kinder mitbringen
Ansässig in Bremen-Walle, das laut verschiedener Statistiken einer der ärmsten Stadtteile in Deutschland ist, findet sich einmal pro Woche die Theater-AG an der Nordstraße zusammen. Die Teilnahme hängt nicht davon ab, wie voll der Kühlschrank zu Hause ist. Es geht um Zusammenhalt und darum, den Kindern aus dem Quartier eine…
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Was Kindern fehlt, wenn das Geld knapp ist
Jedes siebte Kind lebt in Armut, rund 2 Millionen Kinder sind auf Bürgergeld angewiesen. Es sind viele kleine Dinge im Alltag, bei denen immer wieder das Geld fehlt. Im Interview räumt Paula Wenning mit Vorurteilen über armutsbetroffene Familien auf und verdeutlicht, was nötig wäre, damit kulturelle Teilhabe nicht vom Geldbeutel…
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Potenziale entfalten und Übergänge gestalten
Übergänge im Leben junger Menschen verlangen Orientierung und Selbstvertrauen. Der Kompetenznachweis Kultur setzt genau hier an: Er macht Lernerfahrungen aus kulturellen Bildungsangeboten sichtbar, indem er die individuellen Kompetenzen junger Menschen anerkennt, dokumentiert und wertschätzend rückmeldet. Von Dr.in Kathrin Ehrlich Dr.in Katrin Ehrlich war bis 2025 Referentin bei der BKJ und…
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Viele Likes ≠ stabile Psyche – Kritisch, konstruktiv und selbstbestimmt in digitalen Räumen
Mediennutzung beginnt immer früher und wirkt immer tiefer. Im Interview zeigen Nadia Boltes und Tobias Hennigs von der LKJ Sachsen-Anhalt wie sich Likes, Vergleichsdruck und Doomscrolling auf die mentale Gesundheit junger Menschen auswirken und wie Kulturelle Bildung Orientierung und Resilienz fördern kann. Nadia Boltes leitet die Servicestelle für digitale Kulturelle…
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Verbundenheit erleben – im Sehen, Hören und Miteinandersein
Die Berliner Theatergruppe AWA nutzt Tanz und Theater als kraftvolles Mittel, um gemeinsam mit jungen Geflüchteten Isolation aktiv zu begegnen und Einsamkeit zu überwinden. Die Menschen, die an einem Novemberabend gemeinsam vor dem Eingang des Hoftheaters in Berlin-Kreuzberg stehen, Tee trinken und sich leise murmelnd unterhalten, horchen auf: Klaviermusik ertönt,…
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Werkzeug, Mit- und Gegenspielerin oder Kollaborationsinstanz?
Welche Rollen nimmt generative KI (genKI) in der Kunst ein? Wie können normierende generische Bildästhetiken in der Arbeit mit genKI unterwandert und ko-kreative Prozesse angestoßen werden, die Momente der „Unbestimmtheit“ (Jörissen und Marotzki 2009: 21) ermöglichen? Carolin Jakob ist forschende Kunstpädagogin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Department für Kunst und Musik…
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Kulturelle Bildung von Klein auf bis ins hohe Alter
Vom Pinselstrich und verdrehten Buchstaben bis zur kommunalen Strategie: Wie frühkindliche Kulturelle Bildung und lebensbegleitendes Lernen den Kreis Stormarn prägen. Ein lilafarbener Luftballon mit den Buchstaben „KuKi“: das Logo des Stormarner Förderprogramms „Kultur und Kita“. Es ist gleichzeitig ein Symbol für Leichtigkeit, Freude und Fantasie. Gestaltet haben den „KuKi“-Luftballon Kitakinder…
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„Eine KI geht nicht ins Theater“
Sandra Anklam und Horst Pohlmann erkunden in welchen theaterpädagogischen und künstlerischen Vermittlungskontexten sich Fachkräfte KI zunutze machen können. Ihre Überzeugung: Wirklich kreativ wird KI nur dort, wo Menschen mit ästhetischem Urteilsvermögen und klaren Ideen die Richtung vorgeben. Sandra Anklam leitet den Fachbereich Theater an der Akademie der Kulturellen Bildung in…
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Wenn Algorithmen Ideen spiegeln: Kreativität, KI und Kollaboration
Wie lässt sich Künstliche Intelligenz so in der Kulturellen Bildung einsetzen, dass Kinder und Jugendliche eigene Gestaltungsspielräume entdecken? Bei edugrapes lautet die Antwort: ausprobieren, gestalten, reflektieren. In ihren Workshops setzen sie auf Kreativität, Miteinander und Mut zum Experiment. „Checkst Du“, „Das crazy“ und „goonen“: Diese drei Wörter stehen zur Auswahl…
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Kulturelle Bildung im Experimentierfeld KI
Kulturelle Bildung lebt von analoger Praxis – und findet doch längst in einer digital geprägten Welt statt. Der Fachausschuss Kulturelle Bildung und Digitalität der BKJ fragt, wie sich dieser Wandel mitgestalten lässt und welche Chancen Künstliche Intelligenz für kreative und partizipative Bildungsprozesse eröffnet. Kathrin Hartmann setzt sich im BKJ-Fachausschuss mit…
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Mit Witz und Spiel: Der KI auf der Spur
Generative KI-Tools gibt es inzwischen für alle kreativen Bereiche: Ob Bildbearbeitung und -generierung, Schreiben, Musikproduktion, Journalismus. Aber die große Frage ist, wie können Fachkräfte der Kulturellen Bildung sie sinnvoll einsetzen? Warum sind kulturelle Bildungsangebote wie eine Bibliothek im Fitnessstudio?: Weil du eigentlich nur zum „Durchblättern“ kommst, aber am Ende trotzdem…
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Imaginäre Aktanten und das Subjekt (in) der Kulturellen Bildung
Ein Papst in Daunenjacke, ein fliehender Präsident: Mit ihren irritierend realen Bildern haben KIs die Grenzen zwischen Fiktion und Dokumentation verwischt und zugleich die Grundlagen unseres Sehens erschüttert. Was bedeutet das für das Verständnis von Bildern und für die Kulturelle Bildung in einer Ära algorithmischer Medien? Von Torsten Meyer Torsten…