Skip to main content
home
chevron_right
Magazin
chevron_right
Abschlussbericht zum Evaluationsprojekt „gesundmitkunst“
Empfehlung

Abschlussbericht zum Evaluationsprojekt „gesundmitkunst“

veröffentlicht:
Thema
Prävention und Kindeswohl
Schlagworte
Prävention und Kindeswohl

Im Rahmen des zweijährigen Pilotprojekts „gesundmitkunst“ untersuchte das STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e. V. gemeinsam mit der AOK Bayern – Die Gesundheitskasse und der MSH – Medical School Hamburg das Potenzial von Kunst zur Förderung der Gesundheit in kommunalen Kontexten. Kunst gestaltet Wirklichkeit – sie wirkt auf Körper, Seele und Geist. Ihre gestalterische Kraft kann Lebensqualität steigern und zur gesundheitlichen Stabilisierung und Prävention beitragen.

Ziel und Durchführung des Projekts

Ziel des Projekts war es, künstlerische Angebote – durchgeführt von Kunstpädagog*innen und Kunsttherapeut*innen – gezielt zur Gesundheitsförderung in Städten und Gemeinden einzusetzen. Untersucht wurde, inwiefern solche kulturellen Interventionen die gesundheitliche Situation der Teilnehmer*innen positiv beeinflussen können. Darüber hinaus sollten Wirkfaktoren identifiziert werden, die zeigen, wie kunstpädagogische Angebote auf gesundheitsrelevante Einflussgrößen wirken.

Der Projektzeitraum erstreckte sich vom 1. Januar 2019 bis zum 28. März 2021. Insgesamt nahmen 21 Museen aus elf bayerischen Kommunen teil. In diesem Rahmen wurden 58 partizipative künstlerische Workshops mit erwachsenen Teilnehmer*innen durchgeführt.

Untersuchte Wirkdimensionen

Im Fokus standen folgende gesundheitsbezogene Aspekte:

  • Förderung von Teilhabe und sozialer Partizipation
  • Stärkung der Lebensqualität
  • Unterstützung kreativen Denkens
  • Erweiterung individueller Handlungsspielräume
  • Erleben von Selbstwirksamkeit und Handlungskompetenz
  • Förderung von Problemlösungsfähigkeit
  • Sensibilisierung für Empathie und Resonanz
  • Unterstützung von Sinnfindung und Sinnerfüllung

Zentrale Ergebnisse

Die Teilnahme an den Workshops führte zu einer signifikanten Verbesserung der Lebensqualität. Positive Effekte zeigten sich in der körperlichen, psychischen und allgemeinen Lebensqualität sowie in den Bereichen Autonomie und soziale Teilhabe.

Die Workshops wurden als geschützter Raum erlebt, in dem sich die Teilnehmenden angenommen, sicher und gesehen fühlten. Damit unterstreichen die Ergebnisse die Bedeutung von partizipativen und gemeindebasierten Kunstprojekten im gesundheitsfördernden Kontext.

Darüber hinaus ermöglichte das intensive Eintauchen in kreative Prozesse eine wohltuende Distanz zum Alltag und hatte eine entlastende Wirkung. Die künstlerische Auseinandersetzung stärkte neue Handlungskompetenzen und unterstützte die Entwicklung von Selbstakzeptanz.

Zum Bericht „gesundmitkunst“