Arbeitsfelder der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung



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Neue Allianzen für Kulturelle Bildung in Europa schmieden
Die Teilnehmer*innen des Polylogue III on Arts Education in Wildbad Kreuth. Photo by (REC) Radiocentrum, Brussels – 2015

Um Perspektiven des zukünftigen Zusammenwirkens auf europäischer Ebene zu entwickeln,  hatte die BKJ  gemeinsam mit der britischen Organisation Creativity Culture and Education (CCE) vom 17. bis 20. Mai 2015 etwa 100 europäische und außereuropäische Akteure der Kulturellen Bildung ins bayerische Wildbad Kreuth eingeladen.

Es war kein Dialog, es war kein Trialog – es war der dritte „Polylogue on Arts Education“ mit Teilnehmer*innen aus 35 Ländern, der im Mai 2015 im Bildungszentrum der Hanns Seidel Stiftung in Wildbad Kreuth stattfand. Im Rahmen des seit 2014 laufenden Projekts „New Alliances for Europe“, das die BKJ gemeinsam mit CCE durchführt und das durch die Stiftung Mercator finanziert wird, konnten relevante Akteursgruppen aus verschiedenen Bereichen der Kulturellen Bildung zusammengebracht werden: Vertreter*innen von nationalen Kultur- und Bildungsministerien, von kommunalen Kulturverwaltungen, von Forschungs- und Ausbildungseinrichtungen, von europäischen Praxis-Netzwerken und Stiftungen.

Ergänzt wurde dieses Feld von Teilnehmer*innen aus 25 europäischen Ländern durch Vertreter*innen des International Network for Research in Arts Education (INRAE) aus zehn außereuropäischen Staaten. So konnten in allen Plenumssitzungen und Arbeitsgruppen „critical friends“ von anderen Kontinenten dafür sorgen, dass die Debatten nicht zu eurozentrisch verliefen. Dieses anspruchsvolle Tagungskonzept forderte von allen Mitwirkenden eine große Bereitschaft, über den Tellerrand der eigenen Profession und der eigenen Aufgabe in der Kulturellen Bildung hinauszudenken und sich mit Kolleg*innen offen und konstruktiv auszutauschen, die zum Teil völlig anders an Fragen der Kulturellen Bildung herangehenden.

Hauptziel des Projekts „New Alliances for Europe“ und damit auch des Polylogue war es, mit vereintem Erfahrungswissen über Möglichkeiten und konkrete Wege nachzudenken, wie in den Ländern  Europas die Qualität kultureller Bildungsangebote verbessert und vor allem, wie die Reichweite Kultureller Bildung vergrößert werden kann, um europaweit mehr –  insbesondere jungen – Menschen Zugangsmöglichkeiten zu Projekten, Programmen und Angeboten Kultureller Bildung zu verschaffen.

Kooperationen von Kultur und Schule überall relevant

Es stellte sich heraus, dass Kooperationen von außerschulischen Kulturakteuren mit Schulen jeder Form in allen Staaten als sehr erfolgversprechend angesehen werden, um den genannten Zielen näherzukommen. Die Möglichkeiten des Zusammenwirkens von Schulen, Lehrer*innen, Künstler*innen, Kultur- und kulturpädagogischen Einrichtungen und den dafür verantwortlichen Politik- und Verwaltungsebenen haben in den Diskussionen des Polylogue deshalb eine wichtige Rolle gespielt haben. Es wurden Möglichkeiten der sinnvollen Verknüpfung von lokalen Initiativen in diesem Bereich – wie z. B. die Förderung kommunal vernetzter Bildungslandschaften oder die Erarbeitung kommunaler Gesamtkonzepte für Kulturelle Bildung – sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene diskutiert, um über Grenzen hinweg noch besser voneinander lernen, Erfahrungen und Informationen austauschen und gemeinsam Qualität weiterentwickeln zu können.

Die im Verlauf des Polylogue in vielen kleinen Arbeitsgruppen entwickelten Vorschläge und Ideen werden von den Projektpartnern CCE und BKJ  in den nächsten Wochen weitergedacht und präzisiert, um anschließend mit möglichen Unterstützer*innen über die Implementierung und konkrete Umsetzung in verschiedensten Bereichen und auf mehreren Ebenen zu verhandeln.

Eine wichtige Rolle werden dabei auch die offenen Kommentare der ‚critical friends‘ von anderen Kontinenten spielen, die u.a. deutlich darauf hingewiesen haben, dass das Konzept der Kulturellen Bildung endlich über den klassischen, von westlichen Ländern geprägten Kanon der Kunstformen hinaus, weiterentwickelt werden muss. Einerseits um den künstlerischen und kulturellen Ausdrucksformen anderer Kulturkreise rund um den Globus auch als vereintes Europa gerecht zu werden, und um andererseits auch endlich die künstlerisch-kreativen urbanen jugendkulturellen Ausdrucksformen stärker mit in den Blick zu nehmen.

Ansprechpartner

Rolf Witte
Fon 0 21 91.79 43 91
E-Mail: witte(at)bkj.de

Weitere Informationen

New Alliances for Europe: final report [PDF | 40 Seiten| 799 KB]

New Alliances for Europe: Polylogue III on Arts Education


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