KOOPERATIONEN UND
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Regionale Bildungsnetzwerke

Aus dem Glossar Kulturelle Schulentwicklung.

2008 unterzeichneten die ersten 23 kreisfreien Städte und Kreise Nordrhein-Westfalens die Kooperationsvereinbarung zum Aufbau "regionaler Bildungsnetzwerke". Dieser Vertrag verpflichtet die Kommunen bzw. Kreise zur Bildung von regionalen respektive kommunalen Netzwerken mit dem Ziel, die Arbeit in den Schulen und die Arbeit aller an Bildung Beteiligten zu unterstützen, zu vernetzen und aufeinander abzustimmen.

Im Mustervertrag der Kooperationsvereinbarung zur "Weiterentwicklung/Entwicklung eines Bildungsnetzwerkes in der Bildungsregion" zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen, vertreten durch das Ministerium für Schule und Weiterbildung, und der Stadt oder dem Kreis heißt es: "Das gemeinsame Anliegen der Vertragsparteien liegt in dem Auf- und Ausbau regionaler Bildungsnetzwerke, um die Unterstützungs- und Beratungssysteme vor Ort effizient und nachhaltig zum Wohl der Kinder und Jugendlichen nutzen zu können." Die regionalen Bildungsnetzwerke ermöglichen die Kooperation von Lernorten und unterstützen zahlreiche Funktionen in Bezug auf bildungspolitische, arbeitsmarktpolitische und sozialpolitische Frage- und Problemstellungen, wie z. B. die Ermittlung der regionalen schulischen und außerschulischen Aus- und Weiterbildungsbedarfe, die Förderung der Zusammenarbeit der verschiedenen Bildungsträger der Region, die Verbesserung der Transparenz des Bildungsangebots in der Region oder die Entwicklung innovativer und nachhaltiger Förder- und Bildungskonzepte in der Region.

Der Mustervertrag bietet die Möglichkeit regionalspezifischer Ergänzungen und lässt damit Handlungsspielräume in Bezug auf die verwendeten Begriffe, Strukturen, Handlungsfelder und Gremienbesetzungen, auf örtliche und regionale Besonderheiten. Die Struktur der Bildungsnetzwerke sieht eine „Lenkungsgruppe“ vor, eine "Bildungskonferenz" und ein "Bildungsbüro" als Geschäftsstelle für die Umsetzung der Beschlüsse und Vorhaben. Die Einrichtung dieser Gremien ist unter Einbeziehung der wesentlichen Bildungsakteure der Region obligatorisch.

Die Verträge sind unbefristet. Das Land unterstützt mit einer Personalstelle die Arbeit im Bildungsbüro, die Stadt bzw. der Kreis bringt eine weitere Stelle ein. Diese Grundbedingungen sind ein großes Plus für die Schaffung von dauerhaft wirksamen Vernetzungsstrukturen im Bildungswesen. Mittlerweile (November 2012) haben 51 der insgesamt 53 nordrhein-westfälischen Kreise und kreisfreien Städte eine solche Kooperationsvereinbarung unterzeichnet.

Regionale Bildungsnetzwerke bieten großes Potenzial für die Bündelung und Vernetzung von Aktivitäten Kultureller Bildung in Kommunen und Kreisen.

BS 11/2012

 

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