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Qualifizierung

Aus dem Glossar Kulturelle Schulentwicklung.

Das Gelingen kultureller Schulentwicklung ist ganz wesentlich abhängig von der Motivation, den Haltungen und den Kompetenzen der beteiligten Akteure: der Lehrerinnen und Lehrer, der Künstlerinnen und Künstler, der pädagogischen Fachkräfte im Ganztagsbereich, um nur einige zu nennen.

Als zentrale Kompetenzen für die Gestaltung eines gelingenden kulturellen Schulentwicklungsprozesses können gelten:

  • Schulentwicklungsprozesse im Allgemeinen gestalten können
  • Kenntnisse der Bildungsprinzipien der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung (kulturpädagogische Prinzipien)
  • Kenntnisse der Wirkungen Kultureller Kinder- und Jugendbildung
  • Kenntnisse der Gelingens- und Risikofaktoren für Kooperationen Kultur und Schule
  • Kenntnisse um die Möglichkeiten und Grenzen Kultureller Schulentwicklung
  • Kooperationsfähigkeit / Teamfähigkeit

Diese Kompetenzen müssen sicher nicht alle in gleicher Ausprägung bei allen beteiligten Akteuren vorhanden sein. Zumindest sollte aber das Team, das den Schulentwicklungsprozess steuert, insgesamt über dieses Kompetenzprofil verfügen. In der Regel darf davon ausgegangen werden, dass sowohl die Akteure als auch das Team in einigen der genannten Bereiche ihre Kompetenzen noch weiter entwickeln können und sollten. Von daher ergibt sich, dass passgenaue Fort- und Weiterbildung eine zentrale Voraussetzung für das Gelingen Kultureller Schulentwicklung ist.

Neben den o. g. Kompetenzen sollten die beteiligten Akteure aber auch noch weitere Dispositionen entwickelt haben, die für das Gelingen kultureller Schulentwicklung notwendig sind: Sie sollten nämlich z. B. die kulturpädagogischen Prinzipien für relevant und anstrebenswert halten und in nicht geringem Umfang auch persönlich überzeugt sein von den positiven Wirkungen der Kulturellen Kinder- und Jugendbildung. Und sie sollten dabei einen realistischen Blick für das haben, was innerhalb des Systems Schule umsetzbar ist (vgl. Roth 2013).

In jedem Fall werden sich das Kompetenzprofil und die Haltungen aller beteiligten Akteure verändern (müssen), sobald kulturelle Schulentwicklung "greift" – auf unterschiedlichen Wegen und in unterschiedlicher Intensität (vgl. ibbw 2009).

Angesichts dieser komplexen Entwicklungsaufgabe, vor die Professionelle gestellt sind, wenn Sie einen weitgehenden Entwicklungsprozess in Richtung Kulturschule gehen, verwundert es nicht, dass in Kulturschul-Programmen die Qualifizierung der Akteure eine zentrale Rolle spielt. Als Beispiele seien genannt:

MR 4/2013 

 

Zum Weiterlesen:

Braun, Tom (Hrsg.) (2011): Lebenskunst lernen in der Schule. Mehr Chancen durch Kulturelle Schulentwicklung. München: Kopaed.

Norrenbrock, Maria (2013): Kulturschulen als professionelle Entwicklungsaufgabe. Paradigmenwechsel für das Lehrerhandeln? In: Braun, Tom / Fuchs, Max / Kelb, Viola / Schorn, Brigitte (Hrsg.) (2013): Auf dem Weg zur Kulturschule II. Weitere Bausteine zu Theorie und Praxis der Kulturellen Schulentwicklung. München: Kopaed, 129-138.

Roth, Michael M. (2013): Professionalisierung in der Kulturellen Bildung. Handlungskompetenzen als Partner für Kulturschulen. In: Braun, Tom / Fuchs, Max / Kelb, Viola / Schorn, Brigitte (Hrsg.) (2013): Auf dem Weg zur Kulturschule II. Weitere Bausteine zu Theorie und Praxis der Kulturellen Schulentwicklung. München: Kopaed, 121-128.

Institut für berufliche Bildung und Weiterbildung e.V. (2009): Evaluation der Erprobungsphase des Projektes "MUS-E Modellschule". Abschlussbericht. Göttingen: ibbw. [ PDF | 2,2 MB ]

 

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