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Anerkennungskultur

Aus dem Glossar Kulturelle Schulentwicklung.

Schulen, die sich auf den Weg der kulturellen Schulentwicklung gemacht haben, stellen die Persönlichkeitsentwicklung ihrer Schülerinnen und Schüler in den Vordergrund der Schulkultur.

Die kulturelle Bildung bietet mit ihrer Vielfalt an Sparten, Orten und Angebotsformen ein facettenreiches Spektrum von Kooperationsmöglichkeiten für Schulen. Das Lernen mit und in den Künsten ist geprägt durch ganzheitliche Herangehensweisen und Subjektorientierung. Dementsprechend müssen Schulen, die sich auf den Weg zu einem anderen Lernen machen, auch nach alternativen Formen der Anerkennung von Kompetenzen suchen.

Die Erfahrung von Anerkennung spielt eine zentrale Rolle, ohne die sich keine Selbstwirksamkeitsüberzeugung bei den Schülerinnen und Schülern entwickeln kann. Im Kontext einer entsprechenden Anerkennungskultur signalisiert man den Kindern und Jugendlichen, dass man sorgfältig auf ihre Lebensumstände achtet und sie respektiert. Sorgsamer Umgang mit Beteiligungswillen und der Meinung der Kinder und Jugendlichen von Seiten der Lehrerinnen und Lehrer ist wichtig.

Kinder und Jugendliche werden über ihre Erfolge und das, was sie erarbeiten möchten, so auf dem Laufenden gehalten, dass sie es verstehen. Dabei rücken Stärkenorientierung und Fehlerfreundlichkeit in den Fokus. Stärkenorientierung bedeutet, den Blickwinkel zu verändern: nicht zu fragen, was der Betreffende nicht kann, sondern zu sehen, welche Fähigkeiten und Stärken er oder sie in welcher Situation zeigt, wie viel er oder sie wann zu tun oder zu leisten in der Lage ist.

Schulen, die so arbeiten, haben eine Kultur der Anerkennung etabliert. Anerkennung ist einer der wichtigsten Hebel für eine konsequente und wertschätzende Erziehungsarbeit. Die Schülerinnen und Schüler wissen, dass ihre Interessen, Bedürfnisse und Fähigkeiten gesehen und anerkannt werden. Dementsprechend sind auch Schulen mit kulturellem Profil mit dem Ziel nach Stärkung von Lebenskompetenzen auf Seiten der Schülerinnen und Schüler mittels Inhalten und Methoden kultureller Bildung dahingehend ausgerichtet.

In Schulen mit kulturellem Profil wird der Rahmen der Anerkennungskultur noch erweitert, indem man gezielt entsprechende Rückmeldeformate wählt, zum Beispiel im Rahmen von Lernportfolios u.a. Eine weitere Möglichkeit des Feedbacks ist der "Kompetenznachweis Kultur", der die Stärken der Schülerinnen und Schüler sichtbar macht und damit Kompetenzen, die die Jugendlichen im Rahmen ihrer kulturellen Arbeit erlangt haben, belegt.

GW 7/13

 

Zum Weiterlesen:

Schorn, Brigitte/Timmerberg, Vera (2009): Neue Wege der Anerkennung von Kompetenzen in der Kulturellen Bildung. Der Kompetenznachweis Kultur in Theorie und Praxis. Schriftenreihe Kulturelle Bildung, Vol. 15, München.

 

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